Gab’s früher, ich meine mich sogar aus der Kindheit daran zu erinnern – eine Schallplatte aus Karton, auszuschneiden und dann auf den Plattenteller. Der Trabi unter den Musikmedien.
(via Kotzendes Einhorn)

Gab’s früher, ich meine mich sogar aus der Kindheit daran zu erinnern – eine Schallplatte aus Karton, auszuschneiden und dann auf den Plattenteller. Der Trabi unter den Musikmedien.
(via Kotzendes Einhorn)
Haha – früher hat man auf manchen CDs mit Konzertmitschnitten klassischer Musik dem Applaus einen eigenen Track gegönnt; seit die CD-Alben in mp3s zerlegt sind, gibt es jeden Track einzeln zu kaufen. Also auch die Applause. Alex Strauch hat die Query erstellt. Auf dass die Urheber auch ihren Anteil bekommen.
Du wunderbaren Japaner, denen alles peinlich ist. Da Japaner in öffentlichen Toiletten etwaige Körpergeräusche nicht anderen angedeihen lassen wollen, betätigen sie in dem Fall einfach die Spülung – was freilich den Wasserverbrauch stark erhöht, wenn pro Sitzung womöglich 4-5 mal gespült wird. Abhilfe schaffen sogenannte „Toiletten-Prinzessinnen„, Geräte, die den Spülklang imitieren. Problem könnte allerdings sein: vernimmt man auf einer öffentlichen Toilette aus der nachbarlichen Zelle diese Lautsprechergeräusche, weiß man erst recht, was da gerade passiert. Könnte noch unangenehmer sein.
Klang, der anderen Klang überdecken soll – ein in der Neuen Musik noch fast gar nicht behandeltes Thema.
Beginning of the piano piece „Steady Shot“ by Johannes Kreidler, 2015
Heloisa Amaral, Piano
Vor drei Jahren hatte ich hier mal eine Liste mit Musikstücken, welche sich mit der Schreibmaschine beschäftigen. Hier noch ein kleiner Nachtrag:
(via BoingBoing)
Die Zerstörung antiker Stätten durch die IS ist eine Katastrophe. Ihnen dafür – imaginär – den bedeutendsten Kunstpreis aus Protest geben, das ist wiederum, ja, irgendwie Kunst. Oder zumindest Satire.
The Islamic State wins prestigious Turner Prize for modern art
The Islamic State has sensationally won the prestigious 2015 Turner Prize for its conceptual art piece ‘Smashing Mosul Museum To Pieces: Death To The Infidels.’
“By demolishing priceless 3,000 year old statues with sledge hammers, ISIS is asking: ‘What is art?’, while retextualising normative art as transgressive, daring and counter cultural,” said the chairman of the Turner Prize jury, Sir Nicholas Serota. “I was very moved by their performance.”
http://www.panarabiaenquirer.com/wordpress/islamic-state-wins-prestigious-turner-prize-modern-art/
(via Max auf FB)
Das Schweizer Radio berichtet vom Eclat-Festival, darin auch ausführlich zu meinem dort vor 4 Wochen uraufgeführten Orchesterstück „-Bolero“, ein Konzeptstück, bei dem Maurice Ravels Bolero erklingt, jedoch ohne die Melodie.
Jemand hat den Bericht von Cécile Olshausen mitgeschnitten und hochgeladen. Am 20.3. strahlt SWR2 dann das ganze Stück / das ganze Konzert aus.
Der 35-jährige Komponist Johannes Kreidler provoziert gerne. Sein neuster Coup beim ECLAT in Stuttgart war eine Aufführung von Ravels Bolero ganz ohne Melodien. Ein Anlass, um über unsere Hörerfahrungen nachzudenken. Und darum geht es schlussendlich immer: was erfahren wir beim Hören von Musik und welche Erfahrungen lassen heutige Komponisten in ihre Werke einfliessen.
Eine Bemerkung am Rande: Eine Aussage, die hier geschrieben steht, stimmt nicht: Ich würde nie behaupten, dass ich provozieren will (den Gefallen tu ich den Kritikern nicht). Ich komponiere Neue Musik, das ist alles.
P.S. Heute ist Joseph-Maurice Ravels Geburstag (* 7. März 1875).
Hier eine Ressource mit Orchesterinstrumenten – leider nicht in Einzeltöne geschnitten, aber dafür sehr umfangreich.
Man kommt kaum nach mit den tollen Stücken von Bil Smith. Schade, dass das wohl nur die eingefleischten Nerds mögen können und von denen auch nur ein Bruchteil, weil Smith so ein Facebook-Schelm ist.
Hier ein Werkverzeichnis.