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Text “Musik mit Musik” / “Music with Music” / “Musique avec Musique”

Mein grundlegender Text “Musik mit Musik” (2012, Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik) ist jetzt auch ins Englische (Übersetzung: Kreidler / Haosi Howard Chen) und Französische (Übersetzung: Jonathan Bell) übersetzt.
Die französische Fassung ist in der Zeitschrift “L’education musicale” erschienen; Bell hat dafür außerdem auch meine “Sätze über musikalische Konzeptkunst” übersetzt.

Früher ist der Text bereits ins Polnische und Slowenische übertragen worden. Großen Dank an alle Übersetzer*innen!

Gestern Abend

Arbeit von 2013, aus Sheet Music.

Links in eigener Sache

-Harry Lehamnn hat einen Vortrag über Konzeptmusik gehalten, darin kommt auch meine Arbeit vor

(hier der Vortrag auf englisch)

-Sandy Podlasly hatte mich letztes Jahr in Halle bei einem Nachgespräch von Mein Staat als Freund und Geliebte mit einem ulkigen Bild beschenkt, das offenbar immer noch im Hallischen Operncafé hängt.

-Die Klangwerkstatt Berlin hat jetzt einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem sie Videos von ihren Konzerten sammelt, darin auch Dokumente meiner Beteiligungen an dem schönen Festival.

-Im Januar wurden in Essen meine Toccatas für Orgel von Matthias Geuting uraufgeführt

-Das Australische Festival Liquid Architecture, bei dem ich 2014 und 2016 zu Gast war, hat eine Künstlerseite von mir erstellt.

-In der NMZ bespricht Dirk Wieschollek die neue DEGEM-Cd “Drop the Beat“, darunter auch mein Konzeptstück “Ferneyhough’s 2nd string quartet, rendered with Band-in-a-Box”.

-Stefan Hetzel hat mein Glissandoflötenstück gebloggt:

Bei dieser Komposition denke ich nicht an „erweiterte Spieltechniken“ à la Lachenmann, denn es geht hier in keinster Weise um irgendeine Entlarvung irgendeines überkommenen ästhetischen Apparats. Die Glissandoflöte ist vielmehr Trigger nicht-musikalischer (hier: visueller) Events, sie dirigiert eine strukturierte Abfolge von Bildern und Clips. Diese wiederum mögen dem unerfahrenen Auge zunächst ein wenig kryptisch, aber jedenfalls nicht willkürlich erscheinen.
Je länger man hinhört und -schaut, desto stärker erschließen sich einem jedoch die aufklärerischen Absichten des Komponisten: Es geht um die Darstellung von universellen „Schönheitslinien“ im Sinn von Hogarths The Analysis of Beauty.

-Hristina Susak hat in ihrer Diplomarbeit “Methoden und Prozesse der Analyse allgemein und in Musik und Konzeptkunst (Performance)” ausführlich mein Stück Instrumentalisms C analysiert.

-Christian Grüny hat in der Neuen Zeitschrift für Musik wieder etwas zur Debatte um den Musikbegriff beigetragen – “Wider die Verengung. Die umgekehrte Perspektive auf den Musikbegriff“. Der Text nimmt auch Bezug auf meinen Text “Der erweiterte Musikbegriff”.

-Nina Noeske hat für die Positionen, die seit dieser Ausgabe von einem neuen, jungen Team herausgegeben werden, einen schönen Text (nach einem Vortrag in Luxemburg beim Rainy Days Festival 2018) über “(Selbst-)Reflexion in der Gegenwartsmusik – mit einigen Notizen zum Thema >Gender<" geschrieben. Darin auch Betrachtungen zu meinen Musiktheaterarbeiten, bspw. Audioguide -

Aufgenommen und neu »komponiert« bzw. in Szene gesetzt werden u.a. Debatten über die Digitalisierung (als Teil der Voraussetzungen, unter denen das Werk überhaupt zustande kam), aber auch eine Face-book-Diskussion von 2012 wird zitiert und, wiederum, inszeniert. In jener Diskussion ging es nicht zuletzt um den Komponisten selbst, der nicht davor zurückscheut, sich in seinem Werk als Teil einer Profilierungsmaschinerie zur Schau zu stellen. Dass all dies in Johann Sebastian Bachs Choral Oh Haupt voll Blut und Wunden mündet, ist nicht ohne Selbstironie.

-Und dann war da noch diese Formulierung in der Zeitschrift Musik & Ästhetik, um deren Niveau man sich mittlerweile ernsthafte Sorgen machen muss…

(aus: Cosimo Mario Schmidt, Zum Problem des Klanges in der Musik und seiner Fetischisierung; Musik & Ästhetik 89)

black (w)hole note discovered!

Franz Martin Olbrischs Vortrag über meine Musik

Ich bin sehr geehrt, dass Prof. Franz Martin Olbrisch bei einer Vortragsreise durch China letztes Jahr einen eigenen Vortrag über meine Arbeit gehalten hat.

概念式音樂-2 (Music as a concept)
代表作曲家: Johannes Kreidler
(凱德勒) 主講: Franz Martin Olbrisch
翻譯: Po-Wei Tseng (曾柏維)
時間: 2018/12/13 (四)
地點: 北京中央音樂學院

Neue Musik und Social Media – Text in NZfM

Anna Schürmer hat nicht nur eine Radiosendung zu dem Thema gemacht (Kulturtechno früher), sondern auch einen Text für die Neue Zeitschrift für Musik. Es kommen darin zu Wort: Martin Tchiba, Moritz Eggert, Johannes Kreidler, Irene Kurka und Wendelin Bitzan.

Fünf ambitionierte Nutzer Neuer Medien aus dem Feld der Neuen Musik wurden befragt: Moritz Eggert zeigt nicht nur auf allen drei relevanten Social-Media-Kanälen Präsenz, sondern hat mit dem Bad Blog of Musick der neuen musikzeitung seit 2009 den wahrscheinlich meist diskutierten deutschsprachigen Blog zur zeitgenössischen und klassischen Musikkultur initiiert. Auch Johannes Kreidler, dessen Blog-Website-Hybrid nicht eben zufällig Kulturtechno heißt, weiß gekonnt auf der Social-Media-Klaviatur zu spielen und diese für sich und seine Karriere zu nutzen. Wendelin Bitzan demonstriert auf seiner Facebook-Seite das humoristische Potenzial der sozialen Kanäle für eine flockig-leichte Musikvermittlung, während die Sopranistin Irene Kurka mit ihrem Podcast neue musik leben das vielleicht zukunftsträchtigste Tool der Neuen Medien nun auch als private Initiative für die Neue Musik in Betrieb genommen hat. Martin Tchiba schließlich ist der Ansicht, dass mit den sozialen Netzwerken mehr möglich ist als das Posten von Konzertankündigungen und der Austausch über bereits Bestehendes: Er will aus den Neuen Medien heraus neue Neue Musik schaffen.

Harry Lehmanns Text “Vom aufgelösten zum reflexiven Musikbegriff”

Harry Lehmann hat einen bemerkenswerten Text geschrieben, der auf meinen Text “Der aufgelöste Musikbegriff” antwortet. Nachdem der Text bereits in mehreren Übersetzungen erschienen ist, ist er jetzt auch endlich auf deutsch in der Neuen Zeitschrift für Musik veröffentlicht.

Ich habe auf Lehmanns Text wiederum bereits geantwortet in meinem Buchbeitrag “Nachbemerkungen zum erweiterten und aufgelösten Musikbegriff“.

Lehmann verteidigt angesichts meines Auflösungsmodell aber seine Idee einer »Relationalen Musik«, die andere Medien zur Musik zwar in Stellung bringt, welche jedoch ihre Alterität beibehalten und insofern ›Musik‹ affizieren. Vom Nullpunkt der radikalen Konzeptualisierung aus ließe sich wieder separieren. »Die Auflösung des historischen Musikbegriffs führt also nicht unbedingt zu einer transmedialen Kunstpraxis ohne Grenzen, sondern zu einem in sich reflektierten Musikbegriff, dem die eigene Geschichte von Ausdifferenzierungen und Grenzüberschreitungen eingeschrieben ist.« Damit dreht Lehmann die Reihenfolge meines Textes um, also zurück: Diese Praktiken der Alterität, wie ich sie vor allem am Beispiel Sehgals darlegte, sind sein Paradigma, das er nun als Folge aus der Auflösung darstellt. Ich sehe hier jedoch wieder ein Operation mit dem historischen Musikbegriff, dem dann zwar auch die jüngsten Krisen eingeschrieben sind, sich aber doch wieder seiner alten Wirkmächtigkeit rückzuversichern hat.

In diesem Text diskutiere ich außerdem auch Reaktionen auf meine Texte von Daniel Feige, Christian Grüny, Gunnar Hindrichs, Helmut Lachenmann, Gisela Nauck, Rainer Nonnenmann und Hannes Seidl.

Radiosendungen über Utopien in der Musik und über Neue Musik und Social Media online

Jemand hat die Radiosendungen “Zukunft gesucht: Utopien in der Musik”, SWR2 4.3.2019 (Kulturtechno früher) und “Neue Musik und Neue Medien”, DLF 9.3.2019 (Kulturtechno) mitgeschnitten und online gestellt.

Texte in eigener Sache

Es sind in letzter Zeit ein paar Texte in anderen Sprachen erschienen, in denen auch meine Arbeit besprochen wird:

Florian Cramers Essay “Crapularity Aesthetics” nimmt Bezug auf die Auseinandersetzung zwischen meiner konzeptuellen Ästhetik und Helmut Lachenmann

In Neue Musik, an institutional critique has manifested only recently with such younger composers as Johannes Kreidler who, among others, outsourced a commissioned piece to a Chinese and to an Indian composer.20 In a recent, angry op-ed piece against Kreidler’s “conceptualism” (here we see the generational difference of Neue Musik at work), composer Helmut Lachenmann insists that “autonomous music” answers “in timeless innocence and intensity to a reality that is foreign to this music, thus reminding it of the utopia of our humanity”.

Haize Lizarazu González befasst sich in “EXTENDED PERFORMER: EVOLUTION AND CHANGE OF THE MUSICAL PERFORMER’S ROLE: TOWARDS AN EXPANDED MUSIC” (original auf spanisch) mit meinem Minusbolero.

Kreidler se ha dado a conocer en el mundo de la música contemporánea a través de ciertas obras polémicas, muchas veces criticadas por los “grandes” del sector, como Helmut Lachenmann, quien señaló que la obra minusBolero, de Kreidler, no podía considerarse música y que no era más que una burla al oficio. Esta obra de Kreidler explora el concepto de memoria auditiva del público. Es una copia literal del Bolero de Ravel, pero sin la línea melódica.
Según el autor, es una obra que tardó cinco años en pensar, y solo una hora en realizar (“minusBolero” 2015). La realización de la idea es muy simple, y plantea muchos debates posibles sobre el concepto de autoría y originalidad. Pero lo cierto es que, cuando uno escucha el minusBolero, la melodía del Bolero de Ravel aparece instantáneamente en la mente de cada persona del público, y es imposible de sacar hasta que no termina.

Ebenfalls auf spanisch: In Alberto Bernals Essay “TUTTI! Sobre el paradigma del archivo en las nuevas músicas y prácticas de lo sonoro (y II)” geht es u.a. auch um meine “Einleitung in die Musiksoziologie

La letanía final de El Aleph que reproducíamos al principio es un buen ejemplo de ello, así como las rápidas sucesiones de versiones (Beil, Bernal, Carlson…). Pero como ejemplo paradigmático valga la obra (en un terreno indefinido entre la música y la conferencia performativa) Introducción a la sociología de la música, de Johannes Kreidler, en la que el autor procede a una mecánica enumeración de diferentes subgéneros de música metal, seguidos por una brevísima audición de un fragmento correspondiente.

Andy Ingamells spricht in “Grandchildren of Experimental Music – performing the compositional act by creating intriguing situations in which musical sound may occur” auch über mein Musiktheater Audioguide.

A contemporary proponent of Fluxus-like methods is German composer Johannes Kreidler, whose large-scale piece Audioguide (2014a) displays traits that I observe as being an embodiment of the
composer-performer identity. This 7-hour piece features Kreidler performing Fluxus-like actions on video (1:27:00), in addition to appearing onstage for discussions about the process of composition
itself, which is framed as music (5:55:00). Rather than performing music on an instrument he films himself in his work-space performing seemingly non-musical actions such as falling or twirling his
arms in order to generate sounds. In an earlier manifestation of the work (Feeds. Hören TV, 2010), Kreidler states onstage: “Ich bin kein Schauspieler, sondern Hörarbeiter” (I am not an actor but a sound-worker) (0:30).

Jörn Peter Hiekel hat über “New philosophic interpretations of the music from today” gesprochen und darin auch mein Shutter Piece betrachtet.

The situation is very simple […] there’s an ensemble, a really well known, Ensemble Recherche from Freiburg. In the concerto there’s a video with elements in some section of a football match during the, not the recent championship but the last or so, and of course it will concentrate on the question of intensity of music in conflict to the other elements so reflection of the possibility to concentrate on music and something more […] for Johannes Kreidler is very normal and he feels the need to give to all his new pieces […] the possibility to be heard all over the world (youtube). For Johannes Kriedler is unbeilable and unthinkable to present a string quartet without video, without media elements. It’s old-fashioned […] for a part of the younger generations. They said, as we could hear in Darmstadt last spring, one month ago : “Ok, we don’t only have string quartets, we have the opportunity of the internet why shouldn’t we use it”.

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