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Buch “Staatserzählungen” / STAAT Trailer #2

Letztes Jahr habe ich mich mit Staatserzählungen als Opernstoff befasst und unlängst ist diese Oper in Halle uraufgeführt worden, jetzt sehe ich, dass auch andernorts das Thema aktuell diskutiert wird.

https://www.perlentaucher.de/buch/grit-strassenberger-felix-wassermann/staatserzaehlungen.html

https://www.amazon.de/Staatserz%C3%A4hlungen-Deutschen-ihre-politische-Ordnung/dp/3737100373

Wer über Politik spricht, muss über den Staat sprechen. Der Staat durchdringt alle Lebensbereiche, prägt unsere politische Ordnung – und will immer wieder aufs Neue hinterfragt werden: Was ist der Staat eigentlich? Und was bedeutet es heute, Staatsbürger zu sein? Diesen und anderen Fragen widmen sich in diesem Band einige der renommiertesten Vertreter ihres Faches aus unterschiedlichsten Perspektiven. So zeigt der Kunsthistoriker Horst Bredekamp, wie sich die Bilder des Staates – wortwörtlich verstanden – in der Bundesrepublik gewandelt haben. Das komplizierte Verhältnis von Beratern und Machthabern bis zu den Einflüsterern der Kanzlerin schildert Jürgen Kaube, während der Völkerrechtler Georg Nolte ganz aktuell nach dem Recht des Staates im Krieg fragt: Was darf er tun, um Gewalt und Terror zu bekämpfen? Neben weiteren Beiträgen erklärt Herfried Münkler, warum wir eine neue Erzählung Europas brauchen, und all dies ergänzt Wolfgang Schäuble durch den Blick aus der politischen Praxis auf das Verhältnis von Staat und Religion in der pluralistischen Gesellschaft.

-Der Trailer #2 steht jetzt wieder online-

Kommt alle nach Halle! Weitere Aufführungen am 26.5. / 30.5. / 16.6. / 22.6.

https://buehnen-halle.de/mein_staat_als_freund_und_geliebte#!/

Radiosendung über klingende Eklats

Am Montag sendete SWR2 in der Reihe JetztMusik ein Radiogespräch über Anna Schürmers Buch “Klingende Eklats” in der Mediathek; es unterhalten sich Björn Gottstein, Lydia Jeschke, Bernd Künzig und Michael Rebhahn. Darin geht es insbesondere auch um Auftritte von mir.
7 Tage in der Mediathek. Ab 41:10-

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/jetztmusik/swr2-jetztmusik-musik-lektueren/-/id=659442/did=21468410/nid=659442/sdpgid=1562572/1oocdhj/index.html

Eine kurze Nachbemerkung zu dem Gespräch: “die Zuschauer fragen sich ja meistens nicht, ob es auf sie wirkt, sondern ob es auf die andern wirkt.” (René Pollesch)

Danke für den Hinweis, NN!

#Staat Trailer2 & Radiogespräch

Aus dem Mitschnitt der Premiere gibt es jetzt noch einen Trailer, außerdem ein Radiogespräch über die Oper. Kommt nach Halle! Weitere Aufführungen am 26.5. / 30.5. / 16.6. / 22.6.
UPDATE: Wegen einer kleinen Panne in den Credits muss ich den Trailer leider noch mal runternehmen, kommt wieder…

https://buehnen-halle.de/mein_staat_als_freund_und_geliebte#!

Mein Text “Nebeneinander, Gegeneinander, Miteinander. Über ästhetische und diskursive Pluralität” ist erschienen

Der Sammelband zur letztjährigen Darmstädter Frühjahrstagung (Vortragsvideo) ist nun erschienen, in dem u.a. mein Beitrag “Nebeneinander, Gegeneinander, Miteinander. Über ästhetische und diskursive Pluralität” abgedruckt ist.

http://www.beck-shop.de/Hiekel-Clash_/productview.aspx?product=25026609

Snip:

Hakan Ulus hat für die MusikTexte den Bericht über die Darmstädter Ferienkurse 2016 verfasst. Darin schreibt er: »Kreidlers Fantasies of Downfall war musikalisch zu belanglos, um ernstgenommen zu werden.« Das ist buchstäblich das einzige, was der Autor über mein Stück verliert (nicht dass einem gleich wieder vorgehalten wird, man würde aus dem Zusammenhang reißen). Es war, wohlgemerkt, eine Uraufführung, das Stück kann also schwerlich als bereits bekannt vorausgesetzt werden. Aber gerade bei einer Uraufführung müsste dem interessierten Zeitschriftenpublikum doch erst einmal berichtet werden, was überhaupt geboten wurde; der Autor macht sich aber nicht die geringste Mühe, den Lesern nahezubringen, was im Stück geschehen ist, stattdessen posaunt er gleich und einzig seine Meinung dazu heraus. Mit Verlaub, das ist kein Musikjournalismus, das ist eine Kloake. So etwas hätte in einer Zeitschrift, die sich für seriös hält, nicht stehen dürfen.
Mir fällt der Satz natürlich auf, weil er mich betrifft, aber er ist nur ein Beispiel für ›Meinung ohne jedes Argument‹, eine läppische Behauptung, um nicht zu sagen, eine platte Schmähung. Darum mein Wunsch, mit Habermas: Argumente statt Meinungen. Es kommt dann oft die Antwort, man habe eben bei einer Kritik nicht genug Platz. Es wird also auch gegen das dritte Habermassche Gebot verstoßen – die Verantwortung wird abgegeben. Wenn die Ausrede des geringen Platzes jede Wurschtigkeit legitimiert, dann ist die Kunstkritik wirklich auf den Hund gekommen!
[...]
Wir haben im deutschsprachigen Raum aber auch den Glücksfall für die neue Musik, dass es mehrere, konzeptionell verschiedene Zeitschriften gibt (deren Existenz, dies soll auch einmal mitgeteilt werden, sich mehrheitlich dem großen Idealismus ihrer Macher verdankt). Es wäre toll, wenn diese noch stärker in Wettbewerb träten, sich gegenseitig beobachteten und kritisierten – statt nur die Musik. Auch ein jährlicher Preis für den besten Text zur neuen Musik, und warum nicht auch ein Negativpreis für die dümmlichste Wortmeldung, würde der publizistischen Kultur Ehre und Ansporn sein.

MEIN STAAT

Die einen verließen bei der Premiere türenknallend den Saal, die anderen applaudierten unter Gelächter. Und wie das Haus jetzt durchgibt, streiten sich auch die Kritiker über MEIN STAAT, ob die Oper nun “tiefsinnig” oder “oberflächlich” sei,
Snips aus verschiedenen Besprechungen (LVZ, LVS, NMZ, Reihe7, ND):

“Wer sich dafür interessiert, wie Oper neu gedacht und neu gemacht werden kann, der kommt derzeit an der Oper Halle nicht vorbei.”
“beweist ein feinsinniges Gespür für Assoziationen unterschiedlicher Art.”
“sinnlicher Genuss mit Weiterdenkstoff”
“technische Meisterleistung”
“Der Chor übertrifft sich als sprechendes, singendes und spielendes Kollektiv mit Hauptdarsteller-Aufgabe.”
“Kreidler provoziert mit seiner Oberflächen-Wortspiel-Collage immerhin Diskussionen im Nachhinein”
“…weil er nicht wirklich in die Tiefe geht oder verstört.”
“Wenn ein Komponist heute auf Richard Wagners Schoß herumtollt und sich gerade darüber alle köstlich amüsieren, dann hat das durchaus dialektischen Witz.”
“Und der Humor kommt auch nicht zu kurz. So gibt es viele Lacher im Publikum”
“kreist wie ein Bundes-Adler über seinem Gegenstand”
“lustig wie tiefsinnig, stellt wichtige Fragen”
“Wortschaum an der Oberfläche”
“Die Tänzer des Balletts Rossa sprengen die Szenerie unregelmäßig mit punktgenauen Tanzeinlagen, während Pianist und Performer ‘stefanpaul’ eindrucksvoll als Hauptakteur agiert. Er wirbelt über die Bühne, fängt den Chor mit einem meterlangen Telefonkabel ein oder spielt elektrisiert Klavierstücke von Chopin bis Liszt.”
“Diese Einschränkung der Rechte ging einigen Vertretern des Souveräns Publikum dann doch zu weit. Und sie kündigten dem (Bühnen-)Staat kurzerhand die Freundschaft.”
“Das Werk klingt anders, frisch und aktuell.”
“Kreidlers ‘Mein Staat als Freund und Geliebte’ gebührt ein Ehrenplatz in der Ruhmeshalle intelligenter Musiktheater-Collagen.”

Kommt nach Halle und erlebt selbst MEIN STAAT ALS FREUND UND GELIEBTE!

http://buehnen-halle.de/mein_staat_als_freund_und_geliebte#!/start

(Fotos (c) Falk Wenzel)

PS. Haha, und in einer Radiobesprechung heißt es angeblich, nur ich als Schweizer (!) könne ja aus der Distanz das libidinöse Verhältnis der Deutschen zum Staat thematisieren..

Mein Staat als Freund und Geliebte, Probenfotos

von Falk Wenzel.
Premiere am 27.4.2018 / Oper Halle. Kommt nach Halle!
http://buehnen-halle.de/mein_staat_als_freund_und_geliebte#!/start

Trailer MEIN STAAT ALS FREUND UND GELIEBTE

Am 27.4.2018 hat meine neue Oper Premiere in Halle. Kommt alle nach Halle!
http://buehnen-halle.de/mein_staat_als_freund_und_geliebte#!/

Vorstellung beginnt immer 19:30 und geht ca. 95 Minuten, also kommt man danach noch gut wieder zurück bspw. nach Berlin.

Probenbeginn meiner neuen Oper “Mein Staat als Freund und Geliebte”

Morgen beginnen die Proben für die Oper “Mein Staat als Freund und Geliebte”.
Premiere: 27.4.2018
Oper Halle

MEIN STAAT ALS FREUND UND GELIEBTE

Uraufführung // Oper von Johannes Kreidler
für Chor, Video, einen Schauspieler, einen dramatischen Tenor, Ballett, Orchester und Elektronik

„Ich liebe dich, Staat.
Ich liebe dich auch, Frank“
– küssen sich

Johannes Kreidler bringt in seinem neuen Musiktheaterwerk angesichts des weltweit erstarkenden Nationalismus eine Reflexion über Gemeinschaft, Massenbewegungen, Staatstheorien und Protest in eine Bühnenform. Er legt den Finger in die Wunde eines Begehrens nach Zusammenhalt, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Sinn.

http://buehnen-halle.de/mein_staat_als_freund_und_geliebte#!/

Schauspieler / Pianist stefanpaul
Chor und Extrachor der Oper Halle
Tenor Christian Voigt
Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa
Staatskapelle Halle
Musikalische Leitung Christopher Sprenger
Komposition, Konzept und Regie Johannes Kreidler
Bühne und Kostüme Christoph Ernst
Dramaturgie Michael v. zur Mühlen
Einstudierung Chor Rustam Samedov
Videoinspizienz Iwo Kurze, Kai Hengst
Ton Heiko Westphal, Jonathan Wolgast
Licht Peter Erlenkötter
Inspizienz Antje Fehér
Soufflage Regina Karpinski
Regieassistenz Lisett Ansorge
Ausstattungsassistenz Ayfer Ezgi Karatas
Bühnenmeister Christian Kusch

Termine:
27.4.2018 (Premiere)
6.5.2018 (mit Podiumsdiskussion im Anschluss)
12.5.2018
26.5.2018
30.5.2018
16.6.2018
22.6.2018

Wegen der Probenarbeit werde ich bis zur Premiere nur an den Wochenenden bloggen.

Infinissage – mein Stuttgarter Solo-Konzert online

Performance-Konzert bei Eclat Festival Stuttgart, 31.1.2018
mit Stimme, Klavier, E-Ukulele, Fahrradklingeln, Schlagzeug, Audio- und Videozuspielungen

Zum Geburtstag
Einleitung in die Musiksoziologie
Diese Tulpe, von der ich spreche, und die ich, indem ich spreche, ersetze
Instrumentalisms A
Monroe
Legitimationsprobleme im Spätkonzeptualismus 1
Der Untergang, bolero’d
Nummerieren / Album
Textklatschen
Die Turmuhr
Legitimationsprobleme im Spätkonzeptualismus 2
Compression Sound Art 1
Das ‚Ding‘ an sich
Instrumentalisms C
Masken
Compression Sound Art 2
Minusbolero
Gegen Applaus

Mein konzertanter Fahrradklingel-Test

Johannes Kreidler
Das ›DING‹ an sich
31.1.2018, Eclat Festival Stuttgart