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Nach oben fallende Wasserfälle

(via rainbow)

Radiosendung “Digital Concert World – Neue Medien, Neues Hören, Neues Komponieren”

Juana Zimmermann hat für den Hessischen Rundfunk eine schöne Radiosendung gemacht, darin kommt auch meiner einer zu Wort und Klang; hatte zum Thema “Digitale Revolution” im Januar an der Hochschule für Musik und Theater im Rahmen der Ringvorlesung “Musik und Revolution” einen Vortrag gehalten-

Neue Musik Digital Concert World – Neue Medien, Neues Hören, Neues Komponieren
Von Juana Zimmermann

Alles kann zu jeder Zeit an jeden anderen Ort gestreamt werden, und man braucht dafür gerade mal zwei Mobiltelefone. Durch die allstetige Verbindung ins Netz mit ihren unendlichen Inhalten und die Simplifizierung von Musik- und Videoproduktion verändert sich bekanntermaßen die Musikwelt und somit auch das Hören von Musik.

Parallel zur Rezeption verändert sich auch die Musik selbst. Man veröffentlicht nicht nur Aufnahmen der eigenen Aufführungen online, sondern schreibt und komponiert speziell für das Internet. Aber die Neuen Medien erzeugen mehr als nur eine geradlinige Entwicklung des technischen Fortschritts, sondern sie stehen selbst in Abhängigkeiten und verändern sich. Es steht eine Angst vor der Abschaffung alles bislang Bekanntem im Raum. Gleichzeitig die Hoffnung auf einen zweiten Frühling für die Neue Musik.

Rundflug über die Erde

Protipp: Die Tonspur durch frühe Elektronische Musik (Koenig, Xenakis) ersetzen.

(via kottke)

Links in eigener Sache

-2017 war ich ans Musikwissenschaftliche Seminar der Universität Leipzig eingeladen vom Forum Zeitgenössischer Musik für einen Vortrag mit/über meine Arbeit-

-Das Transit-Magazin hat mich zur Oper Mein Staat als Freund und Geliebte interviewt:
https://transit-magazin.de/2018/07/mein-staat-als-freund-und-geliebte/

-Harry Lehmann hat einen Text über das Projekt “Music with the Real“, an dem ich mitbeteiligt war, geschrieben und der in der Neuen Musikzeitung erschienen ist.

-Lehmann hat außerdem an der Bayrischen Akademie der Künste einen “Update”-Vortrag über die Digitale Revolution der Musik gehalten, worin er auch auf Arbeiten von mir eingeht. Auf dem Flyer sieht man meine Kompositionssoftware COIT.

-Jemand hat auf dem Portral “Every Noise at Once” eine Wolkendarstellung deutscher Gegenwartskomponierender erstellt. Wie auch immer das generiert wurde, ich finde nicht schlecht, dass ich etwas außerhalb stehe. (Draufklicken zum Vergrößern)

-Die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, bei denen ich diesen Sommer Kompositionsdozent war, haben mir für ihren Katalog drei Fragen gestellt:

How important is the context, in which your work is performed, to you?
>67%
Which skill, that you’ve learned by writing for an ensemble, helps you in everyday life?
>Rhythmic beauty
Is music science? Why (not)?
>Basically, it’s sines.

In der Ausstellung “Musiques Murales” der Galerie Satellite in Paris hingen im Oktober Sheet-Music arbeiten von mir.

-Im neu erschienenen “Handbuch Sound: Geschichte-Begriffe-Ansätze” gibt es den Artikel über >Applaus< von Jutta Toelle, in dem meine gegenapplaudierende Haltung referiert wird-

-Jemand hat mich in einem Mix aus Werken von Komponierenden Jahrgang ’80 mit verwurstet.

Fotos vom Mars

The transmission of signals between neurons

(via oddside)

Mein Text “Musiktexte” in den MusikTexten

Habe für die neueste Ausgabe der MusikTexte einen Text mit dem Titel “Musiktexte” geschrieben.

Snip:

Der Mensch strukturiert mit Sprache das Wahrgenommene und Sprache erzeugt auch Wahrnehmungen – der Wortschatz kann eingelöst werden. Hingegen verkümmert die Wahrnehmung ohne sprachliche Ausbildung.
Früh erwerben wir mindestens eine Muttersprache, die wir uns nicht aussuchen. Nie wird man der Welt wieder unschuldig begegnen. Am Anfang war das Wort.
[...]
Das heißt, nicht Klang hier und ein Text da, sondern alles gehört zusammen, ist in seiner inneren Verfassung schon darauf angelegt, ist die Sache selbst. Textpartituren können poetisch sein, Notationsgrafiken können imaginäre Musik im Kopf hervorrufen, Instrumente selbst haben schon ihre gestaltbare Ästhetik, Neue Musik existiert sowieso gerade auch im Diskurs. Dass der Philosoph der Neuen Musik, Adorno, so wundervoll, lebendig und vielsagend über Musik schreiben konnte, ist charakteristisch. Hierin liegt ein tiefer Wesenszug des Ganzen; seit der Moderne wird Musik als tonaler und als medialer Begriff zunehmend aufgelöst.

Quader-Eisberg

#Natur

(Bisschen entzauberter hier)

Genoel von Liliensterns Radiofeature über postmoderne Kunstmusik

…mein Orchesterstück Minusbolero kommt auch darin vor.

as ist postmoderne Musik? Diese Frage wird in gewissen zeitlichen Abständen immer wieder diskutiert. Doch eine solide Übereinkunft darüber was sie ausmacht steht bisher noch aus. Der Musikphilosoph Harry Lehmann sieht die Postmoderne in der Musik nur schwach ausgeprägt. Anne LeBaron hingegen sieht sie als eine Strömung, die ihre Ursprünge im Aufgreifen surrealistischer Kunsttechniken durch Komponisten hat.

Auf diese Annahme aufbauend, und anhand konkreter Beispiele, versucht Genoël von Lilienstern zu zeigen was postmoderne Musik ist. Als ihre Eigenschaften identifiziert er die Verwendung von Collagetechnik und Automatismen, das Spekulativ-Werden der Autorschaft, sowie eine unangepasste Haltung des Künstlers, der so wie Marcel Duchamps eine “Reaktion gegen den Geschmack” hervorbringen möchte. Seit den 1930er Jahren existiert demnach eine musikalische Postmoderne und sie entwickelt sich stetig fort – nicht nur in der Kunstmusik, ebenso in avantgardistischen Strömungen von Pop und Jazz. Seit Längerem finden postmoderne Techniken auch Akzeptanz im musikalischen Mainstream.

Sendung bleibt wahrscheinlich nur für begrenzte Dauer in der Mediathek, also bald anhören:
https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/jetztmusik/swr2-jetztmusik-wesensfremde-realitaeten-auf-ungeeigneter-ebene-die-postmoderne-in-der-musik/-/id=659442/did=22717832/nid=659442/iout8u/index.html

Auf einmal ergibt es Sinn

(via Tumblr)