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Klängesuchmaschine

http://www.findsounds.com/ISAPI/search.dll

Gibt es schon seit einigen Jahren – allerdings scheint freesound.org die bessere Ressource zu sein.

Früher auf Kulturtechno: Die Notensuchmaschine

Instrumente in Zeitlupe

Hatte ich schon lange nicht mehr, mal wieder eine Zusammenstellung, immer wieder faszinierend.

(via classicfm)

Philosophie des Konzeptualismus (Stanford Encyclopedia)

Die Stanford Encyclopedia hat einen Eintrag zum Konzeptualismus; ich sammle seit einiger Zeit Material für eine ‘Poetik’ des Konzeptualismus, wird aber noch dauern.

The philosophy of art addresses a broad spectrum of theoretical issues arising from a wide variety of objects of attention. These range from Paleolithic cave painting to postmodern poetry, and from the problem of how music can convey emotion to that of the metaphysical status of fictional characters. Until recently, however, philosophical interest in conceptual art, or conceptualism, has been notably sparse. Why? After all, both philosophy and the myriad of kinds and styles of art and art-making that fall under the conceptual tradition all have one thing in common: they are both intended to make you think and ask pressing questions. What are those questions and how do we go about answering them?

http://plato.stanford.edu/entries/conceptual-art/

(via Weltsicht)
(Foto via Disquiet)

10.000 Field Recordings

Natürliche Ressourcen, sozusagen:

http://1159sequoia05.fnr.purdue.edu/laselva/

This site contains 9,316 recordings made in 2008 at 24 sites in La Selva and the Braulio Carrillo National Park, Costa Rica. Data were provided by the TEAM Network of Conservation International, funded by the Gordon and Betty Moore Foundation.

http://wildambience.com/

Wild Ambience is a collection of pure nature soundscapes and beautiful wildlife sounds from around the world. Put some headphones on, close you eyes and relax to the sounds of an alpine meadow in the Himalayas, or immerse yourself in the pulsing rhythms of Borneo’s tropical rainforest. It doesn’t take long before you feel like you’re actually there!

(via mediatelepolis / mediatelepolis)

Ich werde mein Lieblingslied so lange hören, bis ich es hasse

Sätze zur Guantánamo-Playlist

Im Jahr 2008 wurde dank der Menschenrechtsorganisation Reprieve der Weltöffentlichkeit bekannt, dass die USA im Gefangenenlager in Guantánamo Bay, einem Stützpunkt auf Kuba, außerhalb des US-Staatsgebietes und daher außerhalb der eigenen Justiz, Häftlinge unter anderem mit dem unablässig wiederholten Abpielen lauter Musik folterten. Die Liste der verwendeten Stücke findet sich online.

Die Guantánamo-DJs haben den Neuen Konzeptualismus verstanden.

Die Guantánamo-Disko ist die ästhetische Antwort auf die Ästhetik der brennenden Türme.

Die Guantánamo-Playlist vollendet Bernhard Langs Differenz/Wiederholung-Reihe und Ravels Bolero.

Die Guantánamo-Musik macht Unhörbares hörbar.

Die Guantánamo-Playlist ist neben Punk-Gebet von Pussy Riot das einzige relevante Musikstück der Neuen Musik der letzten Jahre.

Die Guantánamo-Disko steht in der Reihe der klassisch-modernen Ballettmusiken; das Frühlingsopfer des 21. Jahrhunderts.

Das einzige Musikstück, das nicht auf der Guantánamo-Liste steht, ist 4‘33“.

Die Guantánamo-Playlist ist das Komplement zu 4‘33“.

Spiele die Guantánamo-Playlist so leise wie möglich ab, dass du sie gerade noch hörst.

Die Kategorien Dissonanz, Geräusch, Struktur, Material sind beinahe obsolet.

Der wichtigste Parameter des Neuen Konzeptualismus ist die Lautstärke.

Spiele die Playlist ab, mit der Lautstärke 0.

Es bräuchte einen Mitschnitt des Guantánamo-Konzerts. Er sollte auf CD, Schallplatte und als Mp3 käuflich erworben werden können.

Alle außer den Gefolterten kennen die Guantánamo-Musik nur als Konzept. Ihre Unhörbarkeit für uns ist das Komplement ihrer Lautstärke im Lager.

Der Rahmen / die Form der Guantánamo-Musik ist das Gefängnis und die Insel.

Inversion der Sirenen, deren Musik lockt – die Folterer binden die Gefolterteten an, damit sie die Musik nicht fliehn; ihnen soll etwas entlockt werden.

Das Geständnis ist der Applaus samt Bravo-Rufe. „Er hat gesungen.“

Diese Sätze sind der Versuch, das Bekanntwerden der Guantánamo-Playlist zu konzeptualisieren.

 

Johannes Kreidler Januar 2015

Scratching in Zeitlupe

Schönes Video eines DJs in Slow Motion. Als nächstes solche Bewegungen stilisieren.

(via kfm)

Essay über meine “Sheet Music”

Sophia Gustorff hat einen Text für die Schweizer Musikzeitung geschrieben, der sich mit meinen Sheet Music – Arbeiten befasst.

Kreidler aber hat seine Noten im Griff: Er verrückt Zeichen absichtlich, um Bewusstsein zu schaffen. Er komponiert, nur keine Klänge. Ist sheet music denn überhaupt Musik? Eine fast philosophische Frage, zu der Kreidler klar Stellung bezieht: «Musik muss auch mal raus aus der time-base. Musik ist nicht nur akustisch, sondern hat auch seine [sic!] visuellen Kontexte. Es ist dann immer noch Musik.» Tatsächlich suggerieren nur wenige der Bilder ein akustisches Moment. Kreidlers Antwort täuscht über die Komplexität der Sache hinweg, ebenso wie manches sheet über die seriösen Gedanken ihrer Verwandten: Eine Notenzeile, die sich über die gesamte Breite einer Leinwand zieht. Im vierten Zwischenraum liegt eine kreisrunde Note, sonst ist sie leer. «Asshole», lautet die Überschrift.

https://www.musikzeitung.ch/de/smz/aktuell/2014/12/stille/kreidlers-sheet-music.html#.VL7AxC6RhqF

Werktitel Hello / Hallo

Wieder mal ein schönes Stück von Alexander Schubert, das Videopiece “Hello”, gespielt vom Decoder Ensemble.

Von David Helbich gibt es wiederum die Werkreihe “Hallo” für Gitarre, hier #4:

Versteckte Grafiken in Spektrogrammen

Eine Sammlung von Grafiken, die in der Spektraldarstellung der Musik erkennbar werden, gibt es hier:
http://twistedsifter.com/2013/01/hidden-images-embedded-into-songs-spectrographs/

Daraus:

(“Stripes” by sippenaken)

(“Flow” by Disasterpeace)

(“Compass” by Disasterpeace)

(“Windowlicker” by Aphex Twin)

Danke für den Tipp, Leo!

Früher auf Kulturtechno: Beautiful Spectrograms