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Kategorie Kritik der reinen Vernunft

Janas gefühlte Geschichtsparallele

Wahrscheinlich fühlt sich Jana (22) jetzt sogar noch viel elender als Sophie Scholl, die wegen ihres Widerstands gegen NS-Massenmorde vom Staat lediglich hingerichtet wurde.
(Als Ordner auf einer Veranstaltung der Denkgegner feststellen, was für ein Quatsch das ist, ist eigentlich keine so krasse Leistung; aber wahrscheinlich sitzt er nächste Woche in Talkshows und man behängt ihn justament mit Bundesverdienstkreuzen.)
(Bemerkenswert auch, dass der >Störer< denn von mehreren Polizisten weggeführt wird, damit Jana weiter davon reden kann, dass sie sich fühlt wie Sophie Scholl.)

Schallplattencover aus der Hölle

Es gibt so viele.

(via Michael auf FB)

random conspiracy theory generator

Hatte ich vor Jahren schon mal, aber jetzt passt es.
Hier wird bei jedem Browser-Aufruf eine neue Verschwörungstheorie erzeugt. Futter für alle Paranoiker!

(via 11k2)

Mythos und Wirklichkeit

(via Sixtus auf FB)

Heinrich Heine über die Corona-Verschwörungstheorien, 1832

„Ich rede von der Cholera, die seitdem hier herrscht, und zwar unumschränkt, und die ohne Rücksicht auf Stand und Gesinnung tausendweise ihre Opfer niederwirft. (…)
Als die Emeute der Chiffonniers durch bewaffnete Macht gedämpft worden und die Cholera noch immer nicht so wütend um sich griff, wie gewisse Leute es wünschten, die bei jeder Volksnot und Volksaufregung, wenn auch nicht den Sieg ihrer eigenen Sache, doch wenigstens den Untergang der jetzigen Regierung erhoffen, da vernahm man plötzlich das Gerücht: die vielen Menschen, die so rasch zur Erde bestattet würden, stürben nicht durch eine Krankheit, sondern durch Gift. Gift, hieß es, habe man in alle Lebensmittel zu streuen gewußt, auf den Gemüsemärkten, bei den Bäckern, bei den Fleischern, bei den Weinhändlern. Je wunderlicher die Erzählungen lauteten, desto begieriger wurden sie vom Volke aufgegriffen…“

http://www.heinrich-heine-denkmal.de/heine-texte/cholera.shtml?fbclid=IwAR3VgH-p68ohFzgbJFwg-b2-WitWfMAkUDp6tmfkkJirybyoZzrgEl4lkZU

Every Scarlatti Sonata, ranked

Jeffrey Brown hat es getan.

Domenico Scarlatti (1685–1757) wrote a lot of Sonatas. [559] Fair enough: what else was there to do all day before Twitter was invented? Listening to all these pieces in 2020 proved another challenge. I’ll make no claim to have heard each work in monkish concentration, and I make no guarantees for the correctness of my observations. But, at least partially thanks to the social wasteland caused by the coronavirus, I really did hear the entirety of every single one. Now you don’t have to.

For my sanity, I’ve ranked the works by category, instead of giving each Sonata a unique number. For your sanity, I haven’t described every piece—instead, I’ve only included my notes which either added to the description from the category or which I otherwise found interesting or funny. I’ve also included some miscellaneous pieces on this list, bringing the total from the standard 555 to 559. I mostly listened to the Scott Ross harpsichord recordings, though sometimes I also heard them on piano. (Sue me.)

https://van-us.atavist.com/scarlatti-ranked?fbclid=IwAR0lcGhc43Esxlr6CZqtmKW5Np6NOjT4JBU_Y_gl_-38xbrUHVy_YGH2YIU

(via Arno auf FB)

Höhepunkte des Kapitalismus

Die Wahrheit über Balkendarstellungen von Ladevorgängen

Mit anderen Worten: Die Darstellung ist eigentlich immer Quatsch.

(via Tumblr)

Chants and Music from Black Lives Matter Protests, June 2020

Noriko Manabe hat einige Gesänge und Sprechchöre von den Straßen transkribiert.

I have been watching the protests over the internet with great interest, but I have not been able to join them in person, due to health concerns for household members during the pandemic. In the spirit of supporting the movement actively rather than passively, I am posting transcriptions of some chants and music that I am hearing in videos from the protests, so that protesters could use them.

https://medium.com/@norikomanabe/chants-and-music-from-black-lives-matter-protests-june-2020-af854e4b31fb

(via Seth auf FB)

Offener Brief der Gesellschaft für Neue Musik (GNM): „Senden Sie mehr Musik von lebenden Komponist*innen!“ Politik und Kultur

Offener Brief der Gesellschaft für Neue Musik (GNM) an die Intendant*innen, Hörfunkdirektor*innen/Programmdirektor*innen und Wellenchef*innen/Kulturchef*innen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona-Krise hat die Musikszene – insbesondere den Bereich der „Live-Konzerte“ – in be­sonderem Maße getroffen. Konzerte gehörten zu den ersten öffentlichen Veranstaltungen, die aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie untersagt wurden, und sie werden – so scheint es – zu den letzten gehören, bei denen die Verbote wieder gelockert bzw. aufgehoben werden.

Insofern kommt den Rundfunkanstalten in Deutschland derzeit eine ganz besondere Verantwor­tung für die Kultur zu, da das (analoge wie digitale) Senden von Musik derzeit der einzige Ort ist, an dem Musik noch präsentiert werden kann. Diese besondere Verantwortung für die Kultur haben alle Rundfunksender schon zu Beginn der Corona-Beschränkungen schnell wahrgenommen und teilweise vorbildlich umgesetzt. Hierfür gilt Ihnen allen unser größter Dank!

Die Gesellschaft für Neue Musik (GNM) – Sektion Bundesrepublik Deutschland der Internationalen Ge­sellschaft für Neue Musik (IGNM) – ist als Dachverband von 12 Regionalgesellschaften der Neuen Musik sowie mit weiteren über 300 Einzelmitgliedern und etwa 50 institutionellen Mitglie­dern aus allen Bereichen des Musiklebens die wichtigste Interessenvertretung der zeitgenössi­schen Musik in Deutschland.

Wir sehen aktuell die Notwendigkeit, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihre Ver­antwortung für die Kultur ausweiten auf eine Verantwortung auch für die Kulturschaffenden! Denn so bedauerlich es ist, dass die Musik von Beethoven, Mozart, Strauss oder Ligeti momentan nicht in Konzerten erklingen kann, trifft das die genannten Komponisten natürlich nicht mehr direkt. Einschneidend und existenzgefährdend sind die Maßnahmen jedoch für diejenigen, die als aktuell schaffende Komponist*innen und Interpret*innen davon selbst ganz unmittelbar betroffen sind.

Aus diesem Grunde fordern wir Sie auf:

Senden Sie mehr Musik von lebenden Komponist*innen!

Die Archive der Sender sind gefüllt mit großartigen Aufnahmen – Livemitschnitten der Rundfunk­sender, CD-Produktionen und vielem mehr –, deren Ausstrahlung gerade auch außerhalb der für die „Neue Musik“ vorgesehenen Sendeplätze den Kulturschaffenden eine Plattform und Öffentlich­keit bieten könnte, die ihnen derzeit im Live-Bereich so schmerzhaft entzogen wurde.

Nutzen Sie Ihre Infrastruktur, um der Freien Musikszene ein Forum zu bieten!

Überall in Deutschland sind die Musiker*innen und Ensembles der Neuen Musik dabei, mit Live-Streams von „Geisterkonzerten“, aber auch mit vielen äußerst kreativen neuen Formen der media­len Vermittlung zeitgenössischer Musik, die inhaltliche Lücke, die das Untersagen aller öffentlicher Konzerte bedeutet, zumindest ein wenig zu kompensieren. Nutzen Sie dieses kreative Potenzial, indem Sie die Ensembles in Ihre Studios einladen, um die Ergebnisse professionell zu produzie­ren! Oder schicken Sie Ihre Ü-Wagen, gezielt zu den Ensembles und Veranstaltern aus der Freien Szene, um mit Mitschnitten deren aktuelle Arbeit in Corona-Zeiten professionell zu dokumentieren und zu senden!

Wenn lebende Komponist*innen – insbesondere diejenigen der jüngeren und mittleren Generation – jetzt ein halbes Jahr (oder mehr?) die Präsentation ihrer Arbeit genommen wird, wenn Musi­ker*in­nen und Ensembles der Freien Szene, die keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben, die Möglichkeit genommen wird, ihre Arbeit zu präsentieren, dann sind die mittel- wie langfristigen Folgen unabsehbar.

Nehmen Sie die Verantwortung an! Fokussieren Sie ihren Kulturauftrag auch auf die Kultur­schaffenden! Legen Sie Ihren Fokus auf die Produktion und Ausstrahlung der Arbeit von lebenden Komponist*innen und von Musiker*innen und Ensembles der Freien Szene!

Sie haben die Möglichkeit, hier zumindest einen Teil der Öffentlichkeit wieder herzustellen, die diesen Gruppen durch die Veranstaltungsverbote entzogen wurde, und so dazu beizutragen, dass die Kultur auch nach „Corona“ noch so vielfältig, innovative und aufregend ist, wie wir alle es wünschen. Nutzen Sie sie!

Mit freundlichen Grüßen
Julia Cloot, Präsidentin der Gesellschaft für Neue Musik für den Vorstand

(via NMZ)