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Buchbesprechung „Musik mit Musik“ @NZfM

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Zeitschrift für Musik steht eine Besprechung meines Buches „Musik mit Musik“ (von Raphael Smarzoch).

Auf über 200 Seiten in mehr als zwanzig Essays diskutiert Kreidler in ‚Musik mit Musik‘ seine Ideen. Einige der Aufsätze wurden bereits veröffentlicht. Das Spektrum reicht vom musikwissenschaftlichen Fachmagazin bis hin zum gewöhnlichen Blogeintrag. Kreidler versteht es, sehr unterhaltsam zu schreiben. Auffällig ist ist der Tonfall des Komponisten, in dem er seine Leser zum Umdenken auffordert. Sein Sendungsbewusstsein ist ansteckend. Komplexe Zusammenhänge illustriert er in klaren Worten und schreibt humorvoll und packend.

http://www.musikderzeit.de/de_DE/journal/current/showarticle,35277.html

Orientalische Skalen

(via Alexander auf Facebook)

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Aphorismen des Tages:

 

F-Dur/C-Dur

Kommentar und Samenstoß

Die traurigste Bildung marginalisiert

Muskulöse Klangfarbe

Frühklassische Generalbassübungen

Schönberg
Familie
Transzendentalphilosophie

Die irrationalen Sammler des Denkens

Pantomime auf Schallplatte

Stille als ästhetische Qualität (=Musik) ist eine Frage der Inszenierung. Sei es mit der Bezeichnung als Trauermarsch für einen verstorbenen Tauben, sei es als virtuose Notation von Pausen (Schulhoff) oder als strenge zeitliche Form (Cage).
Noch eine Möglichkeit: Als Dokumentation stiller Bewegungen. Kein Witz, 1971 kam die stille Kunst des Pantomimen Marcel Marceau auf Schallplatte heraus.

Label copy for each one: ’1. Silence — 19:00 2. Applause — 1:00.’

(via Kotzendes Einhorn)

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Aphorismen des Tages:

 

Der Urteilskraft verfallen

Auch vom Melodieinstrument gegeben

Geschwindigkeit beim Glücksbegriff

Hans’ Zustand 46-50

Beantwortung von Beethoven

Der ehemalige Mitarbeiter der DDR

Das Kammerorchester bestraft mit Lösungen

Johannes Kreidler: Der „Weg der Verzweiflung“ (Hegel) ist der chromatische.

Von meinem Stück, das dieses Jahr bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt wurde, gibt’s jetzt ein Video und eine Radio-Version.

Radio-Version:

Es spielt das Nadar-Ensemble unter Daan Janssens.

Programmtext, Partitur etc.:
http://www.kreidler-net.de/werke/verzweiflung.htm

„Bodybuilding“ von Serge Baghdassarians und Boris Baltschun

Bei den diesjährigen Donaueschinger Musiktagen ging der Karl Sczuka-Preis für Hörspiel an die Produktion „Bodybuilding“ von Serge Baghdassarians und Boris Baltschun. Und das völlig verdient, ein sehr ausgeklügeltes Stück, das um eine Straßenaufnahme in Rio de Janeiro kreist.

http://www.ohnetitel.org/bodybuilding.mp3

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Aphorismen des Tages:

 

Die tiefe D-Dur-Sonate

Tonika-Kunstwerk

Zwischen Mondrians Vielstimmigkeit entziffern

Die Gefahr Bachs

Am Leiden zweifeln

Orchester 1970-71

Die schwedische Dynamik Heideggers

Crowdfunding und Neue Musik

Vor einiger Zeit ging diese Nachricht um, ich hatte’s verpasst, hier zeitnah zu posten: Der Pianist Samuel Vriezen ruft zum Spenden auf für eine Einspielung des „Chord Catalogue“ von Tom Johnson, einem in Deutschland noch viel zu wenig bekannten Minimalisten.

Erfreulicherweise hat Vriezen mittlerweile das nötige Geld auf diese Weise eingenommen (man kann aber bis übermorgen noch spenden!). Ich möchte aber jetzt ein paar Gedanken zu Crowdfunding und Neue Musik loswerden:

Erst einmal ist es ja eine gute Nachricht, dass ein extrem sperriges Werk wie das von Johnson auf diese Weise zu einer professionellen Einspielung gelangen kann. Es fragt sich jedoch, ob sich das dem Pioniercharakter des Projekts verdankt – der erste bekommt noch viel Aufmerksamkeit, wenn allerdings in Zukunft (vielleicht) ständig irgendwelche CD- und Konzertprojekte um die Spendergunst buhlen, läuft gar nix mehr. Hoffen wir, dass dem nicht so ist. Ein anderes Problem ist: Wenn in Zukunft viele derartige Projekte Spender suchen, dann gewinnt der, der das populärste macht, bzw. der, der am meisten Zeit, Energie und wiederum Geld in die Werbung fürs Crowdfunden investiert. Das hat aber auch wieder sein gutes: Die Kreativität in Sachen Projekt-Bekanntmachen wird angeheizt. Ist doch schön, wenn es lauter solche Filmchen gibt, in denen die Vorzüge eines ambitionierten Projekts gezeigt werden, und es hat auch etwas persönliches, man sieht die beteiligte(n) Person(en). Aber ist halt Arbeit, mit ungewissem Ausgang. Man darf gespannt sein.


Ich habe einmal ein ähnliches Stück komponiert: sämtliche 680 möglichen dreistimmigen Akkorde im Ambitus einer Duodezim. Im Unterschied zu Johnson jedoch in zufälliger Reihenfolge.

(aus 4 konzeptuelle Stücke)

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Aphorismen des Tages:

Situation
Ton
Denken

Tonpsychologie 33-53

Identifikation nicht-ästhetischer Faktoren

Weltgeschichte wird gefunden

Professor für Chaos

Abschiedsformel der Arbeiter

Orientalisierung heißt: 7377-7841

Musik aus Blindenschrift

Luiz Henrique Yudo übersetzt Wörter der englischen Sprache (eines bestimmten Anfangsbuchstabens in lexikalischer Reihenfolge) in Blindenschrift. Die sogenannte Brailleschrift ist auf drei Linien notiert; diese drei Linien sind dann die Notenlinien, der Ausführende kann den Linien selber Klänge zuordnen (und im Laufe des Stückes ändern).
Das Video erklärt’s am Anfang; dann hören wir 18 Minuten lang Wörter, die mit J beginnen. Schöner Buchstabe.

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Aphorismen des Tages:

 

Das dauerhafte Niveau der Vieldeutigkeit

Versuch dieser Komposition

Technik der Liedformen

Emigrationskurzschlüsse

Fähigkeit
Modulation
Verschnaufpausen

Gamelanklänge in Unterhaltungsmedien

Form ist hineingezwängte Sexualität

Weiteres Video der Protestaktion in Donaueschingen

Jemand hat vom Zuschauerraum aus ebenfalls die Protestaktion der GNM beim Eröffnungskonzert der diesjährigen Donaueschinger Musiktage gegen die Fusionierung der beiden SWR-Orchester gefilmt.

Plattenspieler geröntgt

Nicolaus A. Hubers gesammelte Schriften heißen „Durchleuchtungen“ – die Musik durchleuchten. Ich finde immer gut, wenn Metaphern dann auch mal wieder wörtlich genommen werden.

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(via mursuppe)

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Aphorismen des Tages:

Sinn
Bedeutung
Prozesse

Ich habe Beethoven bloß aufgezählt

Die dominante Phase 239-243

Begriffsbestimmung, genährt an Ausrufen

Nicht aber Weberns Koeffizienten

Bagatellen des Individuums im zeitgenössischen Roman

Vibratoliste

Fremdarbeit @Positionen

In der aktuellen Ausgabe der Positionen ist ein Gespräch zwischen Carolin Naujocks und mir über das Stück Fremdarbeit abgedruckt.

http://www.positionen.net/inhalt_pos.php?Heft=93