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Wahrheit in der Philosophie

(via Philosophy Matters auf FB)

Verhöhnungsmasken für Sträflinge

Public humiliation masks worn by criminals for minor crimes, 16th and 17th century.
#Fasching

(via Toast)

Meine Lecture-Performance „Kein Konzept ohne Konzeptualismus“ online

„Kein Konzept ohne Konzeptualismus“
Performance-Lecture an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, 15.1.2019.
Video-Mitschnitt in der Mediathek der mdw

https://mediathek.mdw.ac.at/?pId=74&v=$1$0QJpTMjK$eCEBiz3b1xZXSILaPVdtX/

100x Für Elise

Habe daraufhin das hier konzipiert:

Erik Carlson hat mit seiner Eroica-Eröffnungsakkord-Compilation seinerzeit das Genre des historisch-sequenziellen Interpretationsvergleichs als Konzeptmusikstück begründet. Man hat dann auch Strawinskys Sacre-Akkorde gleichermaßen gereiht, jüngst Arno Lücker erst die berühmten höchsten Töne der Königin der Nacht kompetitiv versammelt, dann das Für-Elise-Einleitungsgedudel in zig Einspielungen aneinandergeschmiegt.
So weit, so schön. Hm, geht da noch was? Nach einigem Grübeln die Einsicht: Nee, das war’s, der Drops ist gelutscht. Ok, Tristanakkorde gäbe es noch, oder Beethovens Schiksalsmotiv in 2000 Interpretationen einem um die Ohren gehauen oder Bachs Initialmordent seiner berühmten Toccata d-moll, auf etlichen Kirchenorgeln angeschlagen (einfacher oder mehrfacher Triller?), endlos hintereinandergesetzt, aber, hm, das sind nur noch Schmankerl, das Konzept selber ist durch.
Nein! Eins gibt‘s doch noch, was da gemacht werden kann, soll und muss – keine prominente Stelle, kein berüchtigter klanglicher Moment, kein sagenhafter Akkord, nein, es handelt sich um Takt 48 aus Beethovens Klaviersonate A-Dur op. 2,3. Was diesen Takt 48 so auszeichnet, gerade ihn wert macht, in Dutzenden Interpretationen zur minimal-music-artigen Abfolge zusammengeklebt zu werden in mühevollstem Recherchieren, Downloaden, Schneiden, Kompilieren und Beschriften? Gar nichts. Es ist ein völlig banaler, isoliert gehört absolut belangloser Takt aus einer der unbedeutendsten Sonaten des Meisters. Rein zufällig wurde er ausgewählt, es hätte genau so gut auch Takt 276 aus der Klaviersonate Es-Dur Op. 7 sein können oder jeder andere. Kurzum: Der Passus ist an sich überhaupt nichts, ein musikalisches Leichtestgewicht. 147 Interpretationen davon aus dem Zeitraum 1920-2020:
[verworfen]

Sämtliche Melodien

Eine Idee, die (wirklich!) ich schon 2008 hatte in Folge der GEMA-Aktion: Sämtliche möglichen Melodien im gängigen tonalen Spektrum vom Computer berechnen lassen und sie dann urheberrechtlich schützen lassen. Hab ich dann doch nicht gemacht, weil die Sache den Pferdefuss hat: Dann sind darunter natürlich schon haufenweise Melodien, die bereits geschützt sind.
Jedenfalls hat Damien Riehl dieses Konzept umgesetzt, erzählt er.

(via kottke)

Marx‘ unbekannteres Manifest

(via Wendelin auf FB)

Alphabetized Winterreise – die Realisierung

Vor Jahren hatte ich hier Erik Carlsons alphabetisch geordneter Winterreise – damals nur als Noten. Arno Lücker besorgt nun endlich das Arrangement. Klassiker des Neuen Konzeptualismus.

Der US-amerikanische Komponist und Geiger Erik Carlson ist erstens völlig unterschätzt, zweitens sehr nett – und drittens hat er einfach tolle Ideen. So hat er vor einiger Zeit Franz Schuberts „Winterreise“ sortiert – und zwar so, dass er alle Worte des gesamten Zyklus‘ in die korrekte alphabetische Reihenfolge gebracht hat.
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Ich habe nun in Absprache mit Erik angefangen, dieses Projekt zu realisieren. Vorerst noch nicht live, sondern mit Hilfe der „Winterreise“-Aufnahme von Ian Bostridge und Leif Ove Andsnes aus dem Jahr 2000. Dazu musste ich – da sollte mir Erik nicht helfen – jedes einzelne Wort aus dem jeweiligen einzelnen Lied heraushören und entsprechend schneiden. Ein wahres Schneidevergnügen. („Schneiden tut weh“).

(to be continued)

(via BadBlog)

BarcodeTechno

könnte ein Genre werden

(via kfm)

from the whole notes series

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