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Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder

“Nicht zu ersetzen durch elektronische Formen sind dagegen die Belletristik und auch das Lehrbuch. Nach wie vor ist niemand in der Lage, einen Text auf dem Bildschirm länger als drei Minuten zu lesen, und zwar so zu lesen, dass er ihn auch behält, dass er sich im Gedächtnis einprägt, und nach Tagen, Wochen, Monaten oder auch nach Jahren mehr oder weniger abrufbar ist.” [Klaus G. Saur in der Welt]

Genau, und alle wollen weiterhin die Album-CD in der Hand halten…

“Da ist etwas grundfaul”

In einem SZ-Interview, das auf Immatriblog online ist, legt Martin Kretschmer dar, wieso die geplante Verlängerung der Tonträgerschutzfrist nur den Plattenfirmen dient und der Kreativität definitiv im Wege steht.

Google Bildsuche bald nicht mehr in Deutschland?

Baynado berichtet, dass ein Künstler erfolgreich gegen die Google Bildsuche geklagt hat. Die Google-Bildsuche darf seine Bilder nicht mehr zeigen:

“Meine Menung ist ganz klar, wer seine Bilder online stellt gibt ein stückweit seine Rechte ab. Es ist absurd eine Suchmaschine dafür zu verurteilen, dass sie einen Besucher auf die eigene Seite schleust.
Es ist eine Beziehung die den Urheber nicht übervorteilt. Im Gegenzug zu seinen Werken, erhält der Urheber Besucher auf seinen Seiten, die eventuell sogar etwas kaufen, also wo ist das Problem?
Ich kann gar nicht nachvollziehen, warum jemand so seinen Erfolg sabotieren möchte.”

Etwas anderes ist aber, dass Google durchaus z.B. in die Künstlersozialkasse mehr einzahlen dürfte, wie es Meike Richter fordert.

Die Qualitätsdebatte

ist nun endlich eingeläutet. Marcel Reich-Ranickis Vorstoß dürfte sich schon herumgesprochen haben, Elke Heidenreich hat aber noch nachgelegt:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EE91B6E359E494E34BE66891A5D35B7AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Tschüß Musikantenstadl!

“Das Zwischeninitial ist der Doktortitel des kleinen Mannes“

habe ich gerade bei Spreeblick gelesen und weiß nun endlich genau, warum ich die Dinger nicht mag. Meinen Eltern ist Gott sei Dank kein zweiter Vorname eingefallen und somit heiße ich Johannes Kreidler und nicht Johannes B., Johannes M. oder sonst irgend ein L.M.A.A. Kreidler. Das ist gut so.

(Ich erinnere mich noch mit Schrecken, wie in der Schule bei der Ausgabe der Zeugnisse, auf denen vorne immer der vollständige Name steht, einem Klassenkameraden der zweite Vorname “Adolf” geoutet wurde.)

Demo gegen den Überwachungsstaat

Ich war dabei. Ersten Angaben nach waren 50.000 Demonstranten auf dem Alexanderplatz. Mein Favorit unter den Transparenten: Stasi 2.0 – [Karikatur von Schäuble im Rollstuhl] – Stoppt den Mielke auf Rädern!

Das Foto ist so verwaschen weil ich es tatsächlich geschafft habe, meinen Digicam-Dino von Anno 2002 zu reanimieren.

Glückwunsch, die Herren!

Der Erfinder des Geiger-Zählers hat am selben Tag Geburtstag wie David Oistrach.

(via kulturnation.de)

Intelligentes Navigationsgerät:

Jörg Haider bei Autounfall getötet.

Über den Zusammenhang von ästhetischen Krisen und medialen Umbrüchen

Heute in einer Kulturtheorie von 1932 gelesen. Dort wird geäußert, dass das “Lichtspiel”, also das Kino, nicht eigentlich das Theater in eine Krise manövriert, sondern nur eine ohnehin existierende, inhaltliche Theaterkrise verschärft hat. Dem wäre auch aktuell bei der Musikindustrie nachzuspüren, inwieweit das Modell der Album-CD inhaltlich nicht mehr zukunftsträchtig geworden ist und stilistisch der Innovationen entbehrte, während die Mp3s im großen Stil der Industrie das Monetenwasser abgrabten.

Wahrscheinlich wirkt beides aufeinander ein. Der Film hat ja nicht über Nacht die Welt erobert, sondern brauchte fast ein Vierteljahrhundert, bis er Kunstform war.

Kreidler@lively

Natürlich wird das virtuelle Wohnzimmer von Schäuble überwacht ;)