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Ulrich Kreppeins Kritik am Konzeptualismus

Der von mir geschätzte Komponistenkollege Ulrich Kreppein hat eine umsichtige Analyse / Kritik am gegenwärtigen Konzeptualismus in der Neuen Musik geschrieben, veröffentlicht in den MusikTexten.

Snip:

Die Bedeutung allerdings, die konzeptueller Kunst momentan zukommt, ist nicht nur Phänomen, sondern auch Symptom eines bestimmten Kunstverständnisses. Konzeptkunst kommt nämlich – und man mag darüber diskutieren ob das nur ein Missverständnis ist – dem oben beschriebenen Bedürfnis, einer komplexen, langwierigen Kunsterfahrung eine weniger mühsame Alternative entgegen zu setzten, allzu bereitwillig entgegen: der Verkürzung eines großen, widersprüchlichen Ganzen. Nur, dass in diesem Fall ein kulinarischer Ausschnitt durch eine spannenden Idee ersetzt wird. In beiden Fällen aber bleiben Parzellen statt Erfahrungen, und das ist eben doch mehr als nur eine zufällige Gemeinsamkeit.

(Der Text steht online: http://musiktexte.de/WebRoot/Store22/Shops/dc91cfee-4fdc-41fe-82da-0c2b88528c1e/MediaGallery/Kreppein.pdf)

Ich teile/bin einverstanden mit/interessiere mich für viele der Beobachtungen, weniger aber deren Wertung. Mit Kreppeins Argumentation könnte man auch die Aphoristik Weberns oder die Fragmentästhetik Nono’scher Provenienz als „Häppchenkultur“ verunglimpfen.
Mir fehlt bei dem Ganzen eine Dimension, die sich aufzeigt, wenn man den Text mit der lakonischen Antwort konfrontiert: „Einigen wir uns darauf, du machst einfach deins und ich mach meins, okay?“ Hindert jemand Kreppein an der Ausübung seines Musikideals? Wenn ja, wer? Oder warum schreibt er eigentlich über eine Musik-/Kunstrichtung, die sehr weit von seiner eigenen Arbeit entfernt ist?

(Siehe auch meine Fußnote 27 in Der erweiterte Musikbegriff)

Vintage Drum Kits

Philosophie (Symbolbild)

(via pseikow)

Stairway to Heaven mit Handquietschen gespielt

(via BoingBoing)

Initialen von Musikstücken (in der Renaissance)(1)

Fangen wir mit A an. Die ganze Serie ist NSFW.

initial ‘A’ (‚Ave Regina Caelorum’ – ‚Hail, O Queen of Heaven’)
chansonnier, Bruges 1542
Cambrai, Bibliothèque municipale, ms. 126B fol. 132v

initial ‘A’
Chansonnier of Zeghere van Male, Bruges 1542
Cambrai, Bibliothèque municipale, ms. 127B fol. 23r

(via discarding images / discarding images)

Patrick Franks „Theorieoper“ Freiheit – die eutopische Gesellschaft

Eine bemerkenswerte, sicher auch weil sehr angreifbare Arbeit bei den Donaueschinger Musiktagen 2015 war Patrick Franks „Theorieoper“ Freiheit – die eutopische Gesellschaft, unter Mitkomposition von Martin Schüttler und Trond Reinholdtsen. Jetzt online:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLm029b4Ts4tFwkwS4rdDCtzI6TeZLxy-E

Die erste elektronische Musik in einem SF-Film

Theremin = Außerirdische. 1951.

Wikipedia:

Besondere Aufmerksamkeit fand die Filmmusik von Bernard Herrmann, der eine ungewöhnliche Instrumentation (ausschließlich Blechbläser, zwei Harfen, zwei Klaviere, drei Vibraphone und drei elektrische Orgeln sowie drei elektrisch verstärkte Solostreicher und zwei Theremins) einsetzte, um einen futuristischen Effekt zu erzielen. Es war zwar nicht, wie manchmal behauptet wird, die erste Verwendung des Theremins für einen Film – schon in Hitchcocks Ich kämpfe um dich ist eines zu hören – aber der Einsatz des Theremins in Science-Fiction-Filmen wurde nach Der Tag, an dem die Erde stillstand so populär, dass es auch in der Filmmusik der SF-Hommage/-Parodie Mars Attacks! Verwendung fand.

Wesentlich fortgeschrittener im Klangdesign ist dann „Forbidden Planet“ von 1956:

Die meines Wissens allererste Science-Fiction-Musik ist übrigens von 1777.

Manifest dafür, dass Künstler machen müssen was sie wollen

Lecture-Performance in der Bar des Deutschen Theaters Berlin
Konferenz der Dramaturgischen Gesellschaft
30.1.2016
Mitwirkung: Sebastian Hanusa

Schuberts Winterreise während Gehirntumor-OP singen

Jetzt geht es aber doch zuweit mit dieser Performance-BodyArt-Bewegung..

Professional singer Ambroz Bajec-Lapajne sang opera during neurosurgery for a brain tumor, at his physicians‘ request so they could monitor his singing ability and „avoid deficits after the procedure,“ he writes.
Keeping patients awake during brain surgery is common to reduce risk of complications or damage later. From Bajec-Lapajne’s YouTube post:

„I sing two (first and last) couplets of Schubert’s lied “Gute Nacht”: the minor – major transition in order to see if I can still recognise the key change. All is fine until min. 2:40 when things start to get very interesting… It’s been more than a year since and I’m doing fine, continuing my professional singing career….“

(via usernamealreadyexists)

Franz Liszts Ungarische Rhapsodie #2 in amerikanischen Zeichentrickfilmen

Scheint da geradezu ein Topos zu sein. (Wikipedia, Abschnitt „in popular culture“)

Mehr / ausführlicher davon bspw hier: