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product placements @ZDFinfokanal: Elektrischer Reporter

In der neuesten Ausgabe des Elektrischen Reporters geht es um Urheberrecht in digitalen Zeiten. Unter anderem mit meiner Aktion product placements, 70200 GEMA-Formulare für ein 33sekündiges Musikstück.

Vorratsdatenspeicherung dient dem Schutz der Menschenwürde

Das meint tatsächlich der Passauer Rechtsprofessor und “Internetrechtler” Dirk Heckmann.
Ich danke für eine gänzlich unnötige weitere Bestätigung der Notwendigkeit meiner Call Wolfgang – Aktion.

Hier noch die besten Thesen-Vorschläge an Herrn Heckmann aus dem heise-Forum zu dem Thema, für die er mit seiner Faktenresistenz prädestiniert zu sein scheint:

Rauchen kann auch gesund sein
Einbuchten bringt Freiheit
Die Berliner Mauer war ein anti-imperialistischer Schutzwall
Todesstrafe schützt Leben
Für eine friedliche Nutzung der Atombombe
Sexuelle Aktivitäten schützt Jungfräulichkeit
Der Eingriff in die Privatsphäre dient zum Schutz der
Privatsphäre
Stalking dient dem Schutz der Frauen
Extreme Blödheit verhindert Job als Rechtsprofessor

Call Wolfgang – terrorist generated content

Die neue Aktion ist online:

Call Wolfgang
terrorist generated content

Installation / Netzaktion
Zwei Computer telefonieren via VoIP miteinander und generieren automatisch Terrorabsprachen zur Herausforderung des BKA.

http://www.kreidler-net.de/call.html

Weg mit den Banken!

Sehr schöner Film, der aufzeigt, wie absurd das weltweite Geldsystem ist und dass ein Kollaps nur die Frage der Zeit ist. Wenn dann nur die richtigen Konsequenzen gezogen würden. Mein Geschichtslehrer pflegte zu sagen: Der Kapitalismus braucht eben hin und wieder einen Krieg, um wieder gesundzuschrumpfen. Das ist das Schlimme, nach dem Kollaps funktioniert das System wieder eine Weile – Oder die wie die Titanic schreibt: Der Kapitalismus hat mal wieder seine Tage.

Der Fall Andrej Holm

“Und plötzlich bist du Terrorist” heißt eine Sendung vom SWR2 über Andrej Holm, der wegen Terrorverdachts observiert und inhaftiert wurde und auf den ich mich in meiner kommenden Aktion “Call Wolfgang” beziehen werde.

Im Sommer letzten Jahres stürmt ein Spezial-Einsatz-Kommando die Wohnung des Soziologen Andrej Holm. Er sei der Kopf der linksextremistischen Organisation “militante gruppe”, in deren Namen in Berlin und Brandenburg Brandanschläge verübt wurden, lautet der Vorwurf. Über ein Jahr werden Holm, seine Lebensgefährtin und die zwei Kinder observiert. Obwohl die Indizien der Bundesanwaltschaft sich nicht erhärten lassen und selbst der Bundesgerichtshof die Vorwürfe als “bloße Vermutungen” bezeichnet, wird die Familie weiterhin beobachtet, werden Kameras installiert, folgen die Ermittler Holm täglich zur Arbeit mit einer Überwachungslogik, die scheinbar nicht mehr aufzuhalten ist.

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben/-/id=660174/nid=660174/did=4129070/1md6jz7/index.html

Mediathek:
http://mp3.swr.de/swr2/leben/2008/12-01/swr2leben20081201_ploetzlich_terrorist.6444m.mp3

via

Blonde Street

Endlich ist nun Leowee Polyesters legendärer Boulevard-Streifen Blonde Street mit Kreidlers Darsteller-Debüt online:

Produktion: _himbeergeist: Berlin 2007
Regie/Drehbuch: Leowee Polyester

Wenn Zuhälter-Frankie und Schlumpfine mit einem stöhnenden Rollkoffer
durch urbane Schauplätze zockeln, erregen sie damit – was? Die
Öffentlichkeit? Oder nur sich selbst?
Alle reden über Sex. Wir reden über das Gerede über Sex. Am
Konferenztisch sitzen neben dem bizarr klischierten Gespann aus dem
Rotlichtmilieu ein Consultant, ein Sozialwissenschaftler und eine
Romancienne. Ist das nicht VERDAMMT BILLIG?

Venusboy in Furs

Die Verbaleskapaden einer alternden Diva bruchlanden auf dem hypnotisierenden Klang-Tablet ihres Venusboy in Furs…

text/dramaturgie/wort-performance: leowee polyester | elektronik/tablet: johannes kreidler | sopran: franziska rummel | fotos: danny kurz, berlin 2007-08

Jetzt online zum Lesen & Hören:

http://www.himbeergeist.net/hoeren/audiodrama/venusboy.htm

London @Kiel #2

Gerade schreibt mit der Festivalleiter Andy, dass der Ton nicht zu laut war, wie ich in vorigem Post befüchtete. Gut!
Außerdem weist er mich noch auf folgende Notiz (bei ca. 2/3 der Seite) hin, aus der ich zitiere:

Zehn Minuten dauert LONDON und die repräsentierten Fetische entstammen der “smoking fetish”-Subkultur (en passant auch Bein/Nylon-Erotik) wo Damen eben lasziv Zigaretten rauchen, den Qualm ggf. einem sub entgegenhauchen (hier nicht) mit all der phallischen Symbolik und der ‘Sünde’ die durch die Nichtraucherschutzgesetzgebung aktuell verstärkt wird. Wenn die drei Ladies im Portrait ganz groß von der Leinwand auf den Zuschauer herabblicken mag man Arroganz annehmen. Die Sounds dazu sind “gewöhnungsbedürftig”. Eine Frau meinte, er will die Bilder konterkarieren, einer meinte, er will den Zuschauer eben leiden lassen. Es gab auch die Assoziation, dass der Tonrhythmus einem Atmen (des implizit anwesenden subs unter einer Gasmaske) entsprechen könnte (was zu Rauchen/Atmen doch passen würde).

In der Tat liegt die letzte Meinung richtig, das Rauschen soll ein beschwertes und “süchtiges” Atmen darstellen. Aber der hektische Rhythmus der Tonspur konterkariert natürlich auch die ruhige, sinnliche Stimmung der Bilder. Mir geht es um die Spannung zwischen Beidem.

London @FetischFilmFestival Kiel – Besprechung

Eine schöne Kritik der Vorführung von London findet sich auf dem Weblog von Domenique von Sternenberg, verfasst von ihrem >Sklaven<:

http://blog.domenique.ch/2008/11/23/london/

Ich zitiere:

“Und trotzdem, der Soundtrack ist kaum auszuhalten. Meine Gebieterin ist kurz davor sich die Ohren zuzuhalten und meint zur ganzen Übungsanlage nur ganz trocken: «Da geht es offensichtlich darum herauszufinden, wie lange man sich von der Tonspur quälen lässt um den «Smoking Ladies» noch etwas zuzusehen». Als Fachfrau für quälend erotische Arrangements muss Sie es wissen. Dem hat der Sklave nichts mehr hinzuzufügen.”

Nun ja, der Ton hätte nicht übermäßig laut sein müssen, das ist keine Intention des Stückes. Ansonsten: sind mir die Reaktionen auf den Film gründlich wurscht, außer dass ich sie gerne in den Raum stelle.

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Elke Heidenreichs Sendung geht weiter, und zwar auf dem besten Sendeplatz überhaupt, dem Internet. Dann kann die Sendung endlich auch ich sehen, der ich noch nie einen Fernseher besessen habe.

Link: Lesen ! Gast: Campino - www.litcolony.de