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Kategorie Technologik

Der erste Sprachsynthesizer (1939)

Considered the first electrical speech synthesizer, VODER (Voice Operation DEmonstratoR) was developed by Homer Dudley at Bell Labs and demonstrated at both the 1939 New York World’s Fair and the 1939 Golden Gate International Exposition. Difficult to use and difficult to operate, VODER nonetheless paved the way for future machine-generated speech.

Vielen Dank für den Tipp, Michael!

Fehlerästhetik #2: visuelle Artefakte / Glitches


Glitch Art

Wikipedia:

[…] In der Elektronik bezeichnet man mit Glitch [glɪtʃ] eine kurzzeitige Falschaussage in logischen Schaltungen. Diese tritt auf, weil die Signallaufzeiten in den einzelnen Gattern niemals vollkommen gleich sind. Die Anfälligkeit für Glitches steigt mit der Komplexität der Schaltungen, kann aber auch bereits bei sehr einfachen Schaltungen vorhanden sein. Sie stellen ein wesentliches Problem bei der Entwicklung moderner elektronischer Schaltungen und schneller Mikroprozessoren dar.

[…] Als Glitch [glɪtʃ] wird in der Fernseh- und Videotechnik eine kurzzeitige Falschausgabe von Bild- oder Toninhalten bezeichnet, ähnlich den Glitches in der Elektronik.

Diese Fehler treten häufig beim Spulen innerhalb eines Filmes bzw. beim Wiedereinsetzen des Filmes nach einem Spulvorgang auf, wenn die benötigten Daten nicht schnell genug zwischengespeichert und wiedergegeben werden können.

Ebenfalls entstehen Glitche(s) beim Interpolieren von einzelnen Datenbestandteilen des Signals, welche bei einem Kopier- oder Übertragungsvorgang verfälscht oder ausgelassen wurden.

Im Bild wirkt sich das durch vemehrte Artefaktbildung oder gar andersfarbige Klötzchenbildung aus. Beim Ton kann es zu störenden Verzerrungen der Frequenz oder Nebengeräuschen kommen.

Fehlerästhetik #1: Glitches, Clicks & Cuts

Heute beginnt eine zwölfteilige Reihe, die über die nächste Zeit verteilt hier erscheint. Thema ist die ‚Fehlerästhetik‘ in Musik und visueller Kunst. Das Thema ist interessant und reichhaltig, aber Ziel der Abhandlung ist eine Kritik. Los geht’s erst mal mit Materialsammlung. Heute: Glitches, Clicks & Cuts in der Musik. Gemeint sind typische Fehler in der Produktion von elektronischer Musik – Klickgeräusche, gegenmetrische Schnitte und andere Störelemente wie zB ein Hänger in der CD (siehe auch Wikipedia). Die Ästhetik wurde in den letzten beiden Jahrzehnten exzessiv durchgeführt, hier nur ein paar wenige Beispiele:

http://hoteldiscipline.net/wp-content/uploads/2008/10/careless-semantics-12-reasons-to-live.mp3

Glitch music caused by a Game Genie. The code used actually affects all the music in the game, but most of the music in this video is in World 1. It also makes some of the sound effects sound more Atari 2600 like.

Zeichenmaschine malt Zeichenmaschinen

Selbstportrait: Pablo Garcia lässt eine Zeichenmaschine Zeichenmaschinen seit Dürer zeichnen.

(via exinfoam)

Flötenmaschine

a picture of the Flute Playing Machine

The Flute-playing Machine(1979-82)
Alto flute, range g to g‘, blower, electro-magnets, electronics.150cm high.

On the right is the blower encased in its soundproof black box. On top of it is a valve that admits the air into the mouth piece of the flute. The horizontal brass tube is an especially made alto flute with a range of g to g‘. It is fitted with 12 electro-magnetic keys corresponding to the fingers of a human player. The diagonal slide on the right guides the music roll over a row of 15 photocells. Their signals are amplified by circuitry in the box below the flute and operate the keys and the air valve. The box below that contains the power supplies and the speed controller for the blower motor.

Martin Riches baut schon seit langem Instrumentenmaschinen (hier der Motormund). So sieht dann zB die Partitur für die Flötenmaschine aus, und darunter was dem in normaler Fünfliniennotation entspräche:

Flute Playing Machine: a score

Leider habe ich kein Klangbeispiel gefunden. Es wäre ja sehr interessant, ob man damit, vergleichbar Conlon Nancarrows Studien für mechanisches Klavier, unspielbar virtuose Flötenmusik auf der Maschine spielen könnte (und dann ein Duo für Player Flute und Player Piano).

Hypergeographie

Hyper Geography (2011) von Joe Hamilton.

(via The New Aesthetic)

Der stillste Ort der Welt

Ein wahrhaft „stilles Örtchen“: Der echolose Raum in den Orfield Laboratories, South Minneapolis.


Photo: Steven Orfield/Orfield Labs

If you think that loud noises drive you mad, try this quiet room for a change.

The anechoic chamber at Orfield Laboratories in South Minneapolis, certified as the quietest place on Earth by the Guinness World Records, is so quiet that the longest anyone has survived being in there is just 45 minutes:

‘When it’s quiet, ears will adapt. The quieter the room, the more things you hear. You’ll hear your heart beating, sometimes you can hear your lungs, hear your stomach gurgling loudly.

‘In the anechoic chamber, you become the sound.’

And this is a very disorientating experience. Mr Orfield explained that it’s so disconcerting that sitting down is a must.

He said: ‘How you orient yourself is through sounds you hear when you walk. In the anechnoic chamber, you don’t have any cues. You take away the perceptual cues that allow you to balance and manoeuvre. If you’re in there for half an hour, you have to be in a chair.’

Erst Recht Horror wäre dieser Raum für Tinnitusgeplagte (wie mich). Da sag noch einer „Musik als existenzielle Erfahrung“!

(via Neatorama)

Grammophonkonzert im Beethovensaal (1889)

Unbekannter Maler: „Grammophonkonzert im Beethovensaal“ (1889) (Ausschnitt).
Das Original liegt nicht vor, eine Reproduktion stammt aus dem Bildarchiv Marburg. Abgedruckt in: Musik-Konzepte XI/2008, S. 182.

Das Bild war ironisch gemeint, es sollte die Anti-Utopie von Lautsprechermusik im Konzertsaal darstellen.

Nietzsche tippt Schreibmaschine

Noch bevor die Schreibmaschine ihren Durchbruch hatte, benutzte Friedrich Nietzsche bereits eine Zeitlang eine.

„Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken.“
(vgl. ICH SCHREIB NICHT MIT DER HAND ALLEIN, / DER FUSS WILL STETS MIT SCHREIBER SEIN – / FEST FREI UND TAPFER LAEUFT ER MIR / BALD DURCH DAS FELD BALD DURCHS PAPIER.“)

Und der berühmte „Freud’sche Vertipper“:

http://www.stephan-guenzel.de/Texte/Guenzel_Nietzsche-SM.pdf

Update: Frühe Ascii-Art (1948) – Dank an Anton!

Fakemotorensounds für E-Autos

Neue Technologien schaffen ganz neue Kompositionsfelder. In Zeiten des Schnurtelefons wäre man im Leben nicht darauf gekommen, sich Klingeltöne zu kaufen. Wenn des Elektroauto kommt, wird man sich Motorenimitate runterladen.

Ach, der Willie wieder mal, mit seiner aufgetunten Kiste. Ich denke, ich werde ihm zu Ostern ein besseres Sound-Update schenken. Sein Opel wird sich dann wie ein Porsche anhören. Obwohl die mittlerweile ganz schön hinterher sind bei Porsche, nachgemachte Klänge abzumahnen.

(via buzzriders)