Wieder mal ein schöner Brainfuck von Michael Beil, mit dem Nadar Ensemble.
The Knots @Paris
Mein Duo für zwei Soprane „The Knots“ wird heute abend von Frauke Aulbert und Fabienne Seveillac im Goethe-Institut in Paris aufgeführt. Pflichtveranstaltung für alle Pariser.
KAIJA SAARIAHO (*1952)
From the Grammar of Dreams (1988) für Sopran und Mezzo-Sopran,
Sätze 1, 2GEORGES APERGHIS (*1945)
Rondo (1994) für Sopran und Mezzo-SopranJOHANNES KREIDLER (*1980)
The Knots, für „2 voix amplifiées“ [Uraufführung FR]GIACINTO SCELSI (1905-1988)
Sauh (1973) für 2 Frauenstimmen, Sätze1 & 2SIMON STEEN-ANDERSEN (*1976)
In her frown (2007) für „2 voix amplifiées“ [Uraufführung FR]
Radiosendung über Matthew Shlomowitz
Für DeutschlandRadio Kultur habe ich eine Sendung über den Komponisten Matthew Shlomowitz gemacht, lief am 21.5. über den Äther.
Zum Nachhören.
Keyboard triggert Spamming
Anton Wassiljews „keyboardstück ii“ besteht aus einer Aktion, bei der die GEMA, diverse Verlage und Wolfgang Rihm selbst mit Einzeltönen aus Wolfgang Rihms „Klavierstück 7“ gespammt werden: Jeder Tastendruck verschickt eine Email. Hätte der Rihm bloß nicht so viele Noten geschrieben.
Mutige Aktion, denn Spammen kann ja ab einem gewissen Aufkommen geahndet werden. So geht es bei der Aktion nicht nur Urheberrecht, sondern auch ums Irgendwas-Gesetz-wegen-Spamming.
Großartig jedenfalls, da zeigt sich das Entgrenzungspotenzial der Neuen Musik heute.
Zum Vergößern auf das Bild klicken.
Wassiljew sings Kreidler
Vor ein paar Wochen habe ich hier meine „Sätze über musikalische Konzeptkunst“ vorgestellt, in Anlehnung an Sol LeWitts „Sätze über Konzeptkunst„.
Einige Zeit nach LeWitt hat John Baldessari diese Sätze gesungen (Kulturtechno früher) (ich habe mal eine Songsmith-Version davon gemacht). In Anlehnung daran hat nun Anton Wassiljew angefangen, meine Sätze zu „singen“.
„Mit Leitbild?!“ Kreidler-Text @Positionen
In der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Positionen“ ist mein Text „Mit Leitbild?! Zur Rezeption konzeptueller Musik“ abgedruckt.
Snip:
In den letzten Jahren haben sich vermehrt Komponisten im Bereich der musikalischen Konzeptkunst hervorgetan. Der jetzige Auftritt der »Neuen Konzeptualisten« hat Gründe: einerseits in einer spät-postmodernen Situation, in der Musik objekthafter denn je ist, weil sich der Materialfortschritt im Sinne neuer Klänge erschöpft und eine gehaltsästhetische Wende (Harry Lehmann) einsetzt – jede Musik hat zumindest ihren konzeptuellen Aspekt; anderseits in der technologischen Entwicklung der Digitalisierung, die andere (multimediale) Präsentationsformen ermöglicht, wie sie die Konzeptkunst braucht, bzw. begünstigen oder erfordern die neuen Digitalmedien nun gerade konzeptuelle Ansätze.
Buchbesprechung „Musik mit Musik“ WDR 3 TonArt online
Jemand hat die Besprechung meines Buches „Musik mit Musik“ auf WDR 3 TonArt von Raphael Smarzoch (Kulturtechno berichtete) hochgeladen.
Joanna Bailie’s Manifesto to save New Music
Nach Michael Rebhahns Darmstädter Vortrag „Hiermit trete ich aus der Neuen Musik aus“ 2012 hat die schwedische Zeitschrift Nutida Musik einige Komponisten um Statements zu diesem Vortrag gebeten (mein Statement). Hier das couragierte Statement von Joanna Bailie.
Resign from new music? Never, I mean to save it! Here are some simple practical suggestions for rescuing new music from its own cultural irrelevance that I have gathered together in a very short MANIFESTO.
1. Let’s cut our ties with the classical music scene. It is the elderly, deeply conservative and wealthy husband (oh the opera houses and symphony orchestras!) we have been married to all these years who (not so) secretly hates us. We still love the dusty old man though, because we love Beethoven and conservatory-trained musicians. This is not good enough: time to set ourselves free girlfriends!
2. Down with publishers! They absorb funding and contribute a great deal towards the promotion and domination of culturally irrelevant middle-of-the-road New Music.
3. Take some care over curation. Why does New Music think it’s OK to be lazy about which works are arranged on a concert or festival together? And while we’re on the subject, why are sound art, instrumental new music, electronic music and improvisation so rarely presented on the same platform? Surely a little more dialogue between these genres would be beneficial to all.
4. Always keep the following questions in mind when composing: Do any of your culturally-engaged conceptual artist friends understand your music or think it’s interesting? Do they even bother going to your concerts?
5. For ensembles and composers: find a more fruitful and less rigid way of working together, one that is not based on the classical model of composing for three months, making the parts, a few hours of rehearsal, a very short general in the venue and then (one) performance. This modus operandi sucks.
Einige der angesprochenen Aspekte klingen auch in meinen Texten „Institutionen komponieren“ und „Membranmanifest“ an.



