Kleines >Abfallprodukt< aus meiner aktuellen Arbeit an einem neuen >Film<.

Radiosendung über Utopien in der Musik
Noch bis Sonntag in der Mediathek. Mit Bobby Barry, DJ WWWW, Holly Herndon, Johannes Kreidler u.a.
SWR2 JetztMusik
Zukunft gesucht: Utopien in der Musik
Von Raphael SmarzochIn den 1950er-Jahren wurden musikalische Gegenentwürfe entwickelt, Traditionsbrüche, neue Form- und Materialexperimente gewagt und an die gesellschaftsverändernde Kraft der Musik geglaubt. Heutzutage scheint bereits alles gehört und ausprobiert worden zu sein; die Musik hat allem Anschein nach ihr zukunftsweisendes Potenzial verloren. Ist das wirklich so – oder schlummern womöglich in den digitalen Hallräumen des Internets Bausteine für neue musikalische Versuchsanordnungen? Raphael Smarzoch geht für die SWR2 JetztMusik auf die Suche nach der Zukunft der Musik.
Martin Tchibas Einspielung meines Klavierwerks
Martin Tchiba hat mein Klavierwerk eingespielt!
Es wird demnächst auf CD erscheinen, der SWR als Produzent sendet in zwei Teilen die Einspielung, erster Teil kam letzten Mittwoch (Mediathek), der zweite Teil geht heute um 23:00 durch den Äther. Einschaltpflicht!
Der Komponist Johannes Kreidler gilt als einer der wichtigsten Vertreter des sogenannten „Neuen Konzeptualismus“. Doch nicht alles in seinem Werk ist als Konzeptstück ein Reflektieren über die Möglichkeiten einer Neuen Musik heute. Denn anderes ist komponierte, also schriftlich fixierte Musik, die es zu interpretieren gilt. Als „Musik mit Musik“ sind derartige Stücke im Werk Kreidlers immer auch ein Nachdenken über klingende Geschichte. Der Hauptkorpus seines Klavierwerks ist auf den ersten Blick einfach als „Klavierstücke“ bezeichnet, aber darin schwingen immer auch Assoziationen an gleichlautende werke anderer Komponisten, so zum Beispiel denjenigen Karlheinz Stockhausens, mit. Den Interpreten stellt Johannes Kreidler dabei vor ganz besondere Herausforderungen was Intonation, Dynamik und Tempo betrifft. Der Pianist Martin Tchiba hat das Klavierwerk Kreidlers nun in einer exemplarischen Studioproduktion im Hans-Rosbaud-Studio in Baden-Baden eingespielt.
Dazu gibt es
Kreidler: rationalization-irrationalization
Johannes Kreidler
rationalization-irrationalization
für Glissandoflöte, Audio- und Videozuspielung
(2016)
Erik Drescher, Glissandoflöte
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Ein Stück, bei dem ich mit sehr vielen Referenzen gearbeitet habe:
Marcel Prousts Beschreibung der “Kurve des Sturzes” / A la recherche du temps perdu, Linienverläufe des Begehrens, Denkens und der Entwicklung, klassische Liebesfilme, Iannis Xenakis’ algorithmische Kompositionstechnik, Joseph Beuys’ Ja-Ja-Ja-Nee-Nee-Nee, Reisen nach Grönland, Duchamps Akt eine Treppe herabsteigend, Reinigung, … die ästhetische Rationalisierung.
Auftrag von / geschrieben für Erik Drescher.
Trailer
Das ganze Stück
„Prolog“ zu Patrick Franks Musiktheater
Patrick Frank, der das Konzept des kuratierenden Künstlers konsequent verfolgt, hat mich beauftragt, für sein Musiktheater „Und was erlöst uns heute„, in dem es um 500 Jahre Reformation geht, einen Video-Prolog zu komponieren. Premiere war letzten März in der Gessnerallee Zürich.
Irgendwann möchte ich gerne eine ganze Reihe solcher „Mini-Biopics“ machen und damit einen großen Film über die Musikgeschichte komponieren. #GebtMirDenAuftrag
Zwei konzeptuelle Stücke (2018)
Wie zu jedem Jahresende fasse ich auch an dieser Stelle wieder kleinere Arbeiten zusammen. 2010 waren es vier, 2011 zwei, 2012 fünf, 2013 dreizehn, 2014 wieder fünf, 2015 elf, 2016 zwei, 2017 zwei und heuer wieder zwei.
Das eine („Mittel„) davon ist eine Performance, die erst im September 2019 in Hannover bei „Musik21“ seine Premiere erleben wird, darum an dieser Stelle nur das eine Stück-
Präludium für mikrotonale Kirchenorgel (512tel Ton)
Johannes Kreidler an der komplett umgebauten Silbermann-Orgel des Freiberger Doms.
Auch: Zwei Stücke für 1012tel-Glockenspiel
Damit verabschiedet sich Kulturtechno in einen kurzen Winterurlaub, am 7.1. geht’s hier wieder weiter. Guten Rutsch.
Kommentare zum Harfenstück
Zu meinem „Piece for Harp and Video“ haben ein paar Leute auf FB für mich interessante Links kommentiert.
außerdem:
Wie man aus dem Klavier eine Harfe macht
Kreidler, LIPPENSTIFT (2017)
Mein abendfülles Chorwerk LIPPENSTIFT, letztes Jahr im Dezember uraufgeführt durch PHØNIX16, steht jetzt in einigen Teilen online, sozusagen als Ausstellungsversion.
Trailer
Ein Vokalessay über die Performativität des Mundes und des Hörens von vokalen Aktionen durch ›Lesen‹ des Gesichtes.
Auftragswerk von PHØNIX16 mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds.

Film 3, Trailer
Premiere war bei den Darmstädter Ferienkursen diesen Sommer. Nächste Vorführung wird beim KLANG Festival Kopenhagen am 4.6.2019 sein.


