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Vogellied

John Cage hat Sternenkarten u.ä. den Musikern aufs Pult gelegt, und Jahrzehnte später kommen dann noch die Weichspüler darauf, aus derlei Noten zu machen. Grausig!

Nachtrag Kompositionsintelligenz

Habe dieses Video über „tonica fugata“ gefunden, dem Cappella-Fugenkompositionsprogramm, das nun allerdings doch sehr enttäuscht, voller satztechnischer Fehler.

Künstliche Kompositionsintelligenz

Weil ich gerade mal wieder gefragt werde nach dem Stand der Kompositionsprogramme, dazu ein paar Links:
Der führende Kopf der Erfassung traditioneller Musik ist David Cope:

http://arts.ucsc.edu/faculty/cope/

Sein Ansatz ist sehr ernstzunehmen und seine Ergebnisse sind frappierend. Als Musiktheoretiker beschäftige ich mich ja unentwegt mit der Frage nach der Erfassung bekannter Stile. Dass mit digitalen Mitteln hier auch einiges möglich ist, ist angesichts der heute erreichten Rechenpower klar, und Cope hat sich dies zur Lebensaufgabe gemacht.

Ähnlich „Tonika“, das ich allerdings noch nicht näher angeschaut habe:

http://www.capella.de/tonica.cfm

Was Pop betrifft ist „Ludwig“ zu nennen, das interessanterweise von einem der Deep-Fritz-Schachcomputer-Programmierer entwickelt wird:

http://www.komponieren.de/?gclid=CPHNkvuF5JwCFYYVzAodriJJlA

Und natürlich Microsoft Songsmith, das mir gewissermaßen einen „Superhit“ komponiert hat:

http://research.microsoft.com/en-us/um/redmond/projects/songsmith/

Was die Neue Musik und ihre Satztechniken angeht, da gibt es zum Beispiel Paul Berg, bei dem ich in Holland studiert habe, mit seiner „AC Toolbox“ (AC=algorithmic composition), nach deren Vorbild ich selber programmiere:

http://www.koncon.nl/downloads/ACToolbox/

Und meine Wenigkeit hat sich lauter solche Module für die eigene Kompositionssoftware gemacht, mit der ich 12-Tonstrukturen, Klangflächen usw. erstellen kann, allerdings ist das bislang nur für den eigenen Gebrauch.
Sicherlich gibt es noch mehr Programme und vor allem Vorhaben dafür, ich kann mir nicht vorstellen dass das IRCAM das Thema „künstliche Intelligenz“ verschlafen wird.

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Für Sozialjunkies

„Just between You and Me“ von Keetra Dean Dixon.

(via)

Saiten

Mit einer speziellen Kameraverschlusstechnik werden Schwingungsstadien von Kontrabasssaiten sichtbar. Das ist keine Zeitlupe!

(via)

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Staatspop

Mitte Juli habe ich in einem Kommentar im Bad Blog of Musick (der aber leider von drei Idioten völlig kaputtkommentiert wird) geschrieben, dass auch noch die Popmusik subventioniert werden wird. Und siehe da, was headlined die Süddeutsche?

Dieter Gorny, Cheflobbyist der Musikindustrie, fordert staatliche Unterstützung für die Popmusik. Längst lechzen auch Künstler nach „Pop mit Staatsknete“.

Ich werte das als positiv! Zumindest verbinde ich die Hoffnung an derlei, dass mehr über Qualität nachgedacht werden wird.

N.B.: Martin Hufner bemängelt den Artikel.

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Etüde für Abspielgerät

Ich freu mich immer, Neue Musik von jungen Komponisten hier posten zu können, heute eine schöne Percussions-Etüde vom Minimalisten Wojciech Kosma, dessen Mikrofon-Blowjob ich schon postete. Statt dass bei der Etüde ein Schlagzeuger tatsächlich was spielt, wird einfach ein Rhythmusgerät gestartet, und auf der Bühne palavert man, oder was auch immer da vorgesehen ist.
Hier das Video einer Aufführung des Stücks, das ist die Partitur (ob das Design absichtlich in der Tradition von Terry Rileys „In C“ gehalten ist?):

Tageslink

Kevin Kelly ist einer der weisesten Analysten der Digitalen Revolution, das beweist er wieder mal mit dem Text „Besser als kostenlos“, den’s jetzt auch auf deutsch gibt. Es geht um die Frage, wie im Netz Geld verdient werden kann.

http://bewegliche-lettern.de/2009/08/kevin-kelly-besser-als-kostenlos-better-than-free/#more-389

The Movies

Mehrmals hatte ich es hier schon davon, dass sich via Software Animationsfilme herstellen lassen müssten. Viel beeindruckender als meine bisherigen Beispiele jetzt hier The Movies, was sogar ein Spiel ist, bei dem man als Regisseur reüssieren muss; aber man kann auch einfach nur Filme con gusto machen. Einer hat gleich versucht, Terminator 2 nachzuinszenieren. Besonders witzig ist dieses homophile Video hier, und dazu der Popohrwurm:

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Wink mit dem Zaunpfahl

(via)