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Text über den Pianisten und Performer Sebastian Berweck

In der aktuellen Ausgabe der Positionen ist ein Porträt-Text / Interview von mir über den / mit dem Pianisten und Performer Sebastian Berweck abgedruckt. Dem ging ein Radiofeature bei DeutschlandRadio Kultur letztes Jahr voraus.

Snip:

Wer spielt nun eigentlich solche Instrumente? Hier beginnt eine ganz eigene Spielkultur, für die es keine Vorbilder und keine akademische Ausbildung gibt – es ist der Ort des „Performers“ schlechthin, des profesionellen Musikers, der rhythmische Präzision, Klangsinn und interpretatorische Kraft einbringt, sich aber jenseits der traditionellen instrumentalen Spezialisierung bewegt.
[…]
Es hat den Anschein, dass in der Frage des Performers Pianisten und Schlagzeuger Vorreiter sind – die Schlagzeuger sind es gewohnt, nicht nur ein Instrument zu spielen, sondern, einfach gesagt, mit jedem Objekt kunstvoll umzugehen, und Pianisten können von Haus aus auch all die anderen Geräte bedienen, welche Tasten als Oberfläche haben – wie Kassettenrekorder, Keyboards, oder Synthesizer.

Sprichwortverdreher und Kunsttextgenerator

Der Sprichwortrekombinator von Fredrick Freekowtski:

(via engadget)

Der Kunsttextgenerator von Miriam Laussegger und Eva Beierheimer:

Manche Verwischungen von Kontinuitäten missachten einen flexiblen Terminus der vagen Grenzsituation. Während die AdressatInnen die Betonungen der Zwischenräume semipermeabel interagieren, okkupieren die AkteurInnen der Intension eine kommutative, versuchsweise Lichtregie. Dieser Analyse lässt die Konation disparat erscheinen. Die Offspaces der alternierenden Einflüsse eines adäquaten Habitus ignorieren sich in den Annäherungen der Repräsentation durch Macharten. Die Aufmerksamkeit des Betrachtenden der Sprachen des Formates demontiert die Rekonstruktion von Wirklichkeit des Entstehungsprozesses eines/einer Betrachters/in in einem Cyberspace und adaptiert die Topi des Ansatzes und der Dokumentationen.

Splitscreen & Handzeichen

Splitscreen und Handzeichen werden in meinen nächsten Stücken eine Rolle spielen. Dazu zwei aktuelle Fundstücke:

(via Spreeblick)

(via Feingut)

Update: Die Zauberflötenouvertüre, auf Bierflaschen splitgescreened geflötet. Danke, Patrick!

Kinect-Hacks, Luftklavier und andere neue Controller

Hier ein schönes Video mit einer ersten Bilanz der Kinect-Hacks:

(via wired)

Hier eine Demonstration, wie auch ich mir künftige Instrumente vorstelle:

(via Synthopia)

Vielleicht dienen aber auch solche Sensorclips:

(via Synthopia)

Und hier ein ziemlich futuristisches Tracking-System:

(via Nerdcore)

Der Komponist und Performer Alex Nowitz arbeitet viel in der Richtung, hier ein netter Zusammenschnitt seiner „Studies for a self portrait“:

STUDIES FOR A SELF-PORTRAIT from Netsildna Kool on Vimeo.

Zwei bizarre Copyright-Fälle

Man kann das ja auch ganz positiv sehen: Die Idee des Urheberrechts ist ein Quell farbenfroher Blüten.

#1:
Craig Venter hat 2010 eine (verschlüsselte) Zeile aus James Joyce’ „A Portrait of the Artist as a Young Man“ in die DNA einer künstlichen Mikrobe eingebaut und die produziert nun durch jede Vermehrung neue Kopien dieses Textes, außerdem ergeben sich durch Mutationen Remixe.
Klasse Idee – generative Algorithmen sind ja seit zwei Jahrzehnten gang&gäbe in der Computermusik, aber das mal wirklich von der Natur machen lassen hat schon was – ob da wieder literarische Qualitäten rumkommen ist fraglich, also ab mit der Idee in die Konzeptkunst-Ecke!
Nun kommt’s wie’s kommen muss, Venter hat von den Rechte-Inhabern den Rüffel erhalten und soll sowas wie eine Unterlassungserklärung abgeben (wobei Joyce doch gerade allgemeinfrei wird, ach, wasweißich). Mehr dazu hier.

(via Nerdcore)

#2:

Ähnlich wie Warhol hat sich Roy Lichtenstein der Massenmedien bedient, vor allem bei Comics. Selber nie nachgefragt, sind die Erben hingegen (wie bei Warhol) sehr dahinter her, dass keiner einfach so mal Lichtestein-Bilder kopiert.
Blöd nur, wenn sie meinen jemanden erwischt zu haben, der gar nicht Lichtenstein kopiert hat, sondern nachweislich Lichtensteins Vorlage. So geschehen der Band Elsinore. Alles weitere hier.

Danke für den Tipp, Simon!

Und hier noch ein Fall von Pixelkunst, die grafische Aufbereitung des GuttenPlag:

 

Siehe früher: Pixelkunst auf Kulturtechno.

Danke an mehrere Tippgeber!

World New Music Days – Ausschreibung

Die World New Music Days 2012 finden in Belgien statt. Hierzu kann jede Landessektion Partituren einreichen, aus denen wiederum die Veranstalter in Belgien für das Programm auswählen.

Das Prozedere ist also folgendes: Die deutsche Gesellschaft für Neue Musik (GNM) ruft dazu auf, Partituren (hier die möglichen Besetzungen) einzureichen – Deadline 30. Juni, an:

Gesellschaft für Neue Musik
c/o Dr. Julia Cloot
Institut für zeitgenössische Musik I z M
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Eschersheimer Landstraße 29-39
60322 Frankfurt

Eine von der GNM gewählte Jury (Astrid Schmeling, Matthias Osterwold, Johannes Kreidler) wird im Juli daraus auswählen und nach Belgien weiterleiten.
Da ich also mit in der deutschen Jury sitze, rufe ich hiermit zum reichlichen Einreichen auf, Bestechungsgeschenke bitte gesondert an meine Privatadresse. Die Jurysitzung findet nur statt, wenn genug Partituren eingegangen sind.

Leider bedeutet eine Auswahl in der deutschen Jury noch nicht, dass das Werk gespielt wird, denn der Veranstalter in Belgien siebt dann noch mal aus den weltweiten Einreichungen aus. Man kann sich übrigens auch direkt beim Veranstalter in Belgien bewerben.

Dass das Ganze nicht gerade ein optimales Verfahren ist, wird seit Jahren in den GNM-Sitzungen diskutiert, nur dringt man damit weiter oben, bei der IGNM (Internationale Gesellschaft für Neue Musik) nicht durch. Ich hoffe dennoch, dass sich spannende Partituren einfinden, die dann auch zur Aufführung gelangen.

Hier die komplette Ausschreibung.

Living in a Box

Der Mitschnitt der Uraufführung von Living in a Box für Ensemble und Sampler. In der Konzertfassung gab es noch ein paar Videosequenzen, die ich für die vorliegende Radiofassung gekürzt habe; das Stück ist in dieser reinen Audio-Version ca. 7 Minuten kürzer als im Original.

Ensemble Modern
Hartmut Keil, Dirigent
Norbert Ommer, Klangregie
Felix Dreher, Technik
Philipp Knop, Aufnahme

Das DigiEnsemble musiziert auf iPod, iPad & iPhone

Das DigiEnsemble Berlin ist ein Experimental-Ensemble, gegründet und geleitet von Matthias Krebs.

Die Variation “St. Anna” ist eine Eigenkomposition von Uwe für das DigiEnsemble. Er selbst spielt die erste Violine und hat die musikalische Leitung. Es handelt sich um eine klassische Stilkopie, die mit Streicherbesetzung und Querflöte (App: jeweils ThumbJam) auf traditionelle Art und Weise musiziert wird. Interessant war die musikalische Probenarbeit, bei der Dynamik, gemeinsame Einsätze sowie die Phrasierungen — sehr ähnlich wie bei einem traditionellen Streichensemble — gearbeitet wurden.

Die Mitglieder des DigiEnsemble Berlin sind experimentierfreudige Musikerinnen und Musiker, die an der Universität der Künste Berlin mit iPhone, iPod-Touch und iPad gemeinsam Musik machen. Ziel ist es im Zusammenspiel auszuprobieren, ob und wie mit den kleinen Geräten musiziert werden kann.

Dabei entstehen Musikstücke aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen zwischen „klassischem” Streichensemble bis hin zum tanzbaren R’n’B-Act. Wichtig ist, dass die Musik auf den Hosentaschen-Instrumenten interessant klingt und musikalisch ist.

(via Synthopia)

Und hier das Video eines japanischen Theremin-Ensembles:

So bizarr das heute aussieht – irgendwie so wird die Musikperformance der Zukunft aussehen.

(via it’s publique)

Thomas Wenk: Taurus Kassettenrekorder-Duo

Zufällig auf YouTube entdeckt: Thomas Wenk hat einen Zusammenschnitt seines Kassettenrekorder-Duos von 2002 online gestellt. Ich erinnere mich noch gut, das Stück geht knapp 15 Minuten, und war bei der Uraufführung ein großer Erfolg.

Alte Medien heute (oder demnächst)