Kulturtechno geht’s blendend, seit 4 Jahren gibt es das Blog nun schon, und erfreut sich mittlerweile täglich einer mittleren dreistelligen Besucherzahl. Trotzdem, bisschen Werbung kann ja nicht schaden, und da ich ein Mann des Risikos bin, hab ich das Graffiti-Werkzeug ausgepackt und nächtens eine Berlin-U-Bahn „gebombt“.
Morgen, Freitag 7.12. halte ich um 14.15h bei der B3 Biennale für Bewegtbild in Frankfurt a.M. den Vortrag „Konzeptueller Videoeinsatz“. Anwesenheitspflicht für alle Hessen.
Der Komponist Matthew Shlomowitz hat eine zweite Auflage seiner „Popular Contexts“ für Klavier und Sampler veröffentlicht. Wunderbare minimalistische Verknüpfung von Klavierspiel, Keyboardspiel und szenische Gesten. Man beachte die Coda im letzten Stück.
Popular Contexts Volume 2
1. Weird Uncle
2. See My Logic
3. Racing Cars Have Feelings Too
4. Stand Up For Skateparks
by Matthew Shlomowitz
Performed by Stephane Ginsburgh
Turner Sims Concert Hall, Southampton
12 November 2012
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Aphorismen des Tages:
Bushaltestelle
Reflexzonen
Front
Werkausgabe seiner Standardthemen
Düsseldorf (1901)
Differentialrechnung
Harfe
Nüchterne Empfindlichkeit
Konzertveranstalter Kant
Nicht 127-150
Kommentare deaktiviert für Matthew Shlomowitz: Popular Contexts Volume 2| Kategorie: Museum für moderne Kunst
As we realise that Johannes Kreidler has been offended for the protest he performed in Donaueschingen against the merger of the two SWR orchestras, please let us make some point clear. […] We commissioned Johannes Kreidler with the performance of this protest. And the protest is not in any way self promotion.
Maybe a protest of all composers present at the festival would have been a good campaign too. Anyway we did not prevent anyone from doing so.In the end we are a bit astonished that Johannes Kreidler who acted on our behalf is questioned that way. We would have preferred to be addressed directly.
Programmierer Darius Kazemi hat einen Algorithmus geschrieben, der ihm täglich per Zufall einen Gegenstand bei Amazon kauft (im Wert von etwa 50 Dollar). Hier sind seine Erwerbungen dokumentiert.
Seit jeher liebe ich die Funktion „Zufälliger Artikel“ bei Wikipedia. Der Zufallsgenerator wird immer mehr zur Strategie angesichts systematisch nicht bewältigbarer Datenmassen. So baue ich mir aus meinen rund 70.000 Samples von Einzelklängen, die ich besitze, neue Akkorde nur noch per Zufallsgenerator, denn irgendwie systematisch vorne mit allen Kombinationsmöglichkeiten anzufangen wäre ein hoffnungsloses Unterfangen. Und ratet mal, wie die täglichen Kulturtechno-Aphorismen entstehen. Serendipität ist das Zauberwort.
Nach der GEMA-Aktion hatte ich die Idee, sämtliche möglichen siebentönigen Melodien vom Computer berechnen zu lassen, diese dann als mein Werk bei der GEMA anmelden und somit sämtliche künftigen Melodien unmöglich zu machen. Hab ich dann doch nicht gemacht, weil vielleicht der nötige Speicherplatz doch zu groß wäre und die GEMA-Anmeldung nicht möglich ist, weil ich ja erst mal auseinanderklamüsern müsste, welche von den Melodien bereits existieren..!
Wie dem auch sei, in diesem Video wird der Frage nachgegangen, ob irgendwann die Kombinationsmöglichkeiten der Töne erschöpft sind. Die Antwort lautet: nein! Es deren gigantisch viele Möglichkeiten. Aber warum klingt dann dennoch so viele Musik so ähnlich? Weil man doch immer auf bekannte Muster zurückgreift, und weil keine wirklich neuen Qualitäten noch erschlossen werden. Insofern doch ein materialer Endpunkt.
Ob etwas als neu oder alt angesehen wird, ist dann eine Frage der Abstraktion. Dazu habe ich mal einen Essay geschrieben.
Die Idee, sämtliche möglichen CDs zu brennen hatte ich in meinem Musiktheater Feeds. Hören TV in dieser Szene eingebaut. Sie geht zurück auf Jorge Luis Borges‘ Erzählung „Die Bibliothek von Babel„.