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Charts Music @Deutsche Welle, @3Sat Kulturzeit

Bei Minute 6 genau gehts los:

http://www.dw-world.de/popups/popup_single_mediaplayer/0,,4136018_type_video_struct_7885_contentId_3848749,00.html

Und morgen, Montag 30.3. um 19.20h kommt ein längerer Bericht bei 3Sat Kulturzeit. Dann wird da auch mal gesagt, dass ich eigentlich (stilistisch) so eine Musik nicht komponiere.

away!

bin am Umziehen, neue Blogeinträge demnächst wieder…

Anti-Kriegs-Video von Amnesty International

via

Open Access

Warum ich mir eine Welt ohne GEMA gut vorstellen kann hat den einfachen Grund: Ich bin zwar Komponist, aber meine Musik ist quasi per def. nicht zu vermarkten, und ich will auch gar nicht beim Komponieren vom Gedanken beeinflusst sein, dass es sich vermarkten lassen muss.
Darum bin ich ja auch unbedingt dafür, dass wissenschaftliche Arbeiten (wenigstens geisteswissenschaftliche) frei verfügbar sind. Open Access ist das Wort, und darum gibt es natürlich Urheberrechtsstreit. Matthias Spielkamp schreibt bei Perlentaucher:

Um in Zeitschriften solcher Verlage zu veröffentlichen, müssen Wissenschaftler in vielen Fällen den Verlagen die exklusiven Nutzungsrechte an ihren Artikeln abtreten. Das bedeutet, dass sie ihre eigenen Beiträge anschließend nicht mehr an anderer Stelle veröffentlichen dürfen, weder auf der eigenen Website noch der ihrer Universität. Ein Honorar erhalten sie dafür nicht; im Gegenteil, die Peer Review, also die Begutachtung der Forschungsergebnisse, übernehmen Wissenschaftler ebenfalls ehrenamtlich, also in den meisten Fällen auf Kosten ihrer Arbeitgeber. Also auf Kosten der Steuerzahler, wenn sie an öffentlich geförderten Institutionen arbeiten, wie etwa Universitäten. Der Steuerzahler zahlt, der Konzern schreibt Gewinne: Wer enteignet hier wen?

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich sollen Künstler und Wissenschaftler, die ökonomisch gesehen brotlose Arbeit verrichten, bezahlt werden (darum brauche ich derzeit aber leider eben auch die GEMA), denn ihre Arbeit hat anderen als monetären Wert. Gut ist beispielsweise, dass sie an Hochschulen und Universitäten auch unterrichten, das ist inhaltlich sehr wichtig, macht Spaß und ist ein handfester Beruf.
Aber wenn schon die Vermarktung nicht lohnt, dann soll alles frei sein, und die wenigen die ihr Geld mit Urhebereien verdienen sollen aufhören offene Briefe zu schreiben, in denen behauptet wird, das alles sei der Untergang der Kultur. Im Gegenteil.

Ausführlich dazu noch Golem.

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Kompressionstod

Große Zahlen, hach!
Folgendes Video zeigt ein Foto, das 600x mal hintereinander in JPEG (welches mit jeder Speicherung eine Kompression, sprich Qualitätsminderung vornimmt) gespeichert wurde.

Hier gibt’s auch noch einen Song, der 600x hintereinander in mp3 codiert wurde, finde ich aber weniger spannend, da die Entwicklung nicht gezeigt wird.

via

Just schneit mir noch die Meldung eines neuen verlustfreien mp3-Verfahrens rein.

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Thesen zum Musiktheater 1

Weiter geht’s in meinem Theorie-Block. Da ich Ende März / Anfang April zum Operare-Workshop eingeladen bin, kommen jetzt einige Überlegungen zum zeitgenössischen (oder besser gesagt zeitgemäßen!) Musiktheater.

Dokumentarmusiktheater

– Im Musiktheater gibt es zu viel Musik, und zu viel Imaginationstheater. Aktionskunst, Dokumentartheater, theatrale „ReadyMades“ sind im Sprechtheater schon viel weiter.
– In der modernen Musik muss eh alles erklärt werden, Programmhefte quillen über und werden dann doch nicht gelesen. Das Gesprächskonzert ist da schon besser, aber irgendwie auch öde, vor allem weil eben doch getrennt wird zwischen Erklärung und Stück. Warum nicht einzelne Klänge erklären, INSZENIEREN? Warum nicht Hören inszenieren?
– Es gibt viel interessante Theorie und Wissenschaft zur Musik. Das könnte man doch auch auf die Bühne bringen, statt nur in Periodika und Tagungen weiterzugeben. Das Theater von Rimini Protokoll bringt schöne Ansätze, Experten für bestimmte Dinge erzählen zu lassen. Da wäre in der Musik auch viel möglich.

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Quastajan-Preis für Thomas Karhoff

Billy Wilder sagte mal: Ehrungen sind wie Hämorrhoiden, früher oder später kriegt sie jedes Ar*****ch.

Zumindest fraglich darf die Praxis schon genannt werden, die den größtgehypten Klassikstars dann auch noch stattliche Preise reinschiebt (da sind wir schon wieder bei Wilder) – Anne-Sophie Mutter bekommt den Siemens-Musikpreis, Placido Domingo den Birgit-Nilsson-Preis, und jetzt Thomas Quasthoff den Karajan-Preis.

Theo Geissler von der Neuen Musikzeitung dazu:

Quasthoff-Musikpreis für Karajan?
…ich finde es widerlich, wie da namedropping-motiviert die Kohle hin und her geschoben wird. Wenn der Quasthoff-Preis demnächst – spät posthum – an Karajan vertickt wird, sollte sich Quasthoff dran erinnern, dass Karajan den Nazis gut gedient hat. Die hätten kurze Arme und Kleinwuchs als Euthanasie-Argument realisiert. Also, Quasthoff: weg mit dem Schweinegeld. Vielleicht Hypo-Real-Estate spenden?
meint: Theo Geißler.

Wer nichts sieht, wird nicht gesehn.

… sagte Erich Kästner einst von kriegsblinden Bettlern. Unsichtbar oder durchsichtbar halten sich aber auch heute viele Obdachlose, was mit dieser schönen Aktionsidee wiederum sichtbar wird:

via

Studiengang Haptische Module?

Spannende Frage: Wie lange dauert es (oder wird überhaupt?), bis an Musikhochschulen als weiteres Instrumentalfach neben Klavier, Geige usw. Haptische Module studiert werden kann?

(Oder wenigstens als „Wahlpflichtfach“ für Pianisten?)

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Goethe, der Filesharer (2)

Wieder aus den Gesprächen mit Eckermann:

Sieht man einen großen Meister, so findet man immer, daß er das Gute seiner Vorgänger benutzte, und daß eben dieses ihn groß machte. Männer wie Raphael wachsen nicht aus dem Boden. Sie fußten auf der Antike und dem Besten, was vor ihnen gemacht worden. Hätten sie die Avantagen ihrer Zeit nicht benutzt, so würde wenig von ihnen zu sagen sein.