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Eintonmusik zwölfton’d

Nachdem Gordon Kampe Zwölftonmusik in Eintonmusik verwandelt hat, hat er jetzt folgerichtig die Umkehrung betrieben: ein Eintonstück von Scelsi mit der Zwölftonreihe von Bergs Violinkonzert transformiert (ein „Zwölfie“). Wenn man die MIDI-Dateien hätte, könnte man ja auch mühelos die Zwölftonstücke von Schönberg mit Berg- oder Webernreihen umschreiben.

(via Da muss Fleisch dran)

Mein Text „Der erweiterte Musikbegriff“ jetzt online Update: nicht mehr online

Mein Text „Der erweiterte Musikbegriff“, den ich für den Katalog der Donaueschinger Musiktage 2014 geschrieben habe, steht jetzt online.

Update: Aufgrund von nicht ausreichend geklärten Verlagsmodalitäten ist der Text vorerst wieder offline, sorry.

Snip:

Absolute und autonome Musik spielen sich in einem Kokon ab, der fraglos eine Fülle inhärenter Wirkungen ermöglicht. Doch widerspricht diese Abtrennung einer heutigen Erfahrung, und es beeinflussen ohnehin diverse Kräfte die vermeintliche Monade. Verlässt man nun diese tradierten Vorstellungen von Rahmung und gestaltet aktiv die Kontexte des Klingenden, sei es durch akkompagnierende Tätigkeiten oder durch Auffächerung des Werks selbst, ergibt sich in der Konsequenz ein erweiterter Musikbegriff, der den ganzen Strauß von Wirkungszusammenhängen ergreift: Medienmusik.

http://www.kreidler-net.de/theorie/kreidler__der_erweiterte_musikbegriff.pdf

13 Stunden Stille (auf YouTube)

Irgendjemand musste es machen. Auf Henrique Iwao fiel das Los.

http://henriqueiwao.seminalrecords.org/13-horas-de-nada/

ProTipp: Davor oder danach 24 Stunden Staubsaugeryoutube kucken.

The Berlin Wall of Sound

Schöne Sonifikation zum Mauerfalljubiläum.

The Berlin Wall of Sound is an acoustic reconstruction of the Berlin Wall. Its duration of 7:32 minutes reflects the time sound needs to travel the 155 kilometres length of the Berlin Wall. Its sound wave’s shape mirrors the wall of concrete and its watchtowers.

Back in 1989, SoundCloud’s headquarters would have been part of the Death Zone next to the Berlin Wall. We dedicate the Wall of Sound to the 120 women, men and children, who lost their lives in their attempt to live in freedom.

(via ./mediateletipos))))

Drumset aus Folterinstrumenten

– Der Strukturalist würde jetzt fordern, aus den Schwertern Pflugscharen zu machen und darauf eine interessante, aber möglichst atonale Musik zu spielen
– Der Konzeptualist würde jetzt fordern, auf dem Drumset Helene Fischer zu spielen

(via Nerdcore)

Radiosendung über die Diskussionen bei den Darmstädter Ferienkursen 2012 und 2014

Bastian Zimmermann und Christoph Haffter haben ein Radiofeature über die ästhetischen Debatten bei den Darmstädter Ferienkursen 2012 und 2014 gemacht. Die Sendung kam letzte Woche Montag auf SWR2. Darin geht es um die Matineekonzerte 2012, bei denen Mathias Spahlinger, Brian Ferneyhough und Wolfgang Rihm von Mark Barden, Martin Schüttler und Kreidler in die Mangel genommen wurden, und um die Diskussion „New Conceptualism – Dead End or Way Out?“ und mein Musiktheater „Audioguide“ bei den Kursen dieses Jahr.

http://bastianzimmermann.de/assets/radiofeature-die-darmst%c3%a4dter-ferienkurse.mp3

Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik gelten seit jeher als Brandherd ästhetischer Debatten. Während der Ferienkurse 2012 erhielten drei junge Komponisten – Martin Schüttler, Johannes Kreidler und Mark Barden – die Gelegenheit, ihre musikalische Vätergeneration – Wolfgang Rihm, Brian Ferneyhough und Mathias Spahlinger – diskursiv herauszufordern: Was ist aktuelle Musik im Zeitalter des Internets, wie gewinnt ein musikalisches Kunstwerk gesellschaftliche Relevanz, welche Altlasten der Neuen Musik gilt es abzuwerfen? Auch bei den diesjährigen Ferienkursen wurde mit diesen großen Themen gerungen: Nichts weniger als Die Lage der Neuen Musik, das Konzept als Dekor oder der Neue Konzeptualismus standen in Frage. Ist diese neugewonnene Freude am Disput nichts als eine intelligente Strategie aufstrebender Komponisten, sich im Kunstmarkt zu positionieren oder bringt die Debatte einen realen Umbruch zum Ausdruck, wird in ihr die zeitgenössische Musik wieder einmal neu erfunden? Bastian Zimmermann und Christoph Haffter zeichnen diese Debatten nach und wagen einen Kommentar.

25 Jahre Mauerfall – Bewegende Bilder

Hatte ich hier vor 5 Jahren auch schon, aber muss einfach noch mal.

Utopie in der Musik heute

Audioguide komplett

Zu guter Letzt, für’s Archiv: Mein Musiktheater „Audioguide“ komplett, 7 Stunden und eine Minute.

Und dazu noch ein paar Bemerkungen:

Buchveröffentlichung: NEUE MUSIK HEUTE?: Versuch einer Standortbestimmung

Vor zwei Jahren fand bei Wien Modern das Symposium statt, zu dem ich auch eingeladen war. Jetzt ist die zugehörige Buchpublikation veröffentlicht, u.a. mit Beiträgen von mir: „Materialstand: Firma“, „Komponieren heute“ und ein Gespräch zwischen Markus Hinterhäuser, Lothar Knessel et moi, und heute abend findet bei Wien Modern eine Präsentation des Buchs statt.

http://www.musicaustria.at/magazin/neue-musik/artikel-berichte/buchpraesentation-neue-musik-heute

Elektronische Möglichkeiten der Klangerzeugung und -veränderung erfüllen in den letzten Jahrzehnten mit leicht zugänglichen Mitteln schier jeden Wunsch akustischen Formens; und in Verbindung mit akustischen Instrumenten bieten sich unzählige weitere Arten des Kombinierens und Experimentierens. In dieser heterogenen Welt bilden sich Genres, um angesichts dieser Informationsflut das Gefühl der Orientierung zu vermitteln. Welchen Weg beschreitet in diesem vielgestaltigen Feld insbesondere die „Neue Musik“, die als Genre das „Neue“ bereits in ihrem Namen trägt und gleichzeitig ständig auf ihre Tradition referenziert? Diese Frage stellen sich zunächst die Musikschaffenden selbst, denn ihnen werden diese Umwälzungen als erste bewusst, aber auch WissenschaftlerInnen und Personen aus dem Kulturbetrieb beteiligen sich an der Diskussion. Mit Beiträgen von: Wolfgang Seierl, Doris Weberberger, Sabine Sanio, Peter Tschmuck, Martha Brech, Sylvia Wendrock, Rosa Reitsamer, Marko Ciciliani, Alfred Smudits, Susanne Kirchmayr, Ludger Hofmann-Engl, Hans Schneider, Emilija Jovanovic, Thorsten Wagner, Constanze Wimmer, Anna Schauberger, Bill Drummond, Curt Cuisine, Barbara Lüneburg, Marie Luise Maintz, Johannes Kreidler, Franz Kasper Krönig.