Skip to content

Frankfurter Straßenmetaphorik

Die Kantstraße wird von der Musikantenstraße gekreuzt.

In der Kantstraße gibt es ein “Café Kante”.

In der Kantstraße gibt es einen “Edeltrödel”. (Wobei sich da fragt, ob der Inhalt oder die Form gemeint ist.)

Ciao bis Montag

Bin ab morgen in Frankfurt beim Vortreffen des Kompositionsseminars der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Vielleicht schaff ich’s aber auch mal, zwischendurch einen Beitrag zu schreiben.

Kontinuum mit Melodie @DeutschlandRadio Kultur

Teile der DEGEM-CD “Orpheus 400″ werden am 31.10.2008 auf DeutschlandRadio Kultur von 0.05h bis 1h gesendet, darunter mein elektronisches Stück Kontinuum mit Melodie.

Gestaltete Landschaften – Musik von Kreidler, Hosokawa und anderen in der „Unerhörten Musik“

Arno Lückers Besprechung des gestrigen Konzerts in der Neuen Musikzeitung.

Aggregat Kopierrecht

Momentan wieder viel besprochen sind Fragen des Urheberrechts. Netzpolitik schreibt von 10 Jahren Copyright-Novelle, Arbeit 2.0 berichtet von Martin Kretschmars Initiative gegen die Verlängerung der Schutzfristen, etliche sekundieren.
Ein Gedanke den ich aufgreifen will ist die vielbeschworene Remix-Kultur bzw. das Beschwören der Remix-Kultur. Ich habe selbst ja den “YouTube”-Professor Michael Wesch verlinkt, der lauter schöne Beispiel für kreativen Umgang mit YouTube zeigt.
Meine Meinung dazu sollte nach product placements bekannt sein. Ich will aber auch einmal feststellen: Das Gros remixt nicht, sondern konsumiert nur. Ab wann eine respektable eigene Leistung hinzukommt ist dann wieder eine juristische Frage, siehe Raab / Kalkofe, aber die meisten YouTube-Klicks kommen sicher nicht von produktiven Remixern, ich schließe mich selbst ein. Darum mag ich die Remix-Argumentation gar nicht so sehr, wenn es um die Frage nach Urheberrecht im Digitalen geht. Hinreichend ist m.E. schon die Argumentation, dass es einfach ein Segen ist, Kulturgüter zum freien Konsum im Digitalen verbreitet und verfügbar zu haben. Die Doppelmoral ist doch: Popstars belehren ihre Fans, sie sollen doch bitte ihre Songs ehrlich kaufen, aber diese Stars selbst laden sich genauso Musik illegal aus dem Netz (ja, ich verfüge über Insiderinformationen).
Remix soll sowieso viel besser ermöglicht werden (so lange er nichtkommerziell ist, wenn auch hier die Grenzen manchmal schwer zu ziehen sind), aber schon der Konsum soll frei sein, wie ja auch Straßenbahnen umsonst sein sollten oder zumindest die umweltschonendsten öffentlichen Verkehrsmittel (also die Bahn) auch die billigsten. [Es berührt eben auch eine Qualitätsdebatte, wie ich in dem Zusammenhang nicht müde werde zu betonen.] Das ist aber freilich die Systemfrage, die da aufgerollt wird.

Das BKA-Konzert

Cache Surrealism wurde gestern von Ruth Velten (Bariton-Saxophon), Silke Lange (Akkordeon), Wolfgang Zamastil (Cello) und Felix Dreher (Klangregie) uraufgeführt. Im gut besetzten (die Hochrechnungen schwanken zwischen 50 (Kreidler) und 80 (Lücker)) BKA Berlin gelang das Stück und das ganze Konzert sehr gut und ich danke den Interpreten herzlich!

[Foto: Leowee Polyester]

Demnächst soll auch die Kritik der Neuen Musikzeitung (NMZ) online gehen. Mal sehen, ob mein Bestechungsversuch des Kritikers (Bier) geglückt ist.

Surfen wie Gott in China

“China Channel Firefox Add-on
Experience the censored Chinese internet at home!

The Firefox add-on China Channel offers internet users outside of China the ability to surf the web as if they were inside mainland China. Take an unforgetable virtual trip to China and experience the technical expertise of the Chinese Ministry of Information Industry (supported by western companies). It’s open source, free and easy.”

[http://chinachannel.hk/]


Gulli berichtet und verlinkt weiteres dazu.

ATTAC in der Frankfurter Börse

Prima Aktion und bezeichnende live-Reaktionen von unseren Fernsehanstalten.

Heiner Müller 1

Schöner kleiner Film, in dem Müller in seiner bekannt trocken-pathetischen Art seine Texte liest.

Cornelia Sollfranks “net.art generator”

Cornelia Sollfrank, die ich bei der Tagung Arbeit 2.0 kennengelernt habe, ist Netzkünstlerin und beschäftigt sich mit Fragen der Urheberschaft und Originalität.

Der net.art generator stammt noch aus den Anfängen des Web (1999), ein Programm das mit Hilfe der Google-Bildersuche aus Suchergebnissen neue Bilder erstellt. Hier stellt sich natürlich sehr die Frage, wer nun der Schöpfer eines resultierenden Bildes ist. Die Resultate sehen übrigens meist ganz gut aus, was in algorithmischer Kunst eine Seltenheit ist.

Natürlich hab ich’s mal mit meinem Namen probiert, aber da ist im Netz der Weihbischof doch noch stärker präsent. De facto findet das Ding nur ein Foto von mir. Aber immerhin im Zusammenhang mit der GEMA schöne Dekonstruktionen ;)