Alvin Luciers Klassiker, diesmal auf Instagram angewendet:
Künstler und Tüftler Pete Ashton aka Art Pete hat die digitale Kompression getestet indem das selbe Foto 90 mal hintereinander auf seinen Instgram-Account lud, einen Screenshot machte und diesen wieder hochlud.
Electrotyped copper negative disc of a sound recording, deposited at SI in October 1881 in sealed tin box
Content: Tone; male voice saying: “One, two, three, four, five, six”; two more tones
Glass disc recording, produced photographically on November 17, 1884
Inscription: “Exp. III Nov. 17 1884/Style vibrations to word/ Barometer/H. G. Rogers”
Content: male voice saying: “ba-ro-me-ter”; each syllable is distinct and the word is
Glass disc recording, produced photographically on March 11, 1885
Content: male voice saying names, recording date, “Mary had a little lamb” repeated twice
Disc recording in green wax on brass holder, probably 1885
Content: male voice reciting opening lines of “To be, or not to be” soliloquy from Hamlet
Recording in wax on binder’s board, probably 1885
Content: in two segments with a gap in between; first segment is a male voice reading a story. At 51.8 seconds the voice suddenly changes to a high pitched “child imitation.” In the second segment a man is reading from a description of a New Hampshire factory.
Parallel zum Neuen Konzeptualismus in der Musik gibt es seit etwa einer Dekade im englischsprachigen Raum die Strömung des Conceptual Writing. Das kommt nicht von ungefähr, und es ist sehr interessant, die Parallelen zu beobachten. (Nächstes Jahr soll es mehrere Veranstaltungen in USA und Australien geben, die dann konzeptuelle Literatur und Musik zusammenbringen wollen.)
Der oben gestellten Frage haben sich in einer Umfrage mehrere einschlägige Schriftsteller gestellt.
In 1959, Brion Gysin said that writing was fifty years behind painting. And it still is. So if conceptual art happened fifty years ago, we’re just beginning to get around to it now. These are ideas that have never been explored in poetry. We’ve had a little bit of pastiche, a little bit of — you know, a line from here, a line from there. But we’ve never had the concept of lifting something that you didn’t write and moving it over five inches, saying that it’s yours, and claiming that it’s a newly authored text.
[…]
I think that writers often try too hard in the name of expression, when often it’s just a matter of reframing what’s around you or republishing a preexisting text into a new environment that makes for a successful work. Of course this is nothing new: think of John Cage’s notion of silence or Duchamp’s urinal. But when it comes to writing, these approaches have rarely been investigated.
Wenn zur Zeit oft die Rede vom „Neuen Konzeptualismus“ ist und dass das stark mit der Digitalen Revolution zusammenhängt, dann soll nicht übersehen werden, dass es natürlich schon Computerkomponisten gab, bevor jeder eine Audio-Video-Factory in Form des Apple-Laptops bei sich stehen hatte, und die nicht zufällig mindestens teilweise konzeptuelles Denken in ihrer Musik praktizierten und praktizieren. Zu nennen wären da zum Beispiel: Clarence Barlow, Orm Finnendahl, und: Georg Hajdu.
Es gäbe viel zu schreiben über Hajdu, der konsequent als Komponist auch Software-Entwickler und Wissenschafter ist. Auf seiner Website gibt es dazu viel zu erfahren.
Diesbezüglich will ich hier einen Aspekt herausgreifen: Seine Oper in Zusammenarbeit mit Thomas Brasch „Der Sprung“ ist online sehr ausführlich dokumentiert, mit Klangbeispielen nicht nur des fertigen Werks, sondern auch der kompositorischen Grundlagen, dazu Texte zur Entstehung und begleitende Reflexionen, Videos usw. Multimedia heißt ja nicht notwendig, dass da Musik und viele bunte Bilder einen bombardieren. Auch diese Online-Dokumentation der Oper ist eine Realität dieses Stücks; „Beschreibung einer Oper“.
Julian Day hat mich letztes Jahr in Australien interviewt.
Johannes Kreidler is a German composer whose conceptually oriented work has attracted wide attention. Unusually for contemporary classical music, much of his work highlights the otherwise hidden workings of the industry with several pieces directly addressing capital and cycles of exchange.
Gab’s früher, ich meine mich sogar aus der Kindheit daran zu erinnern – eine Schallplatte aus Karton, auszuschneiden und dann auf den Plattenteller. Der Trabi unter den Musikmedien.
Haha – früher hat man auf manchen CDs mit Konzertmitschnitten klassischer Musik dem Applaus einen eigenen Track gegönnt; seit die CD-Alben in mp3s zerlegt sind, gibt es jeden Track einzeln zu kaufen. Also auch die Applause. Alex Strauch hat die Query erstellt. Auf dass die Urheber auch ihren Anteil bekommen.
Du wunderbaren Japaner, denen alles peinlich ist. Da Japaner in öffentlichen Toiletten etwaige Körpergeräusche nicht anderen angedeihen lassen wollen, betätigen sie in dem Fall einfach die Spülung – was freilich den Wasserverbrauch stark erhöht, wenn pro Sitzung womöglich 4-5 mal gespült wird. Abhilfe schaffen sogenannte „Toiletten-Prinzessinnen„, Geräte, die den Spülklang imitieren. Problem könnte allerdings sein: vernimmt man auf einer öffentlichen Toilette aus der nachbarlichen Zelle diese Lautsprechergeräusche, weiß man erst recht, was da gerade passiert. Könnte noch unangenehmer sein.
Klang, der anderen Klang überdecken soll – ein in der Neuen Musik noch fast gar nicht behandeltes Thema.