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Charts Music – Long Tail

Die traditionellen Medien ziehen etwas verzögert nach (wie bei der GEMA-Aktion auch schon); heute oder morgen wird im norwegischen Radio P2 um 15.30h ein Beitrag ausgestrahlt (näheres erfahre ich noch (?)), außerdem hat mich ein Link erreicht, dass im schwedischen Radio unlängst berichtet wurde. Mittwoch dann kommt ein Team von CNN zu mir nach Hause…
300,000 Views sind unterdessen erreicht, die kontinuierlich schlechten Börsennachrichten halten das Stück an der Stange…

Petition: Bedingungsloses Grundeinkommen

bis 10. februar braucht’s 50.000 zeichner! [ich werde es auch, sobald der Bundestagsserver mal wieder geht..]

Bedingungsloses Gundeinkommen
registrieren, ausfüllen und mitmachen
unter

https://epetitionen.bundestag.de/index.php

(zu finden unter: Ende der Mitzeichnungsfrist: 10.02.09)

gibt es die Möglichkeit diese Petition an den Bundestag mitzutragen.
Benötigt werden bis zum 10. Februar 50.000 Unterschriften.

weitergeleitete mail:

Hallo KooperationspartnerInnen, Freunde und MitstreiterInnen,

Bedingungsloses Grundeinkommen: E-Petition an den Deutschen Bundestag

….. Interesse, mitzuzeichnen und den Link weiterzuleiten? Der
Ankündigungstext der Petition ist zwar etwas holprig geschrieben,
aber die Petition läuft jetzt und das Thema ist zu wichtig um es
nicht zu unterstützen … ; )

“Der deutsche Bundestag bietet auf seiner Online-Präsenz die
Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, Petitionen in elektronischer
Form einzureichen. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass dort seit
kurzem eine Petition zur Einführung des Bedingungslosen
Grundeinkommens in seiner konsumsteuerfinanzierten Variante zur
Mitzeichnung bereit steht. Sie finden den Text der Petition und die
Möglichkeit zur Unterzeichnung (noch bis zum 10.02. möglich) sowie
ein Forum in dem die Petition kontrovers diskutiert wird unter:”

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?
action=petition;sa=details;petition=1422

Klavierstück 5 @ Hannover

Taru Kastari spielt heute abend in der Hochschule für Musik und Theater Hannover mein Klavierstück 5. Vielleicht kann mir später jemand berichten wie’s war? Ich mache mir aber eigentlich keine Sorgen, das Konzert wird von Sebastian Berweck, Dozent für neue Klaviermusik und Uraufführungspianist des Stücks, betreut.

Charts Music @ Attack of the Show (Update)

Ab 4’35″:

und bei Rocketboom:


Ab-Ebbe

Der Hype ist um, mittlerweile aus Erfahrung weiß ich, dass nach dem Zenit die Kurve steil sinkt, wie hier zu sehen ist. Ob das Stück noch 300,00 Views erreichen wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wie lange die Krise aktuell bleibt.

Viele fragen, was als nächstes von mir kommt. Nun, zunächst steht Leowee Polyesters neues (Musik-)Theaterstück an, dann musiktheoretische Studien und Umzug. Hoffentlich kann ich auch das Hörspiel, an dem mir sehr viel liegt, doch bald realisieren. Publizistisch wird es eine Kooperation mit der NMZ geben. Und Aktionen? Mal Schauen. Vielleicht wieder was zur Vorratsdatenspeicherung. Es gibt eine Idee, muss aber erst einen Anwalt dafür fragen… Manche Ideen kommen – wie die zu Charts Music – ganz plötzlich und werden möglichst sofort umgesetzt.

Charts Music Reactions #6

Mich erreichen Emails aus Übersee, wonach auf dem Harvard-Campus das Stück der “Harvard-Hit” sei. Mittlerweile berichten auch die “Großen” in USA und UK trotz Irak-Kritik, Rolling Stone, Daily Telegraph, Huffington Post, Boingboing, BBC (heute 2. Interview), auf YouTube 230,000 Views. Auch die Kronenzeitung, von der ich mich ansonsten distanziere, meldet.

Natürlich schießen massenhaft Vorschläge ins Kraut, was man nun noch alles “melodisieren” und “songsmithed” verballhornen kann. Das sollen andere gerne tun; ich werde mich hüten, die Idee weiter auszuschlachten, derweil starten die Arbeiten an Leowee Polyesters Theaterstück _himbeergeist:#02: SCHULD.

Kreidler on Charts Music (Update)

This afternoon I gave a short interview mit The Seattle Times. And this evening at 7.30pm CET there’s a live interview with BBC Radio 2.

Yesterday’s YouNews:

And last Friday’s Ehrensenf:

Charts Music Reactions #5

Erst die Kurzmeldungen:

-Ein YouTube-Kommentator möchte sich daduch auszeichnen, dass er im Alleingang die Melodie der Pornoindustrie in den Ultraschallbereich bringen will. Schön, dass es noch Menschen mit gesundem Konsumverhalten und männlicher Kaufkraft gibt. Umgekehrt wird mit Recht moniert, dass der Lehman-Kurs eigentlich melodisch in den Infraschall gehen müsste und nur noch für Wale hörbar sein dürfte. Meine Melodie stellt da eher eine Art (Milliarden-)Rettungspaket dar.

-Die Urheberrechtsfrage wird haufenweise diskutiert und ist in der Tat unklar, nicht anders wie bei meiner GEMA-Aktion. Darum rühr ich ja in der Wunde.

-Ein Emailschreiber hat die Idee, die Aktiendarstellungen als Oszillatoren zu verwenden. Liegt eigentlich nahe, ist aber nicht hörbar nachzuvollziehen und ich hätte auf Microsofts tolles Programm verzichten müssen.

Und jetzt zur ewig diskutierten Frage nach Kunst, Werbeaktion oder Selbstdarstellung:

Offensichtlich verfolge ich ja keine kommerzielle Absicht. Darauf stellt sich dem gesunden Kapitalistenverstand natürlich gleich die Frage, warum ich das dann mache — und da kommt der Kapitalistenverstand auf die logische Folgerung, dass es somit ja nur um Selbstdarstellung bzw. Eigenwerbung gehen kann. Obwohl dieser Vorwurf derart uralt und immer das billigste Mittel ist, sich um die Inhalte zu drücken, äußere ich mich mal hiermit hierzu:

Solange es Menschen gibt, gibt es Kommunikation, und so lange es Kommunikation gibt scheitert diese auch, und aus diesem Grundproblem leitet sich praktisch alles ab. Damit wird man nicht fertig, aber man kann es auf ein Niveau bringen, auf dem kleine Lösungen, die ein wenig lang halten, sichtbar werden und bei dem diese Konflikte auch in Heiterkeit aufgehen können. Und dazu kann die Kunst mit ihrer Funktion, Dinge sinnlich wahrnehmbar zu machen, helfen. Ihr Verdienst ist es zum Beispiel, die Punkte deutlich zu benennen, die Konflikte zuzuspitzen und die Meinungen herauszufordern. Und es gibt unverbesserliche Idealisten, die man immer widerlegen kann Menschen, “Künstler”, die Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen, Lust zur kreativen Arbeit und gewisse Fähigkeiten, Ideen haben und sie umsetzen (ich lebe übrigens trotz zweier Hochschulabschlüsse am Existenzminimum; unter der Finanzkrise habe ich auch zu leiden, wegen Etatkürzungen beim Hessischen Rundfunk kann ich ein geplantes Hörspiel vorerst nicht realisieren).

Jetzt sagt sich mancher: Ok, Kunst ist ja nett, aber trotzdem ist es doch Selbstdarstellung. Meine Damen und Herren, beschweren Sie sich auch, wenn ein Schauspieler auf der Bühne Hamlet mimt, dass der sich da auf der Bühne produziert? Das Kunstwerk hat einen Schöpfer, er ist zwangsläufig darin involviert, er haucht ihm das Leben ein. Gibt es etwa Grund zur Scham? Und gerade wenn es um politische Inhalte geht, braucht das Werk ein Rückgrat und einen Kontext, aus dem heraus klar wird: Hier steht eine Aussage, die jemand macht der in der selben Welt lebt wie wir. [Ja, ich freue mich schon über (bis jetzt) 130,000 Besuche des Videos, ich habe es dafür gemacht, dass es andere sehen.]

Wenn ich nur bekannt werden wollte, hätte ich unbedingt auf die “Dead GIs” verzichten müssen, die nehmen mir die Amis extrem übel. Ohne diesen “Chart” wäre mein Stück wahrscheinlich auch bei TechCrunch gekommen und millionenmal gesehen worden. Aber ich habe das bewusst hineingenommen, weil ich persönlichen, riesigen Hass auf Kriegstreiberei und Waffenfirmen habe und ich etwas dagegen setzen will muss. Es gibt viel zu viel selbstverliebte, realitätsferne Kunst und Künstler.

Zuletzt ein Wort zur Ästhetik: Peace-Gitarrenliedchen, die bis zum Fall der Musikindustrie derselbigen Millionen gebracht haben können mir gestohlen bleiben.

Charts Music Reactions #4

In einer noch zu verifizierenden Mail droht mir ein Anwalt wegen Rufmords an der deutschen Waffenfirma Heckler & Koch, die in den Irakkrieg exportiert und deren steigenden Aktienkurs ich vertont habe. Fragt sich, wer hier für mehr Morde zuständig ist.

Charts Music Reactions #3

Aus meinem Postfach:

- Ein Emailschreiber möchte die Lehman Brothers irgendwo in der Kategorie “Beste Pop-Newcomer” nominieren.

- xxxxxx@t-online.de: “70200 reicht ihnen wohl nicht mehr, jetzt müssen es schon milliarden sein!!”

- xxxxxxxx@gmx.de: “Ironischerweise klingt die Melodie der Pornoindustrie wie der alte Bigband-Hit ‘Gimme true Love’”.

- Ein frischverliebtes Pärchen aus Frankfurt behauptet tatsächlich, sich zu meinem Lied zum ersten Mal geküsst zu haben (“Unser Lied”). Na dann wünsch ich eine rosige Zukunft!

- Ein Emailschreiber möchte gerne ein Lied von den Werten seiner letzten Diät haben (“Die fetten Jahre sind vorbei”). Ich rate zu einem Slim-Pop-Arrangement.

-xxxxxxxxxxxx@microsoft.com schreibt mir, dass im Hause Microsoft über das Video herzlich gelacht würde, die Führungsetage sei allerdings “not amused”.