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Reiche Russen auf Piratenjagd vor Somalia

So schlägt man mehrere “Fliegen” mit einer Klappe.

16.000 unbewaffnete Handelsschiffe versuchen jedes Jahr heil durch den Golf von Aden zu schippern und nicht von somalischen Piraten aufgebracht zu werden. Ein russischer Kreuzfahrtunternehmer dreht den Spieß jetzt um und lädt reiche Russen zur Jagd auf Piraten vor Somalias Küste ein, der gefährlichsten Wasserstraße der Welt.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/lifeandstyle/timeout/379211/index.do

Zur GEMA-Petition #2

Da die Gegenseite vermehrt laut wird und die GEMA-Petition als “Quatsch” usw. deklariert,  einfach noch mal den Text der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen….dass das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit. mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.

Dem kann ich voll zustimmen, vor allem dem Ruf nach Transparenz. Punkt. Dass da drumherum viel Stimmungsmache, die unseligen 600% etc. ins Feld geführt werden, ist blöd. Dem Kern der Petition kann ich aber beipflichten.

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Bad

Prophetisch? In seinem letzten Stück “Mea Culpa” dieses Frühjahr schlüpfte der todkranke Schlingensief ausgerechnet in die Rolle von Michael Jackson..

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Es lebe die Aura!

Vor kurzem fantasierte ich darüber, dass es irgendwann Öl-Drucker gibt, die Ölbilder herstellen, welche aussehen als seien sie von Menschenhand gemalt. Schließlich konnte die Fotografie und der C-Print die gute alte Malerei einfach nicht abschaffen: Die Aura des handgearbeiteten (oder was auch immer?) ist eben ein Faszinosum. Ich glaube aber daran, dass Computer früher oder später so leistungsstark sind, dass sie das “Menschliche” täuschend echt imitieren können; Aus Einzelsamples zusammengesetzte Aufnahmen von Musikstücken (z.B. die Vienna Symphony Library) oder eben Bilder mit menschlicher Unschärfe.

Und prompt findet sich heute dies:

Eine Maschine, die Selbstporträts anfertigt. Erst wird ein Foto der Person gemacht, dann wird ihre Hand von der Maschine geführt. Letzteres finde ich ziemlich schlau; statt eines Druckkopfes, der es perfekt machen würde, kommt so die menschliche Unschärfe hinzu.

Mehr davon und gefunden hier.

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Komponieren lassen

in der “Welt” steht heute ein interessanter Artikel zum Fortschritt von Kompositionsprogrammen:

http://www.welt.de/die-welt/article4047761/Jetzt-komponiert-er-selbst.html

Die Maschine erobert sich nun also eine Kunst, die bisher noch vom Nimbus der Kreativität umweht war. Die Resultate sind atemberaubend.

Zwar wird da noch betont, dass der Mensch natürlich dem überlegen sei – aber man bedenke, dass Schachcomputer auch mal belächelt wurden; die Programmierer sind übrigens die selben.

Man kann nur hoffen, dass es solche Software irgendwann auch für Avantgarde-Musik des 20. Jahrhunderts geben wird. Das IRCAM soll mal basteln. Dann tritt ein, was Harry Lehmann in seinem gerade erschienen Text “Die Digitalisierung der Neuen Musik” prognostiziert:

Nicht die Tatsache, dass man mit Hilfe des Computers neue Kompositionstechniken entwickeln kann, sondern dass der Computer im Prinzip alle jemals entwickelten Kompositionsstile zu simulieren vermag, ist die Innovation, welche die Kategorie des Komponierens transformiert. Die sich abzeichnende Neuerung wäre, dass ein ganzes Arsenal an musikalischen Objekten und Prozessen aus dem Repertoire der Neuen Musik zur Verfügung steht – wie etwa Lachenmann’sche Geräuschfelder, Ferneyhough’sche Texturen oder Grisey’sche Spektralakkorde –, die sich in Analogie zum grafischen Programm [Photoshop] mit wenigen Handgriffen stauchen oder strecken, instrumental färben oder honogenisieren, rhythmisch schärfen oder verlangsamen, mit dem Pathos-Generator beschweren, mit der Fragment-Funktion nonoisieren oder mit dem neusten Spieltechniken-Plugin avantgardisieren lassen.

(Harry Lehmann, Die Digitalisierung der Neuen Musik. In: Vernetzungen. Neue Musik im Kontext von Wissenschaft und Technik, INMM Darmstadt Bd. 49, hg. von Jörn Peter Hiekel, Mainz 2009.)

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Aktion gegen die Netzzensur

Gute Idee, ohne großes Stylen einfach mal in der Öffentlichkeit aufgeführt. Mehr davon!

(via)

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Pd-Tutorial redesigned.

Hurra! Endlich ist die Online-Fassung meines Pd-Tutorials redesigned, von der besten aller Webdesignerinnen: Thank you, Leowee Polyester!

http://www.pd-tutorial.com

Damit ist das Buch, bis auf etwaige Korrekturen (wobei ich schon lange keine Hinweise mehr bekommen habe), abgeschlossen.

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Negativer Dollar

(via)

K-Bow

Jep! Gerade arbeite ich an einem Text, in dem u.a. diese Passage steht:

Für die Musik ist abzusehen, dass Sensorik die klassischen Instrumente ablösen kann. Dann gibt es statt für Klavier, Geige und Oboe Studiengänge für Tast-, Streich- und Blasmodule. Ein Komponist wird „instrumentieren“, indem er bestimmte Klangparameter bestimmten Körperbewegungen zuweist.

Und was finde ich da aktuell? Eine Demo des “K-Bow”, einem Geigenbogen, der tatsächlich lauter Sensoren hat.

(via)

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Die große Pina Bausch ist tot

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,633505,00.html

Das wird die nächste Feuilleton-Orgie geben.

Ihr wunderbarer Film “Die Klage der Kaiserin” war mein Einstieg in den Experimentalfilm. Hier der Anfang: