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Blonde Street

Endlich ist nun Leowee Polyesters legendärer Boulevard-Streifen Blonde Street mit Kreidlers Darsteller-Debüt online:

Produktion: _himbeergeist: Berlin 2007
Regie/Drehbuch: Leowee Polyester

Wenn Zuhälter-Frankie und Schlumpfine mit einem stöhnenden Rollkoffer
durch urbane Schauplätze zockeln, erregen sie damit – was? Die
Öffentlichkeit? Oder nur sich selbst?
Alle reden über Sex. Wir reden über das Gerede über Sex. Am
Konferenztisch sitzen neben dem bizarr klischierten Gespann aus dem
Rotlichtmilieu ein Consultant, ein Sozialwissenschaftler und eine
Romancienne. Ist das nicht VERDAMMT BILLIG?

Venusboy in Furs

Die Verbaleskapaden einer alternden Diva bruchlanden auf dem hypnotisierenden Klang-Tablet ihres Venusboy in Furs…

text/dramaturgie/wort-performance: leowee polyester | elektronik/tablet: johannes kreidler | sopran: franziska rummel | fotos: danny kurz, berlin 2007-08

Jetzt online zum Lesen & Hören:

http://www.himbeergeist.net/hoeren/audiodrama/venusboy.htm

London @Kiel #2

Gerade schreibt mit der Festivalleiter Andy, dass der Ton nicht zu laut war, wie ich in vorigem Post befüchtete. Gut!
Außerdem weist er mich noch auf folgende Notiz (bei ca. 2/3 der Seite) hin, aus der ich zitiere:

Zehn Minuten dauert LONDON und die repräsentierten Fetische entstammen der “smoking fetish”-Subkultur (en passant auch Bein/Nylon-Erotik) wo Damen eben lasziv Zigaretten rauchen, den Qualm ggf. einem sub entgegenhauchen (hier nicht) mit all der phallischen Symbolik und der ‘Sünde’ die durch die Nichtraucherschutzgesetzgebung aktuell verstärkt wird. Wenn die drei Ladies im Portrait ganz groß von der Leinwand auf den Zuschauer herabblicken mag man Arroganz annehmen. Die Sounds dazu sind “gewöhnungsbedürftig”. Eine Frau meinte, er will die Bilder konterkarieren, einer meinte, er will den Zuschauer eben leiden lassen. Es gab auch die Assoziation, dass der Tonrhythmus einem Atmen (des implizit anwesenden subs unter einer Gasmaske) entsprechen könnte (was zu Rauchen/Atmen doch passen würde).

In der Tat liegt die letzte Meinung richtig, das Rauschen soll ein beschwertes und “süchtiges” Atmen darstellen. Aber der hektische Rhythmus der Tonspur konterkariert natürlich auch die ruhige, sinnliche Stimmung der Bilder. Mir geht es um die Spannung zwischen Beidem.

London @FetischFilmFestival Kiel – Besprechung

Eine schöne Kritik der Vorführung von London findet sich auf dem Weblog von Domenique von Sternenberg, verfasst von ihrem >Sklaven<:

http://blog.domenique.ch/2008/11/23/london/

Ich zitiere:

“Und trotzdem, der Soundtrack ist kaum auszuhalten. Meine Gebieterin ist kurz davor sich die Ohren zuzuhalten und meint zur ganzen Übungsanlage nur ganz trocken: «Da geht es offensichtlich darum herauszufinden, wie lange man sich von der Tonspur quälen lässt um den «Smoking Ladies» noch etwas zuzusehen». Als Fachfrau für quälend erotische Arrangements muss Sie es wissen. Dem hat der Sklave nichts mehr hinzuzufügen.”

Nun ja, der Ton hätte nicht übermäßig laut sein müssen, das ist keine Intention des Stückes. Ansonsten: sind mir die Reaktionen auf den Film gründlich wurscht, außer dass ich sie gerne in den Raum stelle.

weiterlesen

Elke Heidenreichs Sendung geht weiter, und zwar auf dem besten Sendeplatz überhaupt, dem Internet. Dann kann die Sendung endlich auch ich sehen, der ich noch nie einen Fernseher besessen habe.

Link: Lesen ! Gast: Campino - www.litcolony.de

Schäubles Freudscher

Telepolis: Das Ende des Goldenen Zeitalters

Der Telepolis-Artikel zeichnet ein scharfes Bild der Geschichte der Ökonomie des 20. Jahrhunderts, und kommt dann zur Gegenwart – Teil 2 steht allerdings noch aus. Trotzdem schon mal sehr empfehlenswert:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29184/1.html

Fotos von der Ensemble Modern Akademie

Zum BGH-Urteil bzw. meinem Interview dazu

In meinem Interview mit der SZ ist es zu Verwirrung gekommen. Natürlich begrüße ich nicht, dass die 2 Sekunden Kraftwerk geschützt bleiben sollen, aber ich begrüße, dass zumindest herauskommt, dass es Hintertüren gibt.
Ich muss dazu sagen, dass das Interview per Handy mitten während meiner Arbeit geführt wurde und ich nicht sorgfältig genug antworten konnte. Ich hoffe, dass dennoch ersichtlich geworden ist, dass hier das Problem der Uneindeutigkeit des Urteils die Debatte weiter anheizen wird, und das sehe ich als Teilerfolg.

Das größte Monochord der Welt

Folgendes Video zeigte ich letztens meinen Studenten im Zusammenhang mit der Einführung in die Akustik:

Ein Monochord ist ein einsaitiges Instrument. Die Tacoma Brücke wurde wie eine Saite durch eine heftige Windböe, 4 Monate nach Eröffnung der Brücke, in Schwingung versetzt – was natürlich nur aufgrund einer desaströsen Fehlkonstruktion passieren konnte. Der Fall gilt als dramatischster Fehler in der Geschichte des Brückenbaus.

Zufällig war eine Farbkamera (! 1940) vor Ort.

Gerne hätte ich auch Videos von den legendären Waffentests gezeigt, bei denen Häuser mit riesigen Lautsprechern in Schutt und Asche gelegt wurden, habe aber nichts gefunden. Das Ganze zielt natürlich auf eine kompositorische Weiterverarbeitung, Dinge in Schwingung zu versetzen, die eigentlich nicht dafür konstruiert sind…