Aktuelle Arbeiten von zwei Kollegen, Alexander Schubert und Stefan Prins, bei denen mal wieder deutlich wird, wie heutzutage erst am Medium komponiert wird:
„Your Fox’s A Dirty Gold“ – performed by Frauke Aulbert:
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Schon lange gibt es die selbstspielenden Klaviere, und der Komponist Conlon Nancarrow hat es mit seiner radikalen Abkehr vom Konzertbetrieb, hin zum autarken Komponieren für PlayerPiano (in der mexikanischen Wüste!) mit eigenwilligen Stücken letztlich zu Ruhm gebracht.
Abgesehen davon, dass man mittlerweile mit Samplebanken der bestehenden Insrumente virtuelle Player-Instrumente (von Harry Lehmann „ePlayer“ getauft) hat, also für alle möglichen Instrumente von Menschen unspielbare Instrumentalmusik komponieren kann, gibt es endlich auch Roboter, die mit physischen Instrumenten alles mögliche anstellen können. Auf dem Video ist leider (noch) keine wirkliche PlayerGuitar-Musik zu hören, also speziell die Möglichkeiten des Roboterspielers auslotende Musik, aber man kann sich davon schon mal inspirieren lassen. In die Richtung geht jedenfalls meine Musik seit Living in a Box, mithilfe von Samples, oder im Donaueschingen-Stück nächstes Jahr durch aufwändige Vorproduktionen – mehr wird noch nicht verraten.
Ich freue mich mitzuteilen, dass mein Pd-Tutorial nun auch in der finalen Version ins Spanische übersetzt wurde, und zwar von Lucas Cordiviola in Buenos Aires, Argentinien!
Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie’s da drinnen aussieht: Bruce Colling, Posaunist beim Ensemble Musikfabrik, hat mit einer Kamera im Instrument einige erweiterte Posaunentechniken aufgenommen.
I did these videos with Universitätsprofessor Dr. med. Wolfgang Angerstein as a part of his Studie über Lippenschwingungen im Funktionsbereich für Phoniatrie & Pädaudiologie am Univ.-Klinikum Düsseldorf (research project on lip vibrations, performed at the phoniatric department of the university of Düsseldorf medical school).
Und hier das gesamte Posaunensolostück „Keren“ von Iannis Xenakis:
Die Diskussionsrunde zum Thema „Laptop als Instrument?“, die am 31.5.2011 im Rahmen der „Matrix-Akademie“ im Experimentalstudio des SWR in Freiburg stattgefunden hat und am 19.11.2011 auf SWR2 ausgestrahlt wurde (Kulturtechno berichtete), steht nun online. Die ersten drei Minuten fehlen.
Laptop als Instrument?
Podiumsdiskussion im Experimentalstudio des SWR am 31.5.2011, mit Daniel Peter Biró, Orm Finnendahl, Johannes Kreidler und André Richard, moderiert von Björn Gottstein.
Da dieses Blog einfach auch Materialsammlung für eigene Arbeiten ist, und mich die Splitscreentechnik interessiert, kommt das hier mal in die Sammlung, trotz der Musik. Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen.
A camera installed on the roof of the Exploratorium museum in San Francisco captured an image of the sky every 10 secobnds. From these images, I created a mosaic of time-lapse movies, each showing a single day. The days are arranged in chronological order. My intent was to reveal the patterns of light and weather over the course of a year.
Statt tonmalerisch Naturvorgänge oder Menschenaktivitäten mit instrumentalen Mitteln darzustellen, ist die musique concrète Ende der 1940er Jahre dazu übergegangen, diese Atmosphären einfach direkt per Mikrofon aufzunehmen und mit den Aufnahmen dann musikalisch zu komponieren.
Es gibt aber Vorläufer; der früheste in der Medientheorie bekannte ist Ottorino Respighi, der am Ende des dritten Satzes von „Pini di Roma“ von 1924 Original-Nachtigallengesang einsetzt: Respighi verlangt dazu die Schallplatte Nr. 6105 der Firma Concert Record Gramophone „Il canto dell’usignolo“.
Ab 6’03“. Wirkt schon etwas bizarr, denn ansonsten ist’s ja instrumentale Tonmalerei.
Der erste Phonautograph wurde 1857 von Édouard-Léon Scott de Martinville konstruiert. Er verwendete einen an eine Membran angeschlossenen Trichter, um den Schall aufzunehmen. Mittels einer an der Membran angebrachten Schweinsborste wurde auf einem mit einer Handkurbel angetriebenen, rußgeschwärzten Zylinder aus Glas eine graphische Aufzeichnung des Amplituden-Zeitverlaufs erstellt.
[…]
Ursprünglich war eine Wiedergabe nicht möglich; und zwar weder mit dem Gerät selbst (wie etwa beim Phonographen), noch gab es ein spezielles Wiedergabegerät. Erst 2008 konnte eine Tonaufzeichnung jenes Phonautographen von 1860 rekonstruiert und hörbar gemacht werden, womit Scott die älteste bekannte Tonaufnahme zugeschrieben werden kann.
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