Johannes Kreidler
Piece for Harp and Video
Premiere Gaudeamus Music Week Utrecht 2018
Miriam Overlach, Harp / Camera
A Monitor is put right behind the harp strings. The preproduced video on the monitor is captured via a live camera shooting through the strings which the player is bending and tilting, finally also plucking. The first half of the piece is without sound. [Score]
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Ausschnitte aus meiner im Frühjahr in Halle aufgeführten Oper.
Mein Staat als Freund und Geliebte (2017/18)
Oper für Chor, Pianist-Performer, Tenor, Tänzer, Video und Orchester
Dauer: 95′
UA: 27.4.2018 Oper Halle
Pianist-Performer stefanpaul
Tenor Christian Voigt
Chor und Extrachor der Oper Halle
Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa
Staatskapelle Halle
Komposition, Konzept und Regie Johannes Kreidler
Musikalische Leitung Christopher Sprenger
Bühne und Kostüme Christoph Ernst
Dramaturgie Michael von zur Mühlen
Einstudierung Chor L.d.B. / Rustam Samedov
Videoinspizienz Iwo Kurze, Kai Hengst
Ton Heiko Westphal, Jonathan Wolgast
Licht Victor Schenke
Inspizienz Berd Bunk
Soufflage Anke Hoheisel
Regieassistenz Lisett Ansorge
Ausstattungsassistenz Ayfer Ezgi Karatas
Bühnenmeister Christian Kusch
Videodokumentation: Matthias Rieger
Auftragskomposition der Oper Halle, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
-Letztes Jahr habe ich mit dem Ensemble Asamisimasa bei der Biennale Venedig im Research Pavillon performt
-Auf Schweizer Radio Kultur kam letztens eine Sendung von Annelis Berger über Instrumentenzerstörung, darin auch Statements von mir, hier online nachzuhören.
-Radio Bremen sendete kürzlich einen Beitrag von Martina Brandorff über „Rhythmus der Zeit“, Einflüsse der Lebenswelt auf das Komponieren, mit einem Gespräch mit mir, hier online.
-Die Duke University und die Universität der Künste Berlin machen einen Online-Kurs „Experiments with Sound„, in dem auch meine Arbeit besprochen wird.
–Septian Dwi Cahyo hat in Indonesien ein Buch über gegenwärtige Notationspraxis von Musik herausgebracht, darin wird auch Arbeit von mir besprochen
-Alberto Bernal hat Harry Lehmanns Text „Vom entgrenzten zum reflektierten Musikbegriff“, der auf meinen Text „Der aufgelöste Musikbegriff“ reagiert, ins Spanische übersetzt.
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Letztes Jahr habe ich mich mit Staatserzählungen als Opernstoff befasst und unlängst ist diese Oper in Halle uraufgeführt worden, jetzt sehe ich, dass auch andernorts das Thema aktuell diskutiert wird.
Wer über Politik spricht, muss über den Staat sprechen. Der Staat durchdringt alle Lebensbereiche, prägt unsere politische Ordnung – und will immer wieder aufs Neue hinterfragt werden: Was ist der Staat eigentlich? Und was bedeutet es heute, Staatsbürger zu sein? Diesen und anderen Fragen widmen sich in diesem Band einige der renommiertesten Vertreter ihres Faches aus unterschiedlichsten Perspektiven. So zeigt der Kunsthistoriker Horst Bredekamp, wie sich die Bilder des Staates – wortwörtlich verstanden – in der Bundesrepublik gewandelt haben. Das komplizierte Verhältnis von Beratern und Machthabern bis zu den Einflüsterern der Kanzlerin schildert Jürgen Kaube, während der Völkerrechtler Georg Nolte ganz aktuell nach dem Recht des Staates im Krieg fragt: Was darf er tun, um Gewalt und Terror zu bekämpfen? Neben weiteren Beiträgen erklärt Herfried Münkler, warum wir eine neue Erzählung Europas brauchen, und all dies ergänzt Wolfgang Schäuble durch den Blick aus der politischen Praxis auf das Verhältnis von Staat und Religion in der pluralistischen Gesellschaft.
-Der Trailer #2 steht jetzt wieder online-
Kommt alle nach Halle! Weitere Aufführungen am 26.5. / 30.5. / 16.6. / 22.6.
Am Montag sendete SWR2 in der Reihe JetztMusik ein Radiogespräch über Anna Schürmers Buch „Klingende Eklats“ in der Mediathek; es unterhalten sich Björn Gottstein, Lydia Jeschke, Bernd Künzig und Michael Rebhahn. Darin geht es insbesondere auch um Auftritte von mir.
7 Tage in der Mediathek. Ab 41:10-
Eine kurze Nachbemerkung zu dem Gespräch: „die Zuschauer fragen sich ja meistens nicht, ob es auf sie wirkt, sondern ob es auf die andern wirkt.“ (René Pollesch)
Aus dem Mitschnitt der Premiere gibt es jetzt noch einen Trailer, außerdem ein Radiogespräch über die Oper. Kommt nach Halle! Weitere Aufführungen am 26.5. / 30.5. / 16.6. / 22.6.
UPDATE: Wegen einer kleinen Panne in den Credits muss ich den Trailer leider noch mal runternehmen, kommt wieder…
Der Sammelband zur letztjährigen Darmstädter Frühjahrstagung (Vortragsvideo) ist nun erschienen, in dem u.a. mein Beitrag „Nebeneinander, Gegeneinander, Miteinander. Über ästhetische und diskursive Pluralität“ abgedruckt ist.
Hakan Ulus hat für die MusikTexte den Bericht über die Darmstädter Ferienkurse 2016 verfasst. Darin schreibt er: »Kreidlers Fantasies of Downfall war musikalisch zu belanglos, um ernstgenommen zu werden.« Das ist buchstäblich das einzige, was der Autor über mein Stück verliert (nicht dass einem gleich wieder vorgehalten wird, man würde aus dem Zusammenhang reißen). Es war, wohlgemerkt, eine Uraufführung, das Stück kann also schwerlich als bereits bekannt vorausgesetzt werden. Aber gerade bei einer Uraufführung müsste dem interessierten Zeitschriftenpublikum doch erst einmal berichtet werden, was überhaupt geboten wurde; der Autor macht sich aber nicht die geringste Mühe, den Lesern nahezubringen, was im Stück geschehen ist, stattdessen posaunt er gleich und einzig seine Meinung dazu heraus. Mit Verlaub, das ist kein Musikjournalismus, das ist eine Kloake. So etwas hätte in einer Zeitschrift, die sich für seriös hält, nicht stehen dürfen.
Mir fällt der Satz natürlich auf, weil er mich betrifft, aber er ist nur ein Beispiel für ›Meinung ohne jedes Argument‹, eine läppische Behauptung, um nicht zu sagen, eine platte Schmähung. Darum mein Wunsch, mit Habermas: Argumente statt Meinungen. Es kommt dann oft die Antwort, man habe eben bei einer Kritik nicht genug Platz. Es wird also auch gegen das dritte Habermassche Gebot verstoßen – die Verantwortung wird abgegeben. Wenn die Ausrede des geringen Platzes jede Wurschtigkeit legitimiert, dann ist die Kunstkritik wirklich auf den Hund gekommen!
[…]
Wir haben im deutschsprachigen Raum aber auch den Glücksfall für die neue Musik, dass es mehrere, konzeptionell verschiedene Zeitschriften gibt (deren Existenz, dies soll auch einmal mitgeteilt werden, sich mehrheitlich dem großen Idealismus ihrer Macher verdankt). Es wäre toll, wenn diese noch stärker in Wettbewerb träten, sich gegenseitig beobachteten und kritisierten – statt nur die Musik. Auch ein jährlicher Preis für den besten Text zur neuen Musik, und warum nicht auch ein Negativpreis für die dümmlichste Wortmeldung, würde der publizistischen Kultur Ehre und Ansporn sein.
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