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Titanic 1/09

…erscheint morgen und gilt es zu kaufen! denn!: Kreidler hat darin geschrieben.

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Zugegebenermaßen aber nur einen 1-Satz-Witz. Doch schließlich sind die kurzen Witze die guten.

ps. Nachdem seit Jahren bei meinen Musikstücken, Aktionsvideos etc. gelacht wird, ohne dass ich es intendierte, werde ich ab dem neuen Jahr dann auch da einfach vorsätzlich witzig sein (wollen). Dann hört das vielleicht mal auf.

product placements @Montréal

Wie ich schon verwies wurde das Stück, und es war tatsächlich die konzertante Welturaufführung, in Montréal gespielt, und bei dieser Aufführung konnte ich leider weder anwesend sein noch dem Live-Stream zuhören, aber, wie es sich für moderne Einrichtungen gehört, ist alles schön mitgeschnitten und ins Netz gestellt.

Das ganze Konzert hatte folgendes Programm:

Stelios Giannoulakis Chaotic Lucidity 2 ch 11’
Hiromi Ishii Ginn-Klang 4 ch 7’
Gintas Kraptavicius Grinny Memories 2 ch 4’
Daniel Blinkhorn Built Environment 5 ch 11’
Adam Basanta Is the Medium is The Message 8 ch 11’
Johannes Kreidler Product Placements 2 ch 1’
Aki Pasoulas Chronos 2 ch 11’
Giuliano Cantini Same and the Similar 2 ch 7’

und kann hier als mp3 samt Moderationen in 1 Stunde und 40 Minuten gehört werden…
Natürlich, wie es sich für Kanadier gehört, sind die Stücke akusmatisch interpretiert, was meinem Stück (bei 1 Stunde 13 Minuten) zu schöner Plastik verhilft. Das Konzert war so gut besucht wie das Elektroakustik-Konzerte mit Neuer Musik normalerweise sind.

Elektrischer Reporter zum Urheberrecht II

Im zweiten Teil der Elektrischer-Reporter-Reihe zum Thema Urheberrecht in digitalen Zeiten geht es um Creative Commons und Kulturflatrate:

Wind der Zukunft

Im Tagesspiegel von heute ein lesens- und bedenkenswerter Text zur post-Finanzkrisenzeit, die ganz im Zeichen der ökologischen Frage stehen wird.

Am Schluss kommt der Autor auf die schöne Idee, dass die Kunst ja nicht immer nur widerspiegelt, sondern auch vorgeben kann:

Wie es in den Künsten nach allen Ab- straktionen und Fragmenten die Sehnsucht gibt nach der wieder fassbaren Figur (in der Malerei) und dem unzersplitterten Erzählen (in der Literatur, im Theater) und wie sich dort die strenge Scheidung von Hoch und Niedrig, E- und U-Kultur aufgelöst hat, so könnten sich Hightech und Lowtech, Global- und Lokalwirtschaft demnächst neu vereinen. Es wäre für Mensch und Natur vermutlich kein Rückschritt.

Mir ist diese Kunstauffassung zwar tendenziell zu konservativ, aber dass überhaupt die Kunst als Vorbild genommen wird, ist in diesen Medien viel zu selten zu lesen.

Das BKA zu „Call Wolfgang“:

… gibt keine Auskünfte, außer dass sie Kunst angeblich nicht interessieren würde, erzählte mir ein Reporter von RadioFritz, der heute Nachmittag einen Bericht über die Aktion bringt. Dann erkläre ich hiermit sämtliche Mails die in Deutschland verschickt werden zu Kunst und verlange die Einstellung der Vorratsdatenspeicherung.

Hier der Link zur Aktion.

Offener Brief an den Bundeswolfgang

In der Zeitschrift „politik und kultur“ 1/09 des Deutschen Kulturrats schreibt Theo Geissler von der Neuen Musikzeitung an Wolfgang Schäuble direkt und auf dem Duz-Fuß, was gesagt werden muss:

Was mir noch Sorgen macht, sind so ein paar kleine, besserwisserische Widerstandsnester, die unter dem Fähnlein angeblicher Kreativität unablässig Nadelstiche in die Substanz unserer konzentriert-konzertierten „Aktion Sicherheit“ anzubringen versuchen. Zum Beispiel dieser sogenannte selbsternannte Komponist Johannes Kreidler: Unter dem etwas ekelhaften Titel „Call Wolfgang (2008) – terrorist generated content“ hat dieser Rabauke eine Internet-Aktion installiert, in der Computer ständig miteinander via Voice-over-IP telefonieren und dauernd unsere 92.617 Key-Wörter zur Entdeckung terroristischen Umfeldes verwenden (siehe: http://www.kreidler-net.de/call.html… ). Das ist doch eine echte Sauerei. Wieviel analytische Kompetenz und angesichts all der zu kontrollierenden Datenmassen dringlichst benötigte Rechenleistung unserer Behörde wird so absorbiert und vergeudet.


http://www.nmz.de/online/wie-ich-fuer-meinen-inoffiziellen-chef-wolfgang-schaeuble-gern-offen-reportiere

product placements @ZDFinfokanal: Elektrischer Reporter

In der neuesten Ausgabe des Elektrischen Reporters geht es um Urheberrecht in digitalen Zeiten. Unter anderem mit meiner Aktion product placements, 70200 GEMA-Formulare für ein 33sekündiges Musikstück.

Vorratsdatenspeicherung dient dem Schutz der Menschenwürde

Das meint tatsächlich der Passauer Rechtsprofessor und „Internetrechtler“ Dirk Heckmann.
Ich danke für eine gänzlich unnötige weitere Bestätigung der Notwendigkeit meiner Call Wolfgang – Aktion.

Hier noch die besten Thesen-Vorschläge an Herrn Heckmann aus dem heise-Forum zu dem Thema, für die er mit seiner Faktenresistenz prädestiniert zu sein scheint:

Rauchen kann auch gesund sein
Einbuchten bringt Freiheit
Die Berliner Mauer war ein anti-imperialistischer Schutzwall
Todesstrafe schützt Leben
Für eine friedliche Nutzung der Atombombe
Sexuelle Aktivitäten schützt Jungfräulichkeit
Der Eingriff in die Privatsphäre dient zum Schutz der
Privatsphäre
Stalking dient dem Schutz der Frauen
Extreme Blödheit verhindert Job als Rechtsprofessor

Call Wolfgang – terrorist generated content

Die neue Aktion ist online:

Call Wolfgang
terrorist generated content

Installation / Netzaktion
Zwei Computer telefonieren via VoIP miteinander und generieren automatisch Terrorabsprachen zur Herausforderung des BKA.

http://www.kreidler-net.de/call.html

Weg mit den Banken!

Sehr schöner Film, der aufzeigt, wie absurd das weltweite Geldsystem ist und dass ein Kollaps nur die Frage der Zeit ist. Wenn dann nur die richtigen Konsequenzen gezogen würden. Mein Geschichtslehrer pflegte zu sagen: Der Kapitalismus braucht eben hin und wieder einen Krieg, um wieder gesundzuschrumpfen. Das ist das Schlimme, nach dem Kollaps funktioniert das System wieder eine Weile – Oder die wie die Titanic schreibt: Der Kapitalismus hat mal wieder seine Tage.