Ich freue mich mitzuteilen, dass mein Pd-Tutorial nun auch in der finalen Version ins Spanische übersetzt wurde, und zwar von Lucas Cordiviola in Buenos Aires, Argentinien!
Harry Lehmann: Die neuroästhetische Naturalisierung der ästhetischen Kategorien
Vortrag auf dem VIII. Kongress „Experimentelle Ästhetik“ der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik vom 04.-07. Oktober 2011 an der Kunstakademie Düsseldorf
Update: Video funzt jetzt.
Kamera in der Posaune
Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie’s da drinnen aussieht: Bruce Colling, Posaunist beim Ensemble Musikfabrik, hat mit einer Kamera im Instrument einige erweiterte Posaunentechniken aufgenommen.
I did these videos with Universitätsprofessor Dr. med. Wolfgang Angerstein as a part of his Studie über Lippenschwingungen im Funktionsbereich für Phoniatrie & Pädaudiologie am Univ.-Klinikum Düsseldorf (research project on lip vibrations, performed at the phoniatric department of the university of Düsseldorf medical school).
Und hier das gesamte Posaunensolostück „Keren“ von Iannis Xenakis:
(via Musikfabrikblog)
Wo wir dabei sind, so hört sich eine Tuba mit Saxofonmundstück an, demonstriert vom Tubisten Melvyn Poore von der Musikfabrik.
Früher auf Kulturtechno: Gehörgangsspiegelung
„Fratres“ von Arvo Pärt auf dem No-Input Mischpult
Ich elitärer Sack finde den archaistisch-wabernden Arvo Pärt erwartbarerweise ziemlich kitschig, anbiedernd, ja, reaktionär, und weltanschaulich erst recht zum Davonlaufen, aber ihn auf einem No-Input-Mischpult zu spielen hat doch was, zumal ich hier ja immer wieder Re-enactments der historischen Avantgarde bringe; also, dann eben auch die Kuschelmoderne. Nerdig interpretiert isses ok.
Danke für den Hinweis, Dubius!
Früher auf Kulturtechno:
Das Mischpult als No-Input-Instrument
Pärtomat
Ekelgeräusche
In einem Artikel über „Ekel-Geräusche“, gemeint sind zB Kratzgeräusche an der Tafel, lernen wir auch etwas über präpariertes Hören, und über Kunst, nämlich die Kunst der Entschärfung:
Die Teilnehmer der ersten Gruppe wurden vorab informiert, dass es sich bei den Geräuschen um Kreide- bzw. Wandtafelkratzgeräusche handelt. Personen der zweiten Gruppe erhielten die Fehlinformation, wonach es sich bei den Geräuschen um kurze Ausschnitte aus zeitgenössischen Kompositionen handle. Die Personen, die von einer zeitgenössischen Komposition ausgingen, empfanden die Klänge dann auch als weniger unangenehm, so die Forscher.
Dabei können mit der richtigen Iterationstechnik Kreidegeräusche sogar einigermaßen beeindrucken, wie Mathelehrer Walter Lewins demonstriert:
(via publique)
Laptop als Instrument? Radiodiskussion online
Die Diskussionsrunde zum Thema „Laptop als Instrument?“, die am 31.5.2011 im Rahmen der „Matrix-Akademie“ im Experimentalstudio des SWR in Freiburg stattgefunden hat und am 19.11.2011 auf SWR2 ausgestrahlt wurde (Kulturtechno berichtete), steht nun online. Die ersten drei Minuten fehlen.
Laptop als Instrument?
Podiumsdiskussion im Experimentalstudio des SWR am 31.5.2011, mit Daniel Peter Biró, Orm Finnendahl, Johannes Kreidler und André Richard, moderiert von Björn Gottstein.
Auf der Suche nach dem Dümmsten (11)
Der Anwärter auf die US-Präsidentschaftskandidatur Rick Perry hat vor wenigen Tagen diesen Spot veröffentlicht:
I’m not ashamed to admit that I’m a Christian, but you don’t need to be in the pew every Sunday to know there’s something wrong in this country when gays can serve openly in the military but our kids can’t openly celebrate Christmas or pray in school.
Das YouTube-Urteil:
Gefällt 15.422, gefällt 543.034 nicht
wovon wohl einige Gefälltmirse noch ironisch gemeint sein werden. Die geballten Hasskommentare darunter wurden mittlerweile gelöscht. Trotzdem kann der Ächtung nicht genug sein. Folgendes Video drückt es am besten aus:
Das Ding hat also das Zeug zum Meme. Beispielsweise wurde bemerkt, dass Perry dieselbe Jacke trägt wie ein Protagonist in dem oscarprämierten Schwulenwestern „Broke Back Mountain“, Remixer drehen ihm die Worte um – Version 1 – Version 2 – Version 3. Der Hitlervergleich ließ natürlich auch nicht lange auf sich warten. Richtig so!
Hier noch mehr Herrenwitz.
(via Spiegel Offline)
Update: Mittlerweile hat man entdeckt, dass die Hintergrundmusik vom schwulen Komponisten Aaron Copland abgekupfert ist.
Kreidler @Universität Marburg
Morgen um 16h mache ich auf Einladung von Martin Schüttler an der Philipps Universität Marburg im Studiengang Medien eine Präsentation eigener Werke, mit Schwerpunkt auf Medienzeugs und Konzeptualität. Wer einen Schein will, muss anwesend sein und mitdiskutieren!
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Das meint der Kulturtechno-Karikaturist dazu:
Johannes Kreidler: windowed 1 version 1
Johannes Kreidler
windowed 1 Version 1 (2006)
for percussion and audio playback
Alexandre BabelConcert of the Academy of Arts Berlin, 7.10.2011
Seit einigen Jahren konzentriert sich meine kompositorische Arbeit auf die Idee einer „Musik mit Musik“: Reproduktionen von Musik werden collagiert und digital verändert, mit Live-Instrumenten neukontextualisiert und überschrieben. Durch alle möglichen Bearbeitungstechniken – Zerschneiden, Transponieren, Filtern, Schichten, Dämpfen usw. – und instrumentalen Kombinationen erforsche ich das Feld zwischen „reinen“ Klängen mit gewisser parametrischer Ordnung und „bedeutsamen“ Klängen mit Erfahrungswerten.
Als Material verwende ich hauptsächlich flache, anonyme Popmusik, die sich gut als Medium für eine neue Musik zweckentfremden lässt. Sie ist außerdem die alltägliche akustische Realität, das Mediengeräusch, das ich wieder musikalisiere (absichtlich verwende ich dafür schlechte Mp3-Qualität).


