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product placements @Montréal

Beim Festival ÉuCuE xxvii der “Association des Etudiants en Eletroacoustique de Concordia” an der Concordia University, Salle Oscar Peterson Concert Hall, 7141 Sherbrooke St. West, Montréal QC, wird product placements im Konzert um 16.30h (Ortszeit) gespielt.
Wer die Zeit richtig umrechnet kann auch andernorts den Webcast des Festivals anhören.

Zu Luhmanns 10. Todestag

Ein Artikel in der Welt.

Anders als dieser Artikel meint, kann zumindest von der Musik gesagt werden, dass Luhmanns Theorie einen immensen Einfluss auf das Denken der Gegenwartskomponisten seit Jahren ausgeübt hat. Die Zeitschrift Musik & Ästhetik vor allem hat schon einige Texte dazu seit Luhmanns Tod veröffentlicht. Und auch meine Medientheorie der Musik basiert auf einem Text Luhmanns.
Rainald Goetz’ Bemerkung zu Luhmanns Werk als großem Kunstwerk stimmt ein gutes Stück weit, Luhmanns Radikalität und Eigenständigkeit gehen in Kunstnähe. Schwierig bleibt die extreme Eigenständigkeit bis fast zur Sterilität der Luhmannschen Deskription. Mein medientheoretischer Versuch geht dahin, aus Luhmanns Perspektivischer Darstellung auch einen Möglichkeitshorizont anzuvisieren. Wie weit das wirklich mit der ästhetischen Wahrnehmung in Produktion und Rezeption zu verbinden geht muss sich wiederum in Praxis und Theorie erweisen.

Digital Natives

Nach etlichen Generationennamen “Generation XY” erscheint mir der der “Digital Natives” endlich angebracht. Keine Frage, alle nutzen das Web, aber mich beschleicht immer wieder das Gefühl, dass es da doch zwei große Gruppen gibt: Diejenigen, die die Potenziale des Web 2.0 kennen und anwenden und die, die das nicht tun. Das ist natürlich nicht immer eine Altersfrage, und ich bin oft erfreut, wieviele Anghörige der fortgeschrittenen Generation sich keineswegs schwer tun in diesen Dingen, und wieviele junge Leute nur alle drei Tage überhaupt mal Mails lesen.

Ein schöner Artikel zum Thema heute im Schweizer Tagesanzeiger.

Nachtrag zu Frankfurt

Ausgerechnet beim Frankfurter Geldmuseum ist der Eintritt frei.

Dekonfabulation @DeutschlandRadio Kultur

Heute nacht um 0.05h kommt auf DeutschlandRadio Kultur die Sendung “… das Fenster öffnen … Herausforderungen des Alltags für die musikalische Moderne” von Gisela Nauck. Darin wird die erste Fassung von Dekonfabulation besprochen.

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hallo berlin / welt

Zurück von Frankfurt von einem guten Workshopwochenende mit dem Ensemble Modern. Wie immer wurde über meine todernste Musik gelacht, vor allem beim durchgefilterten Barockchoral im Marschrhythmus. Meine Beteuerung, dass das alles von Herzen kommt, glaubte mir keiner ;)

Ich wiederum kann es nicht glauben, dass die junge Generation derart pathetisch in die Ensemble-Modern-Vollen greifen nötig hat. Dramatik bestand für manche vor Ort nur aus an- und abschwellenden gestischen Texturen. Subtilität, aufgeklärte Distanz zu Effekten, formale Brüche, Geschichtsbewusstsein und Individualität, das scheint ihnen nicht über die Feder zu gehen. Darauf reimt sich dann eine Oberflächlichkeit in den Gesprächen, die ich ihnen leider nicht vorhalten konnte, weil ich das englische Wort für “Oberflächlichkeit” nicht wusste. Die Gespräche mit den Musikern hingegen waren sehr erhellend und zeigten alle Facetten und Schwierigkeiten des Verhältnisses Komponist-Instrumentalist auf.

Eine echte Schnapsidee, also in der Kneipe geboren, ist die eines neuen Stückes für Kontraforte, einer Weiterentwicklung des Kontrafagotts, die angeblich das Zeug dazu hat, Fagott und Kontrafagott abzulösen. Und angeblich sind darauf über 1000 Mehrklänge möglich, was mich prompt reizt, die in 10 Minuten abspielen zu lassen. Mit Robert Buschek werde ich auf jeden Fall in der nächsten Zeit einmal das Ganze experimentell ergründen. [Ebenfalls angeblich hat der Ensemble-Modern-Fagottist Johannes Schwarz sogar schon über 6000 Mehrklänge aus seinem Instrument geholt...]

Zuletzt noch dieses Video von Takashi Murakami, dessen Ausstellung ich im Frankfurter Museum für moderne Kunst heute gesehen habe. Er ist eine Art japanischer Liechtenstein, Pop in Mangastyle plus extrem detailgestalteter Fraktal-Ästhetik.

Frankfurter Straßenmetaphorik

Die Kantstraße wird von der Musikantenstraße gekreuzt.

In der Kantstraße gibt es ein “Café Kante”.

In der Kantstraße gibt es einen “Edeltrödel”. (Wobei sich da fragt, ob der Inhalt oder die Form gemeint ist.)

Ciao bis Montag

Bin ab morgen in Frankfurt beim Vortreffen des Kompositionsseminars der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Vielleicht schaff ich’s aber auch mal, zwischendurch einen Beitrag zu schreiben.

Kontinuum mit Melodie @DeutschlandRadio Kultur

Teile der DEGEM-CD “Orpheus 400″ werden am 31.10.2008 auf DeutschlandRadio Kultur von 0.05h bis 1h gesendet, darunter mein elektronisches Stück Kontinuum mit Melodie.

Gestaltete Landschaften – Musik von Kreidler, Hosokawa und anderen in der „Unerhörten Musik“

Arno Lückers Besprechung des gestrigen Konzerts in der Neuen Musikzeitung.