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Augenmusik, 15. Jahrhundert

Schwerlich als wirkliches Musikstück vorstellbar, muss wohl auch eines der (meines Wissens) wenigen Beispiele für „Augenmusik“ aus der Renaissance sein. Italien, zweite Hälfte 15. Jahrhundert.



http://openn.library.upenn.edu/Data/0002/html/mscodex1248.html

(via EineBlasseWäscherin)

Früher auf Kulturtechno: Augenmusik (Renaissance)

Schallplatte mit Möwenschnabel abnehmen

(via nerdcore)

Früher auf Kulturtechno: Rosenstacheln als Tonabnehmer

Bondage Pianist

Von Nathan Hall.

Tame Your Man is a ‘living music sculpture’, a theatrical work composed for piano, rope bondage artist, narrator, and electronics. The piece premiered in November 2012 in Boulder, Colorado and has since seen several more performances with the NYC-based group Tenth Intervention. It deals directly with my sexuality as a gay composer, exploring pleasure, surrender, and trust through the power dynamics of the two main performers.
The music for Tame Your Man is comprised of 12 movements that roughly follow the traditional ‘circle of fifths’. Stylistically, militaristic pounding and dance club-like movements open the performance and soon become transformed, ending in a slower, ecstatic meditations. Over the course of the work, the pianist gets progressively more bound to his instrument, and the piano writing purposefully reduces the range of motion of the hands on the keyboard. By the last movement, only the outermost keys can be reached.

(via BadBlog)

Philosophie (Symbolbild)

Mann singt zweistimmig Pachelbelkanon

Nancarrow, Study for PlayerPiano #37, visualisiert

Schöne Umsetzung von Stephen Malinowski.

(via Weltsicht)

Früher auf Kulturtechno: Nancarrow, Study 31 – gesungen

Der Widersinn von ‚Ein Instrument >spielen<'

Hab mal einen Text darüber geschrieben, warum ich den Ausdruck „Spiel“ in der Kunst für falsch halte. Hier nun ein Dokument das mir Unterstützung gibt; leider ist nicht zu ermitteln, wer das geschrieben hat.

(via Taktgefühle)

Patchstorage: Puredata-Patches online

Schöne Sammlung von Pd- (CSound- und andere) Patches

http://patchstorage.com/explore/

Immaterial

Gesamtkunstwerk Konzeptualismus
Gesamtkonzeptwerk
->
Konzeptsex
usw.

Angewandt, das Angewand
Drang nach Kunst, egal welches Medium
Kreativität und sexuelle Potenz

Materialfortschritt auf dem Klo und unter meiner Bettdecke.

Sieg über die Maschine. Der Computer kann so vieles – aber er kann sich – noch jedenfalls – nicht Konzepte ausdenken. Mahnkopf müsste eigentlich Konzeptualist sein; die scharfsinnigste Wehr gegen die technologische Kränkung. Konzeptualismus ist Subjektivismus, ja, Expressionismus.
Planned Obsolescence hat auch eine humanistische Dimension: Die Maschinen müssen sterben, und der Mensch muss sie überleben. Niemand will eine Glühbirne kaufen, die 150 Jahre lang funktioniert; es wäre demütigend.

Das Zweitgeschenk
Das Repräsent.

Kompomist. Komponismus. Kompositionismus.

Konzeptualismus
Mansplaining

Zerstörungskunst, Destrukturen

Konzeptualismus ist Idealismus

Semantische Explosion und Entqualifizierung durch Atonalität; die Dialektik der Neuen Musik. Das selbst ist ihre Semantik.

Bemerkenswerterweise impliziert fast jede ausdrückliche Semantisierung von Musik ein humoristische Distanzierung, durch die entstehende Doppelwirkung von Bedeutung und rein-sinnlicher Musik, die sich irgendwie doch immer widersprechen und damit einen komischen Effekt auslösen. Selbst der Bach-Choral in Bergs Violinkonzertrequiem hat etwas Groteskes, da er von Klarinetten gespielt wird, Instrumente, die es zu Bachs Zeit noch gar nicht gab.

Ein (später) Kristallisationspunkt. Mit dem Konzeptualismus kommt wirklich wieder alles, was die (Neue) Musik ausmacht, auf den Prüfstand. Werk, Zeit, Hören, Ästhetik/Anästhetik, Sinn, Ratio, Vermittlung, Autorschaft, Material, Medien, Tradition, Institutionen, Rahmenbedingungen, Erkenntnistheorie, Definition, Politik. Das große Ganze, das größte Ganze, das größte mögliche Ganze.

Der Pate der Konzeptmusik vor Cage, Duchamp und Satie ist Heinrich Schütz.

Sicherlich ist Philosophie ohne Sprachuntersuchung nicht mehr zu denken. Wortspiel und Worternst, Welt als Wort als Welt. Alsismus.

Eine Idee ist nicht teilbar. Es kann im Konzeptualismus keine Unvollendete geben.

Im Ersten Weltkrieg habe ich an der Front 17 Franzosen und 8 Engländer getötet.

Wenn der Komponist auf andere Medien zugreift stellt sich die Professionialitätsfrage. Lösungen: a) mehr Kollaboration b) mehr eigene Kompetenz auch in anderen Medien c) keine Kompetenzansprüche erheben d) Professionalität umdefinieren.
Die Hürde, andere Medien wie Video, Performance zu verwenden ist nicht so hoch, aber die Semantiken, die damit gesteigert dazukommen, diese Hürde ist für Komponisten hoch.
Unterricht in Bedeutungsgestaltung.

Konzeptmusik, englisch concept music, wörtlich zu deutsch „Begriffsmusik“- eigentlich noch viel besserer Ausdruck, das ist wirklich provokant und neu, zumal damit ja nicht nur Verbalpartituren gemeint sind, aber Musik, aus der Begriffe transzendieren und das Wesen von Begriffsbildung.

Ein Komponist (Konzeptualist) ist jemand, der nicht weiß, was Musik ist.

Expressive Musik ist nicht mehr expressiv.

Listomania
Jedem Begriff liegt eine Liste zugrunde.
Jeder Begriff ist ein Sammelbegriff, ein Listenbegriff.

Arnold Schönberg einen Kompositionsauftrag geben.
Frédéric Chopin einen Kompositionsauftrag geben.
Wolfgang Amadeus Mozart einen Kompositionsauftrag geben.
Johann Sebastian Bach
Komponieren wird immer mehr zum Kuratieren.
Kurationalität
Kuratifizieren
Kurationisten, Kurationismus, Ku-Irrationalismus.
Oberwassermusik

Immaterial

Ideengeschichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Ideengeschichte

Beispielsweise Fukuyama: Das „Ende der Geschichte“ wird entweder verlacht, weil es zu unseren Lebzeiten gewiss nicht eintritt, oder bleibt bestenfalls eine nicht uninteressante politische Spekulation und ein lohnenswertes philosophisches Gedankenexperiment. Trotzdem hat sich Fukuyama unsterblich gemacht: Weil er eine Idee (die sich gerade durch die knackige Formulierung – dass man darauf erst 1989 gekommen ist?!) in die Welt gesetzt hat, die viele anregt, die in dieser Schärfe noch nicht formuliert wurde.
Ähnlich Aussagen wie Descartes „Ich denke, also bin ich“ oder Leibnizens „Wir leben in der besten aller möglichen Welten“. Inhaltlich unentwegt widerlegt, aber diese Sätze bleiben bestehen, weil sie schillern, weil sie Ideen sind, die die Kraft der Neuheit nicht nur hatten, sondern für immer haben. Primat der Pioniere.
Immer wieder war Postmoderne, zB auch beim frühen Nietzsche.
Beethovens Symphonien sind nicht Symphonien, sondern postmoderne Klassik.
Auch postmodern: Don Quixote
Beethovens Fugen sind Hyperfugen.
Dennoch: Die Idee der Postmoderne kam zu dem Zeitpunkt auf, der ihr den Namen gab: Nach der Moderne. Ideengeschichtlich ist die Postmoderne eine zeitlich klar festgelegte Epoche. Nun könnte man sagen, wenn dennoch jede Epoche ihre eigene Postmoderne hat, dann leben wir jetzt in der Postmoderne der Postmoderne.
Nach Eco hat wohl jede Epoche ihren Manierismus und ihre Postmoderne. Dem ist hinzuzufügen: und ihre Romantik, in Deutschland.