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Kategorie Museum für moderne Kunst

Mario

Sehr schönes ReadyMade: Das Leben zweier kleiner gemeiner Goomba-Monster in Super Mario Bros betrachtet. Formal ganz klassisch mit allmählicher Steigerung, Peripetie und Coda:

Und das Spiel in augmented Reality von Aram Bartholl, den ich schon mal bloggte:

Eine weitere „Realisierung“ hier.

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Schwimmwesten für Kühe, wenn dann die Ozeane überlaufen

Henriette hat mich beim Operare-Workshop auf ein schönes Projekt hingewiesen:

Karsten Gruth und Nils Volkmann entwerfen Gegenstände, die wir nach dem Klimakollaps brauchen werden, z.B. Schwimmwesten für Kühe:

http://www.klima2050.de/Main.html

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I hate Mozart

Auf YouTube gibt’s Material aus der Oper „I hate Mozart“ von Bernhard Lang.

Das beneidenswerte ist hier, dass er schafft den traditionellen Belcanto-Gesang ohne jede Peinlichkeit zu verwenden.

Lang wird gehasst und verehrt. Ich gehöre zu letzteren mit der Meinung, dass er einer der besten Komponisten der Gegenwart ist. Nur seine Impro-Geschichten könnte er bleiben lassen, hört sich immer gleich (und zwar gleich schlecht) an; sowieso ist Impro out.

Kompressionstod

Große Zahlen, hach!
Folgendes Video zeigt ein Foto, das 600x mal hintereinander in JPEG (welches mit jeder Speicherung eine Kompression, sprich Qualitätsminderung vornimmt) gespeichert wurde.

Hier gibt’s auch noch einen Song, der 600x hintereinander in mp3 codiert wurde, finde ich aber weniger spannend, da die Entwicklung nicht gezeigt wird.

via

Just schneit mir noch die Meldung eines neuen verlustfreien mp3-Verfahrens rein.

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Wer nichts sieht, wird nicht gesehn.

… sagte Erich Kästner einst von kriegsblinden Bettlern. Unsichtbar oder durchsichtbar halten sich aber auch heute viele Obdachlose, was mit dieser schönen Aktionsidee wiederum sichtbar wird:

via

World of Warcraft real

Wunderbare Arbeit von Aram Bartholl: Man trägt im wirklichen Leben seinen Namen gut sichtbar mit sich rum, dem Computerspiel World of Warcraft nachgebildet. Das Wesen kann man aus dem Namen lesen! (Goethe, Faust)

Shitlist

Reihungen interessieren mich schon lange, großen Zahlen interessieren mich schon lange, fremdes Material zu nehmen interessiert mich schon lange. Folglich interessiert mich der ästhetische Effekt von Folgendem:


(Und Provokation interessiert mich ja auch, aber davon kann man hier eigentlich nicht mehr sprechen, oder?)
(via)

Ken Jacobs‘ The Georgetown Loop

Ein Experimentalfilm, der mich sehr inspirierte bzw. in meiner Arbeit mit „found footage“ und dem Wechsel von konkreter und abstrakter Wahrnehmung bestätigte.

Mein nächster Essay „Bestehendes“, der Ende April in KunstMusik erscheint, beginnt mit einer Betrachtung dieses Films:

„Das Material des Experimentalfilms The Georgetown Loop von Ken Jacobs ist eine auf 1903 datierte Aufnahme, auf der eine Eisenbahn die Rocky Mountains in Colorado durchkreuzt, verstreute Ortschaften passiert und deren Fahrgäste der auf dem hintersten Wagen befestigten Kamera zuwinken. Nach einleitendem Ablauf der ganzen zweiminütigen Sequenz beginnt diese wieder von vorn; nun ist die Leinwand zweigeteilt, links der Originalfilm, rechts dagegen seine horizontale Spiegelung, so dass es scheint, als ob aus der Mittelachse alle Bewegung herausflösse oder darin verschlungen würde. Danach kommen Original und Spiegelbild komplett auf dem Kopf, und zuletzt noch auf dem Kopf und rückwärts.
Mit elementaren Bearbeitungen einer bestehenden Aufnahme schafft der Avantgarde-Filmer Jacobs ein eigenständiges Werk. (Er verkehrt, von der doppelten Projektion abgesehen, einfach die Handgriffe eines Kinovorführers.) Durch die Kombination von räumlicher und zeitlicher Invertierung ist das eingangs vorgestellte Material im Endstadium kaum noch identifizierbar. Der Prozess dorthin macht aus der nostalgischen Konserve ein immer komplexeres Bewegungsmuster, in dem das Schwarz und Weiß der vorbeiziehenden Landschaft zu referenzlosen psychedelischen Formen verschmelzen; der panoramatische Blick aus dem fahrenden Zug verwandelt sich stufenweise zu symmetrisch entstellten Räumen. Mit der verblüffenden Wucht einfachster Mittel ist ein Übergang von konkreter zu abstrakter Wahrnehmung dargestellt.
Aber warum verwendet Ken Jacobs hierfür prä-existentes Material, „found footage“, wie die Filmemacher sagen? Sicher bringt der historische Schwarzweißfilm verwertbare Charakteristika für die Idee, und verleiht dem Ergebnis mit seinem simplen Sujet einen zusätzlichen Charme. Aber Jacobs hätte doch, selbst mit der Kamera bewaffnet, das bestmögliche Material für sein Vorhaben einfangen können, statt mit Gegebenem Vorlieb zu nehmen, welches überdeutlich in ganz anderer Intention gedreht wurde. Vielleicht steckt in seiner Entscheidung ein rein persönliches Faible für solche Uralt-Aufnahmen, die er selbst aus fragilen Papier-Speicherbeständen der kinematographischen Frühzeit ausgegraben hat. Oder dieses Material gewährleistet einfach nur das, worauf es ihm ankommt, so dass er sich mit diesem seinem Fund hierfür just zufrieden gibt (und keine eigene, kostspielige Produktion anstrengen muss). Er mag die Auseinandersetzung mit etwas Vorgegebenem, Fremdem suchen, eine provokante Differenz zwischen Original und Bearbeitung erheischen wollen – aber eine wirklich schlüssige Erklärung für gerade diese Wahl, der Bahnfahrt durch die eisbedeckten Rockies 1903, gibt es wahrscheinlich gar nicht.“

Moving Sounds: Bernhard Lang

Ein kurzer Film über Bernhard Lang, imho einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart:

Isch scheiss disch sowas von zu mit meinem Geld

Wer kennt nicht Kir Royal, DIE Kultserie der 80er? Ich, ich durfte 1986 (6 Jahre alt) noch nicht so lange aufbleiben. Und schon gar nicht Dialoge sehen in denen davon die Rede ist, dass einer den anderen mit Geld „hinten und vorne“ reingeschoben „fertisch“ macht, weil der ihn „wie ne Deppen“ stehen zu lassen droht. Gott sei Dank gibt es YouTube und Mario Adorf!

Update: Natürlich hätte auch mein GEMA-Video so sein müssen: „GEMA, isch scheiss disch sowas von zu mit meinen Formularen…“