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Kategorie Museum für moderne Kunst

Klavier mit Code spielen

Früher hatte ich hier schon mal das faszinierende Video, in dem Karlheinz Essl ein echtes Klavier spielt – aber am MIDI-Mischpult.
Die nerdigste Form kommt jetzt: Live Code schreiben, welcher ein motorisiertes Klavier ansteuert.

Bemerkenswert daran ist auch, dass es wohl am besten als Video funktioniert, oder man macht im Konzertsaal ein Screening des Bildschirms.
Bleibt natürlich trotzdem etwas mysteriös, denn wer weiß schon was das Code-Zeugs bedeutet. Also, mehr als Konzept genießen denn als traditionelle Musik-Performance. Warum nicht.

(via rukano)

Klaviermusik von Beethoven, taktweise komprimiert

Habe gestern rumexperimentiert:

Von einem Klavierstück Ludwig van Beethovens wird jeder Takt zu einem (1) Akkord zusammengefasst, der sämtliche Töne dieses Takts enthält. Die Akkorde werden schnell hintereinander gespielt (oder bei langsamen Sätzen langsamer).

Hier der dritte Satz der Klaviersonate C-Dur Op.53 „Waldsteinsonate“, taktweise komprimiert. Es spielt Konrad Zuse:

Und hier noch ein Klavierstück von Beethoven, ein sehr bekanntes, ihr dürft raten:

Der/die LiebhaberIn des Beethoven-Schredderns kann sich hier noch den dritten Satz der Appassionata anhören, und die ganz unersättlichen mögen sich bei mir melden, hab noch die Mondscheinsonate, die kleine und die große Pathétique. Verdankt sich natürlich der Tatsache, dass man die Sonaten als Midi-Files im Netz findet.

Update: Auf Nachfrage hier noch die Mondscheinsonate und die Sonate Op.10,1.

Ich sehe erst jetzt beim Blogeintrag-Schreiben, dass das akustisch fast dieselbe Idee ist wie gestern auf Kulturtechno der Pixelhimmel.

Früher auf Kulturtechno: Beethovens “Pathétique” nach Lautstärke sortiert

New Yorks Pixelhimmel

N SKY C .COM ist ein Netzkunstprojekt von Mike Bodge. Die Website zeigt die durchschnittliche Farbe des New Yorker Himmels, alle fünf Minuten aktualisiert. Mal schauen, wie der angekündigte Hurrikan „Irene“ verpixelt wird.

(via Triangulation)

Früher auf Kulturtechno: Pixelkunst

Joanna Bailie – On and Off 2

„Die Kunst der Zukunft wird die Collage sein“, sagte Gottfried Benn vor langer Zeit. Damit war er weitsichtiger, als man erst dachte. Aber wie sollte es anders sein, da sich das Internet zum totalen Archiv ausdehnt?

Es ist darum gar nicht verwunderlich, dass auch in der Kunstmusik immer mehr das Sampeln und zufallsgesteuerte Abspielen von bestehender Musik angewandt werden. Selbst die Berliner Philharmoniker rufen mittlerweile Remix-Wettbewerbe aus.

Hier das Stück „On & Off 2“ der britischen, in Brüssel lebenden Komponistin Joanna Bailie. Es spielt das Ensemble Plus Minus. Bailie hat eine wunderbare minimalistische Art, fest Definiertes und Zufälliges zu verweben und schafft zudem eine sehr schöne Szenografie.

Ich finde, langsam dürfte die Fraktion der Spießerdeppen Ignoranten mal aufhören, bei sowas noch zu rufen, ach, für Radios hat doch schon Cage vor Dezennien komponiert; als ob fürs Klavier nicht auch schon seit Jahrhunderten geschrieben worden wäre! So, wie man nicht fragen kann, was denn nach Monarchie und Demokratie als nächstes kommt, kann man auch nicht fragen, was denn nach dem postmodernen Remix als nächstes kommt. Mashup ist für immer. Kunst geht’s nicht um’s Prinzip, Kunst ist konkret. Ratschlag: Zuhören!

Bildbetrachtungshilfe

Schluss mit der stressigen Interaktivität! Wolfgang Stehle zeigt mit seinen Bildbetrachtungshilfen von 2001, wie das Kunstwerk anzuschauen ist und nicht anders.

Es war schon immer so in der Kunst: Das Publikum ist die Skulptur.

People Who Do Noise – Doku über Noise Musicians

Eine Doku mit dem schönen Titel „People Who Do Noise“.

Was hierzulande nicht so bekannt ist: In den USA unterscheiden sich „contemporary classical music“ (Neue Musik auf klassischen Instrumenten, tendenziell bieder und wenig avantgardistisch ambitioniert) und „new experimental music“ (alles irgendwie Schrägere, was dann meist gleich ganz abgefuckt ist), wozu das Völkchen der „Noise Music“ gehört, das erklärtermaßen (Impro-)Musik mit Dröhnen / Brummen / Rauschen macht.

Ich bin immer weniger ein Freund von Impro-Geschrabbel, aber der experimentelle Zugang und das unbedingte Musizieren-Wollen, auch das Undergroundige sind zwischendurch ganz erfrischend.

(via Synthopia)

I am sitting in a room different from the one you are in now

Wikipedia über den Klassiker der Klangkunst I am sitting in a Room von Alvin Lucier.

(via ./mediateletipos))))

Früher auf Kulturtechno: I am sitting in YouTube.

Derive – Splitscreen-Film von Ricardo Greene

derive (1x6x4x1) from Ricardo Greene on Vimeo.

Walking the city as a cumulative time experience.

A film by Ricardo Greene

COLOR | STEREO | 02’01” | Nikon-L1 | 2008

(via musicofsound)

Tonwechsel beim langsamsten Musikstück der Welt!

Wieder mal ist beim wunderbaren Cage-Projekt in Halberstadt („as slow as possible“ – ein 639 Jahre dauerndes Musikstück) ein Ton gewechselt worden, die NZZ berichtet. Das as‘ hört nach drei Jahren auf zu klingen.
Hier ein Video vom Tonwechsel am 5.7.2008

Früher auf Kulturtechno über das Projekt.

„Voices and Piano“ von Peter Ablinger

Mark Knoop spielt das wunderbar konzeptuelle „Voices and Piano“ von Peter Ablinger. Simultan zur Aufnahme eines gesprochenen Textes erklingt die ‚Sprechmelodie‘, quantifiziert auf die Klaviertasten.

SPOR festival 2010, Århus – Denmark: Mark Knoop performs Peter Ablingers piece „Voices and Piano“ (1998/2010).

Früher auf Kulturtechno: „Quadraturen“ von Peter Ablinger