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Kategorie Museum für moderne Kunst

Neue Musik, Pop, Performance: die Without Additives No Stars Big Band

Ein schöner Auftritt der Gruppe WITHOUT ADDITIVES NO STARS BIG BAND. Es besteht kein Zweifel mehr, dass nun Elemente der atonalen Musik und der Popmusik verschmelzen, zumindest bildet Pop einen noch reichlich unerschlossenen Fundus für die Neue Musik – merkwürdig genug, dass erst Jahrzehnte nach ihrer Erfindung ein atonales Stück für Hammondorgel (bzw. dann schon virtuelle Hammondorgel, von Enno Poppe) geschrieben wird. Aber besser spät als nie; im besten Fall kommt ein best-of dabei heraus.

This is the video of the latest [-+] without additives NO STARS BIG BAND – show in Lübeck. Are you tired of being confused? This band will make it even worse! [-+] WITHOUT ADDITIVES NO STARS BIG BAND plays the most bone-crunching, gut-ripping and brain-melting music in the whole universe. Incorporating a handful of totally unrecognizable elements from the most obscure corners of music history, they not only combine them in most inappropriate ways, but most of all they create new disturbing music-genres, revealing so the self-mutating gene of music.

(via caterpillar trashcore)

Conlon Nancarrows Leben ausgewalzt

Eine schöne Doku über Conlon Nancarrow, Pionier der autarken elektronischen Musik, der dieses Jahr 100 geworden wäre.

(via Alex Ross)

Erfreulicherweise kann man beinahe sämtliche Studies auf YouTube anhören und -sehen von der Werkliste auf www.nancarrow.de.

Instrument aufs Instrument projiziert

Wieder mal eine sehr gelungene Idee von Simon Steen-Andersen: Er projiziert Archiv-Material des Instruments auf das Live-Instrument.

Harpist Sunniva Roedland Wettre (NO) performs Simon Steen-Andersen’s History of My instrument (2011) for harp, video and pick-up.
Researchers Night, Oslo, 21rst of September 2011.

Oder hier die Study #3 for Cello and Video in der Gitarrenversion.

Fehlerästhetik #Einschub: Phasenverschiebung

Jetzt erst ist mir eingefallen, dass auch die Minimal Music hier erwähnt werden muss, baut sie doch auf einen Fehler auf: der nicht möglichen Synchronisation zweier Tonbandgeräte.

Wikipedia:

For the recording, Reich used two normal Wollensak tape recorders with the same recording, originally attempting to align the phrase with itself at the halfway point (180 degrees). However, due to the imprecise technology in 1965, the two recordings fell out of synch, with one tape gradually falling ahead or behind the other due to minute differences in the machines and playback speed. Reich decided to exploit what is known as phase shifting, where all possible recursive harmonies are explored before the two loops eventually get back in sync before the end of the piece. The following year, Reich created another composition, Come Out, in which the phrase „come out to show them“ is looped to create the same effect.

Allerdings steht der „Fehler“ hier bald nicht mehr im Vordergrund, das Prinzip entfaltet so viel eigene musikalische Kraft (und Reich hat es dann ja im Folgenden konsequent auf Instrumentalmusik angewandt, wo der Fehler nur noch simuliert wird), dass das Stück nur teilweise in diese Reihe passt. Ähnlich verhält es sich mit den Doppelbelichtungen in den Filmen Werner Nekes‘, die schnell eine eigene Poetik haben.

Interview mit UbuWeb-Chef Kenneth Goldsmith

Der Macher des fantastischen UbuWeb gibt Auskunft. Er tut so bescheiden, dabei ist er gegenwärtig der bedeutendste Museumsleiter der Welt.

Büchereikunst

“Die Neue Lektüre/ The New Readings”, 2008-2010: “Neue Lektüre” ist eine Reihe von bildhauerischen Eingriffen, welche ich 2008 angefangen habe. Nach dem Auswahl von Bibliothek und Regal, fange ich an, die Bücher nach meine eigene ästhetischen Kriterien zu arrangieren. Da die Arbeiten von den Mitarbeiter der Bibliotheken abgebaut werden, ist die einzige Möglichkeit die Arbeiten zu dokumentieren, die Fotografie.”

Früher auf Kulturtechno: Kunst im Baumarkt und im IKEA

(via rebel:art)

Die ersten Collagen (1912)

Georges Braque: Obstschale und Glas, 1912, Kohle u. geklebtes Papier.

Pablo Picasso: Stillleben mit Rohrstuhlgeflecht, 1912, Collage.

Die ersten Collagen, damals auch „Klebebilder“ oder „das neue Material“ genannt.

Die St.-G.-Schrift

Wikipedia:

Ab 1904 erschienen Georges Drucke in einer eigenen Drucktype, der so genannten St.-G.-Schrift,[1] die vorgeblich auf Georges eigener „Handschrift“ basierte.

Für die Gedichtbände Stefan Georges wurden ab 1904 eigene Typen verwendet. Die Konstruktionsprinzipien der mit diesen gedruckten Schrift: Sie ist serifenlos mit optisch gleichbleibender Strichstärke. Die Variation in der Strichstärke zum optischen Ausgleich wird mit der – dem strengen Programm einer fortschreitenden Formalisierung unterworfenen – Weiterentwicklung der St.-G.-Schrift, die sich in mehreren Stufen bis 1909 bzw. 1927 vollzog, zurückgenommen, so daß eine Klassifikation zwischen älterer Grotesk und geometrischer/konstruierter Grotesk sinnvoll erscheint. Die gedruckte »George-Schrift« weist gewisse Ähnlichkeiten mit der von George ab 1897 mit der Hand geschriebenen »Stilschrift« auf, was zur Verwechslung und fallweisen Gleichsetzung beider Schriften führte.

(via Schrift & Charakter)

The first thousand numbers in alphabetical order

Herrlich absurd! Claude Closky hat die Zahlen von „One“ bis „Thousand“ alphabetisch geordnet.

Das Verfahren wird oft verwandt (hier zB eine Rede von George W. Bush alphabetisch geordnet von Lenka Clayton), aber mit Zahlen hat es doch noch einen Clou mehr.

(via ubu)

Übrigens sind die Suren im Koran der Länge nach geordnet.

Früher auf Kulturtechno: Hitler bolero’d.

Letzte Werke

Ein schönes Blog mit den letzten Werken bekannter Künstler: http://endpiece.tumblr.com/

Keith Haring (1958-1990). Unfinished painting, 1989.

Edward Hopper (1882-1967). Two Comedians, 1966.

Jean-Michel Basquiat (1960–1988). Riding with Death, 1988.

Michelangelo (1475–1564). Pieta Rondanini (unfinished) 1564.

(via unhappy readymade)