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Kategorie Museum für moderne Kunst

Dan Tramtes Granulation Concept anhand von Material aus „Audioguide“

Aufmerksamkeit, Lob, Kritik, alles schön und gut, aber die höchste Ehre, die einem Künstler wiederfährt, ist, dass andere inspiriert werden und mit den Dingen weiterarbeiten.

Dan Tramte verfolgt das Konzept, die Videoaufnahme einer repetitiven Kreisbewegung neu zusammenzusetzen – die Kreisbewegung bleibt die gleiche, aber die Segmente werden aus unterschiedlichen Repetitionen genommen, sodass alles drumherum diskontinuierlich wird.
In meinem Musiktheater Audioguide gibt es eine Stelle, in der Geigen wie Windmühlen geschwungen werden – eine ideale Vorlage für Tramtes Konzept, der sogleich zur Kamera griff. Im Lauf der Kurse haben wir dann noch weiteres Material aufgenommen. Danke, Dan!

Lecture von Klarenz Barlow

Er ist ein wesentlicher Vertreter aus der ‚Vatergeneration‘ des Neuen Konzeptualismus: Klarenz Barlow. In der Lecture stellt er seine Arbeit vor.

Drüben in der Weltsicht bespricht Stefan Hetzel dann auch einen Kommentar aus dem Publikum (bei 1°17′), der auf den Bezug zu meiner Arbeit hinweist.
Notabene: Stefan Hetzel macht gerade ein Blogfestival mit Arbeiten Barlows.

(Danke für den Tipp, Stefan!)

Bil Smith <3

Seit geraumer Zeit ist auf Facebook jemand unterwegs, den mittlerweile jeder aus der Neuen Musik kennen dürfte, der auf FB ist: Bil Smith, aka Laboratie New Music und diverse weitere Identitäten, die wohl auf ihn zurückzuführen sind. Smith veröffentlicht grafische Partituren, verlinkt, schreibt über ulkige Instrumente und verweist auf sein Blog, in dem er etwas merkwürdige Posts bringt, die teilweise zusammencollagiert zu sein scheinen. Manche seiner Accounts hat er schon ein paar wüste Sachen sagen lassen, nun ja. Eine seiner grafischen Partituren enthält Noten von Richard Barrett, die er ungefragt verwendet hat, was Barrett ihm wohl nie verzeihen wird. Manche Behauptungen, die er auf FB streut, sind wohl eher dem Reich der Fantasie zuzuordnen.
Und genau deswegen mag ich ihn. Erst mal finde ich seine grafischen Partituren gut, hab sie hier ja auch schon ausgestellt. Seine Umtriebigkeit ist herzerfrischend, seine Provokationen mögen die Spießer nerven, ich mag ihn nicht missen. Er wird von einigen angefeindet (siehe Bad Blog), ich wüsste überhaupt nicht, was es da zu beschweren gibt: Auf FB ist jeder sein eigener Hausherr und kann bei Nichtgefallen Leute aus seiner Timeline oder aus der Freundesliste schmeißen (generell: Es heißt auf FB immer noch „Freunde“, wem jemandes Äußerungen dort mißfallen, soll den einfach aus seiner Liste werfen, fertig). Wer das nicht tut aber stattdessen immer weiter rummosert, ist halt so ein dämlicher Honk wie Barrett. Leute, es ist Kunst, muss euch nicht gefallen, aber es ist Kunst, und er ist ein Künstler. Bil, mach weiter so, du bist ein Original!

lehnen wir ab.

Ludwig Mies van der Rohe, 1923

Grasbassklarinette

Schönes Setting, aufregender Sound: ein Ausschnitt aus „implicated amplification“ von Sarah Nemtsov, gespielt von Ingolfur Vilhjálmsson.

Hit Music with Microphones

Christof Migone lässt Menschen mit Mikrofonen rumhauen.

http://www.christofmigone.com/html/projects_gallery/HitMaker_Sudbury.html

Masterpiece Management

Das Projekt „Masterpiece Management“ von Tobias Schick und Katharina Vogt (Kulturtechno früher) wurde nun uraufgeführt – ein Musikstück ist angefertigt worden, begleitet von Ratschlägen diverser Experten. Die endgültige Version integriert den konzeptuellen Hintergrund.

Wer heutzutage Erfolg haben will, muss ausgezeichnete Qualität bieten. Da die Märkte für die meisten Produkte hierzulande gesättigt sind, ist der Wettbewerb härter geworden. Neue Produkte haben nur Chancen auf dem Markt, wenn sie zielgruppenorientiert und innovativ sind und sich von den Konkurrenzprodukten absetzen. Neue Produkte werden nicht von Einzelnen erfunden, sondern bei der Produktentwicklung arbeiten Expertenteams zusammen, denn nur so kann das kreative Potential genutzt werden, das sich aus der Teamarbeit von unterschiedlichen Persönlichkeiten mit verschiedenen individuellen Qualifikationen und Fähigkeiten ergibt. Die Existenz eines Qualitätssicherungssystems ist unabdingbar, denn nur so kann gewährleistet werden, dass Qualität- und Produktionsstandards eingehalten werden. Dies allein reicht jedoch nicht aus, um einen dauerhaften Unternehmenserfolg zu gewährleisten, denn die wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen ändern sich rasant. Es ist gefordert, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zukunftsträchtige Strategien zu entwickeln. Ein unabhängiges Consulting kann dabei unterstützend wirken, denn der Blick von außen ermöglicht es, neben den eigenen Stärken auch die Schwächen besser zu erkennen und diese zunehmend zu verbessern. Restrukturierungsmaßnahmen und Prozessoptimierung tragen dazu bei, die Produktivität der Arbeitsabläufe, die Produktqualität und die Marketingeffizienz zu steigern und sich somit einen Wettbewerbsvorteil nachhaltig zu sichern.

Auch in der neuen Musik ist der Markt mehr als gesättigt, da es viele Anbieter und wenig Nachfrage gibt[1]. Die große Anzahl von Komponisten und ihre vielen Stücke stehen in einem Missverhältnis zu einer vergleichsweise geringen Anzahl an Aufführungsmöglichkeiten, vor allem, da diese durch ständige Kürzungen im Kulturetat mehr und mehr schwinden. Insbesondere Neulinge auf dem Markt haben es schwer, da ihre Musik noch nicht über ein bekanntes Markenetikett verfügt, das für sich selbst spricht, sondern sie überhaupt erst wahrgenommen werden müssen. Dennoch hängen die meisten immer noch der Vorstellung eines romantischen Genius an, der auf die Inspiration der Musen wartet und vermeintlich aus sich selbst heraus schafft, anstatt auf Teamarbeit zu setzen und sich mit anderen zu vernetzen. Warum sollte man nicht auch bei der Kunstproduktion die Synergieeffekte nutzen, die sich aus dem gemeinschaftlichen Zusammenwirken mehrerer Personen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Sichtweisen ergeben?

Katharina Vogt und ich arbeiten als junges Startup-Künstlerduo gemeinsam an dem Projekt masterpiece management, das durch das Ensemble mam.manufaktur für aktuelle musik während der new talents biennale 2014 in Köln zur Aufführung gelangen wird. Aufgrund unserer Jugend und Unerfahrenheit setzen wir jedoch zusätzlich auch auf den Rat eines unabhängigen Consultings, sodass unser Stück noch besser und ein hoffentlich durchschlagender Erfolg wird. Wir sind daher sehr froh, ankündigen zu können, dass wir verschiedene ausgewiesene Experten aus den Bereichen Komposition, Musikkritik/Musikwissenschaft und Unternehmensberatung gewinnen konnten, die unser Stück beurteilen und Verbesserungsvorschläge machen werden (s. die einzelnen Rubriken). Der Qualitätszirkel sieht so aus: Wir schreiben ein Stück und legen dieses den Experten vor. Dann begutachten diese das Stück und geben ihre Einschätzungen und Ratschläge dazu ab. Im nächsten Schritt arbeiten wir die Vorschläge in das Stück ein, um so dieses zu optimieren. Am Schluss wird es mehrere Versionen des Stücks geben: die Originalversion und die verschiedenen Versionen, die aus den Anregungen der Experten heraus entstanden sind. Diese werden im Konzert nacheinander aufgeführt.

http://masterpiecemanagement2014.wordpress.com/

Münzen aus Materialien von Beuys und Kiefer

Der junge chinesische Konzeptkünstler Zhao Zhao macht aus Materialien, die er Kunstwerken von Joseph Beuys und Anselm Kiefer entnommen hat, neue Objekte, wie zum Beispiel Münzen. Ich sag es seit Jahren: Komponieren bedeutet, ein Instrument klauen.

(via)

Skulptur aus dem Erlös der Vorgängerskulptur

Wang Sishun hat eine Plastik aus eingeschmolzenen 1-Yuan-Münzen erstellt, die verkauft wird, und deren Erlös wiederum in 1-Yuan-Münzen eingetauscht wird, um daraus wiederum eine Skulptur zu gießen, die dann wiederum verkauft wird, usw. Gedacht ist wohl, dass die Skulptur dadurch jedes mal größer wird, aber vielleicht werden es einfach nur verschiedene Größen… Erinnert an Patrick Franks The Law of Quality.

Wang Sishun, Uncertain Capital, 2009 – until now sculpture cast from 1 Yuan coins, 20 × 20 × 20 cm, 61 kg

(via)

Steve Reichs „Piano Phase“ visualisiert

Noch ’n Reich-Video: Alexander Chen hat Piano Phase ziemlich anschaulich dargestellt.

(via cdm)

Früher auf Kulturtechno:
Clapping Music, visualisiert (2)
Clapping Music, visualisiert (1)
Steve Reich: Clapping Music, by found footage