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Publikums-Observation

David Helbich observiert während Konzerten das Publikum.

KEINE-PAUSE / NO BREAK
audience observations and alternative program notes

performance concept and program notes for the extended piano recital ‚492kg‘ by Frederik Croene.
Check out the dates and links for the venues in the list on the left.

30 – 9 – 2011 De Singel, Antwerp
9 – 10 – 2011 Concertgebouw, Brugge
11-11 – 2011 November Music, Den Bosch
12-11 – 2011 November Music, Den Bosch
3 – 12 – 2011 Intro in Situ, Maastrich

Auf YouTube gibt’s noch mehr Videos davon.

Davids „Keine-Pause“ passt natürlich hervorragend zur vorgestern gebloggten „Pause“ von Valeska Gert.

Achtung, Achtung! Ab heute gibt es Radio!

Berlin, 29. Oktober 1923, 20 Uhr: “Achtung, Achtung, hier ist die Sendestelle Berlin im Vox-Haus auf Welle 400 Meter. Meine Damen und Herren, wir machen Ihnen davon Mitteilung, dass am heutigen Tage der Unterhaltungsrundfunkdienst mit Verbreitung von Musikvorführungen auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt.”

„Zum ersten Mal seit der Erfindung der Buchdruckerkunst durch den Deutschen Gutenberg ist eine neue Möglichkeit geschaffen, geistige Güter gleichzeitig Ungezählten zu übermitteln, und es ist verständlich, dass der nach geistiger Nachrung hungernde Teil der Menschheit sich in Massen zum Radio drängt.“

Staatssekretär Hans Bredow, „Vater des deutschen Rundfunks“, 1924.

(via Glaserei)

Kreidler @DeutschlandRadio Kultur

Heute abend von 20h bis 22h strahlt DeutschlandRadio Kultur Teile des Konzerts vom 7.10. in der Akademie der Künste Berlin (Kulturtechno berichtete) aus, darunter auch meine Stücke windowed 1 und Stil 1c.

Iannis Xenakis
„Anaktoria“ für acht Instrumente

John Cage
„Etudes Boreales“ für Klavier und Violoncello

Karlheinz Stockhausen
„Kontra-Punkte“ für zehn Instrumente

Erhard Grosskopf
Streichtrio

ca. 20:45 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Ausschnitte aus zwei Vorträgen zu „Kontrolle und Zufall“
im Rahmen der Konzerte

Vinko Globokar
„Correspondences“ für vier Solisten

Johannes Kreidler
„windowed 1 Version 1“ für Schlagzeug und Zuspielung

„Stil 1c“ für Piccoloflöte, Baritonsaxofon, Vibrafon und Zuspielung

Ulrich Alexander Kreppein
„Nachtschattenwirbel (Phantasiestücke Nr. 2)“ für Ensemble

Hans-Joachim Hespos
„t a n E K – elektroAkustische spur und improvisierender kontrabaß“ – Uraufführung

Iannis Xenakis
„Persephassa“ für sechs Schlagzeuger

Matthias Bauer – Kontrabass
Michael Weilacher, Daniel Buess, Jürgen Grötzinger,
Matthias Engler, Oli Steidle, Fran Lorkovic – Schlagzeug
Les Femmes Savantes
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Leitung: Manuel Nawri

http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/konzert/1556160/

Livestrom:
http://www.dradio.de/streaming/dkultur.m3u

Bewegungslosigkeit als Tanz, 1920er

Unlängst hatte ich hier Vorläufer von John Cages berühmtem Stille-Stück 4’33“; während Cage 1952 damit an die Öffentlichkeit ging, hat Erwin Schulhoff schon 1919 das nur aus Pausen bestehende In Futurum geschrieben, und Alphonse Allias skizzierte bereits 1897 einen Trauermarsch mit leeren Notenlinien.

Im Tanz gibt es eine vergleichbare Vorgängerin: Valeska Gert, die in den 1920ern eine „Pause“ darbot.

Jede/r kennt John Cages Schlüsselwerk 4’33, jede/r kennt das schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch. Aber warum kennt eigentlich so gut wie niemand den Tanz/Performance/Aktion PAUSE von Valeska Gert?

Während in jener Zeit die Futuristen, eine ausschließlich aus Männern bestehende Künstlervereinigung, die Beschleunigung durch neue technische Entwicklungen und den Krieg begeistert feiert, setzt Valeska Gert mit PAUSE einen Kontrapunkt.
[…]
In den durch Filmrollenwechsel bedingten Pausen im Kino der 1920er tanzt sie PAUSE, einen Nicht-Tanz: Bewegungslosigkeit.

Mehr dazu in der Berliner Gazette.

Zeitreise als Augmented Reality

Was bringen uns die neuen Technologien? Die Vergangenheit!

Zwei Apps: Historypin überlagert Google Street View Bilder mit Fotos aus der Vergangenheit;

What was here bringt sie direkt auf die iPhone-Kamera.

In der NZZ hat im Frühjahr Peter Glaser über den Schieberegler in die Vergangenheit geschrieben.

(via BoingBoing und engadget germany)

Das Kaffetassenglissando

Dirk Rothbrust, Schlagzeuger vom Ensemble Musikfabrik, hat einen merkwürdigen Glissando-Effekt bei seiner Kaffeetasse beobachtet, wie er in dem Video zeigt.

Dank Twitter-Umfrage ist die Lösung gefunden – hier handelt es sich um den Hot chocolate effect. Wikipedia:

The Hot Chocolate Effect is a phenomenon of wave mechanics first documented in 1982 by Frank Crawford, where the pitch heard from tapping a cup of hot liquid rises after the addition of a soluble powder. It typically arises in the making of hot chocolate or instant coffee, but also occurs in other situations such as adding salt to supersaturated hot water or cold beer.
[…]
The phenomenon is explained by the effect of bubble density on the speed of sound in the liquid.

(via MusikFabrik Blog)

Die durchschnittliche Schriftart

Der Designer Moritz Resl hat aus allen auf seinem System befindlichen Fonts den Durchschnitt erstellt:

This project shows what a font would look like if it consisted of all typefaces installed on my system. Every character from a to z is drawn using every single font with a low opacity. In total there are over 900 typefaces in my library. I didn’t exclude the ugly ones.

Ich mag so etwas und würde es sofort der Kunst zurechnen; denn Kunst hat einfach auch die Funktion, Dinge zu machen, die sonst keiner macht.

(via Neatorama)

Früher auf Kulturtechno: Kunst aus Statistik

Konzert „Kontrolle und Zufall“ in der Akademie der Künste Berlin

Heute ist das, ich denke, sehr schöne Konzert in der Akademie der Künste Berlin:

durchgehend, Foyer
Etudes interactives
Interaktive Installation. Ludger Brümmer, Komposition, Götz Dipper, Idee und Konzept

18:00 Konzert, Studio
Johannes Kreidler windowed 1 Version 1 [2006] für Schlagzeug und Zuspielung, Stil 1c [2010/11] für Piccoloflöte, Baritonsaxophon, Vibraphon und Zuspielung
Ulrich Alexander Kreppein Nachtschattenwirbel (Phantasiestücke Nr.2) [2008-10] für Ensemble
Hans-Joachim Hespos t a n E K – elektroAkustische spur und improvisierender kontrabaß [2011] UA

18:45 Vortrag, Studio
Jan C. Schmidt Über das Glück des Zufalls: Der kreative Zufall in den Wissenschaften

20:00 Konzert, Studio
Iannis Xenakis Anaktoria [1969] für acht Instrumente
John Cage Etudes Boreales [1978] für Klavier und Violoncello
Karlheinz Stockhausen Kontra-Punkte [1952-53] für 10 Instrumente

21:00 Konzert, Ausstellungshalle 2
Erhard Grosskopf Streichtrio [2003] für Violine, Viola und Violoncello
Vinko Globokar Correspondences [1969] für vier Solisten

22:00 Konzert, Ausstellungshalle 2
Iannis Xenakis Persephassa [1969] für 6 Schlagzeuger

>> Mitwirkende
Kammerensemble Neue Musik Berlin
Manuel Nawri, Dirigent

Matthias Bauer, Kontrabass

Les Femmes Savantes
Sabine Ercklentz, Trompete, Pfeifen
Ute Wassermann, Stimme, Pfeifen
Ana Maria Rodriguez, Live-Elektronik

Persephassa
Maria Schneider, Daniel Buess, Matthias Engler, Jürgen Grözinger, Fran Lorkovic, Max Riefer, Schlagzeug,
Leitung Michael Wertmüller

Technische Realisierung: Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste

http://www.adk.de/de/aktuell/veranstaltungen/index.htm?we_objectID=30351

Occupy Wall Street, 1920

On September 16, 1920, an explosion at the corner of Wall and Broad Streets in downtown Manhattan killed 39 people and wounded hundreds more. It would be the deadliest terror attack on American soil until the Oklahoma City bombing 75 years later. Despite its proximity to the attacks on New York on September 11, 2001, the Wall Street bombing of 1920 has more in common with the public sentiment at the Occupy Wall Street protests in lower Manhattan today—with one notable exception. Today’s protesters are committed to nonviolence. The anarchists of yesteryear were not. They largely failed in their attacks on capitalism and Wall Street—and their tactics turned public sentiment against their cause.

Den jetzigen Demonstranten wünsche ich mehr Erfolg.

(via Neatorama)

Der Sound-Panzer

4000 Watt von Nik Nowak. Schließlich ist „Avantgarde“ ursprünglich ein militärischer Terminus.

(via notcot und techcrunch)

Und hier die zivile Form von mobiler Musik.

Früher auf Kulturtechno:
Kriegslautsprecher
Militärische Riesenohren
Akustische Waffen