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derweil auf Twitter

Hörtipp: Künstlerische Welten der Ludomusikologie

Spielst Du noch, oder gamest Du schon? Heute (und eine Woche im Stream) läuft auf DeutschlandFunk Kultur die erste von zwei Sendungen zum Spieltrieb in der Neuen Musik.
Mit Melanie Fritsch, Julia Mihály, Alexander Schubert, Johannes Kreidler, Marko Ciciliani, Julian Kämper u.a.
Von Anna Schürmer

„Ludomusikologie“ ist eine junge, zwischen Musik- und Medienwissenschaft angesiedelte Disziplin, die sich mit den spielerischen Komponenten von Sound und der musikalischen Ebene von Games beschäftigt.
Insbesondere die „Generation+/-1980“ nutzt die Gaming-Kultur als künstlerisches Tool: Diese mit Musikfernsehen und Computerspielen aufgewachsene Generation kundschaftet in bester Avantgarde-Manier neues, immersives Terrain aus und öffnet mit einer gehörigen Portion Spieltrieb audiovisuell animierte und interaktiv modellierte Möglichkeitsräume.
Autorin Anna Schürmer lässt entsprechend „verspielte“ Komponist:innen zu Wort kommen: Zum Beispiel Julia Mihály, Alexander Schubert und Johannes Kreidler – sowie die Ludomusikologen Melanie Fritsch und Julian Kämper. Im Mittelpunkt ihrer Sendung stehen die Forschungen von Marco Ciciliani.

https://www.deutschlandfunk.de/gaming-culture-kuenstlerische-welten-der-ludomusikologie.1990.de.html?dram%3Aarticle_id=492342&fbclid=IwAR2MEyVEShXWpqbwD1BZalNzYfcZ_sWjC7vpAgixXYuAMPWd-ANH4YG-VZo

Guitar Piece (aus: Diminuendo by shame)

Mikkel Schou hat’s getan.

#Evergreen

Corona Komposition

Die Würgegeräusche werden nicht notiert.

Fremdarbeit – eine andere Version

Der Absturz des Ölpreises, musikalisiert

For renowned director and activist Milo Rau I`ve created a musicalisation of the oil price plunge last year, following the concept of my 2009 financial crisis piece „Charts Music“ – as a jingle for his „school of resistance“, currently shown at Akademie der Künste Berlin.

Film 2- Outtake

Some material arrangements which were not used in „Film 2“.
http://www.kreidler-net.de/werke/film2.htm

Ensemble LUX:NM
Johannes Kreidler 2017

The composition class as an aesthetic think tank

I refer to my text on composition classes today. Young composers, come to Basel to study composition! Application deadline is 28.2.
We are an enthusiastic team of composers, instrumentalists, audio designers, improvisation and music theory, dedicated to New Music in its full range. We have many collaborative projects such as with Basel Sinfonietta, Theater Basel, Zeiträume Festival, Art Basel. The beautiful city of Basel is right on the border with Germany and France, central in Europe, close to Zurich and Freiburg, there is a lot of culture, music, art and theatre.

There were times when „school“ was a success label in music. Notre Dame School, Mannheim School, New German School, Second Viennese School, New York School, Old School Hip Hop, New School Hip Hop, or in photography the Düsseldorf School; in philosophy, the story goes anyway from the Platonic Academy to the Frankfurt School. These names appear in books and are used habitually in the language. Here, attitude and practice united the generations. Terms were coined.
If a composer wanted to proclaim or found a „school“ today, a Shitstorm would be guaranteed, from all sides. These times are over; a school, that is, the general consensus in composition education, would mean style, reifying standard, and if something should not be, it is that a teacher passes on a teaching. This is forbidden in hyperindividualism. In any case, the tradition of New Music is primarily the break with tradition. Everyone, it seems, agrees and is glad that there are no more schools, even retrospectively it seems ridiculous if someone today tries to launch another ’school‘ pseudo-historiographically somewhere in the past. And didn’t the pupils even call their Schoenberg „master“? School means authority, rules, dogma, sectarian elite circles and potential abuse of power.

https://www.nmz.de/artikel/the-composition-class-as-an-aesthetic-think-tank

Die Kompositionsklasse als ästhetischer Thinktank

Ich verweise wieder auf meinen Text über Kompositionsunterricht heute. Junge Komponisten, kommt nach Basel um Komposition zu studieren! Anmeldefrist ist der 28.2.
Wir sind ein enthusiastisches Team aus den Bereichen Komposition, Instrumental, Audio Design, Improvisation und Musiktheorie, das der Neuen Musik in seiner ganzen Bandbreite gewidmet ist. Wir haben viele Kooperationsprojekte wie bspw. mit Basel Sinfonietta, Theater Basel, Zeiträume Festival, Art Basel. Die schöne Stadt Basel liegt direkt an der Grenze zu Deutschland und Frankreich, zentral in Europa, nahe an Zürich und Freiburg, es gibt sehr viel Kultur, Musik, Kunst und Theater.

Es gab Zeiten, in denen waren „Schulen“ ein Erfolgslabel in der Musik. Notre-Dame-Schule, Mannheimer Schule, Neudeutsche Schule, Zweite Wiener Schule, die New York School, Old School Hip Hop, New School Hip Hop, oder in der Fotografie die Düsseldorfer Schule; in der Philosophie geht die Geschichte sowieso von der Platonischen Akademie bis zur Frankfurter Schule. Diese Namen stehen in den Büchern und kommen selbstverständlich über die Lippen. Hier einte Haltung und Praxis die Generationen. Es wurden Begriffe geprägt.
Wollte heute ein Komponist eine „Schule“ ausrufen, „gründen“ oder „bilden“, der Shitstorm wäre garantiert, von allen Seiten. Diese Zeiten seien vorbei, Schule, so lautet der allgemeine Konsens in der Kompositionsausbildung, hieße ja Stil, verdinglichende Norm, und wenn etwas nicht sein dürfe, dann, dass ein Lehrer eine Lehre weitergibt. Im Hyperindividualismus ist das verboten. Die Tradition der Neuen Musik ist ohnehin primär der Traditionsbruch. Alle, so scheint es, sind sich darin einig und froh, dass es keine Schulen mehr gibt, auch retrospektiv wirkt es lächerlich, wenn heute noch einer eine weitere ‚Schule‘ pseudo-historiographisch irgendwo in der Vergangenheit zu lancieren versucht. Und hatten die Eleven ihren Schönberg nicht gar mit „Meister“ anzureden? Schule heißt Autorität, Regeln, Dogma, sektiererischer Elitenkreis und potenziell Machtmissbrauch – hörige statt hörende Schüler.

https://www.nmz.de/artikel/willkommen-im-institut-fuer-institutionenkritik?fbclid=IwAR0QL9ugSyDcjgopsViXIhWsTaGrqtmPfq5yFeCAuami5FZIETy2iJLE4gs

english: https://www.nmz.de/artikel/the-composition-class-as-an-aesthetic-think-tank