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WIEDERKEHR DES TOLLEN MENSCHEN

Es war mal links, Religion zu kritisieren. Was ist daraus eigentlich geworden?
„Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.“ Marx, 1844.
In Europa unterschätzt man, wie nötig diese Kritik wieder wäre.
Sich religiös äußernde Menschen gehören zu den Schwurblern und sollten als solche geächtet werden. Religionen sind Fake-News-Schleudern. Religionen sind identitäre Ideologien. Religion und Wissenschaft vertragen sich nicht und ergänzen einander nicht, so wenig wie sich verschiedene monotheistische Religionen vertragen können. Wie viele Paradiese und Höllen soll es denn nun geben?
Alle Religionen, also institutionalisierte (sog.) Glaubensgemeinschaften, sollten von der Politik so behandelt werden, wie sie Sekten behandelt. Nicht verbieten, aber davor warnen und Aussteigerprogramme anbieten, auf keinen Fall unterstützen.
Wenn Religionsdenken in der Familie- oder im Freundeskreis auftritt, führt das oft zu Ratlosigkeit oder Unverständnis. Dabei ist das persönliche Gespräch mit einer vertrauten Person sehr wichtig, um Religionsanhänger von ihrem Glauben wieder abzubringen.
Auch wenn eine Religion harmlos zu sein scheint, sollte sie politisch nicht gutgeheißen werden, nicht toleriert werden. Menschen in Demokratien sollten nicht einer Sache anhängen und sich gegenseitig darin bestärken, die hochgradig irrational und wissenschaftlich blanker Unsinn ist.
Nun ist Religion ohnehin in vielen westlichen Ländern nurmehr Folkore (der schöne Weihnachtsgottesdienst) und eine subjektiv-selektive, aber komplett vage Moral- und Transzendenzdimension. Wer setzt sich schon wirklich mit dem eschatologischen Vorbehalt, mit der Leib-Seele-Dichotomie, dem Missionsauftrag und der Erwartung des Tags des jüngsten Gerichts auseinander… Dennoch und gerade weil Religion im Stürzen ist (den vielen Kirchenaustritten entspricht tatsächlicher Abfall vom Glauben; in China lebt rund 1 Milliarde Atheisten, denen es deswegen jedenfalls nicht schlechter geht), sollte man sie jetzt auch noch stoßen, um den Gebieten, wo ihr Unwesen eben doch noch unsäglich waltet, eine klare Kante zu geben. Diese Illusion hat keine Zukunft mehr.

Mondkrater (detailliert)

NASA’s Artemis II Reveals the Basin in Full
For the very first time, the mysterious Orientale Basin has been fully photographed. Thanks to Artemis II, humanity now sees the Moon in unprecedented detail, reminding us of the endless wonders beyond Earth.

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— Space (@redditspaceviewes.bsky.social) 15. April 2026 um 12:40

Essay über politische Musik, von Hanns-Werner Heister

Einige Jahre alt, aber erst jetzt im Weg entdeckt – Hanns-Werner Heisters Essay über politische Musik. Darin auch meine Arbeit "Charts Music" besprochen.

www.bpb.de/shop/zeitsch…

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— Johannes Kreidler (@kreidler.bsky.social) 7. Juni 2026 um 13:42

SEHR SCHLECHTE SCHALLWELLENWITZE VON CHATGPT

The sound waves tried to play hide and seek, but they kept giving away their location—they were always echoing their position!

Sound waves joined a gym, but they kept bouncing off the walls—turns out they were really into reflections.

The theremin player’s hands moved so fast, they created a wake of confused sound waves. Even the air molecules couldn’t decide if they were coming or going!

The beatboxer’s skills were so advanced, he could manipulate sound waves with his mouth. He accidentally created a standing wave in his cheeks and inflated like a balloon!

DIE INSTALLATION

„Die Idee ist eine Maschine, die das Kunstwerk produziert.“ (Sol LeWitt) Der selbständige Ablauf, das vom (direkten) Zugriff Entkoppelte, ist nicht nur im Geistigen der Konzeptkunst anzutreffen, sondern buchstäblich in einer Maschinenkunst, die den Gesetzen der Physik folgt, Physisches herstellt und was man in Metaphysik übersetzt.
Installationen installieren sich in dich; ihr Charakter ist zwar vordergründig eine aktive Zugänglichkeit, aber das sind Hinterhalte, der Preis der Bewegungsfreiheit. Der Klang umzingelt, die Idee ist ein trojanisches Pferd, die vierte Wand wird vom Rezipienten selbst eingerissen und damit reißt er sich selbst ein.

ROBOTISCH

Eine Kaffeemaschine ist kein Kaffeeroboter, sondern eine Kaffeemaschine. Der automatisierte Staubsauger kein Staubsaugerroboter, sondern ein automatisierter Staubsauger. Und KI halluziniert nicht, trainiert nicht, ist nicht intelligent. Wo Maschinen mit Sensoren und beweglichen Gelenken ausgestattet werden oder quasi neuronal organisierte Datenflüsse prozessieren, bilden wir Analogien und Vorbilder aus der belebten Natur, aber das bleibt auf Menschenseite. Bereits das rotierende Prinzip (Achsenrad, Propeller, Turbine) existiert nirgends in der Natur, gleichfalls der exakt rechte Winkel nur in sehr konstruierten Fällen vorkommt: Wenn ein abfallender Apfel bei Windstille auf die glatte Wasseroberfläche eines Sees trifft, beträgt der Winkel zwischen Fallrichtung und Wasseroberfläche exakt 90 Grad.
Was wir erschaffen, kehrt um und zeichnet uns neu. Arbeit an einem selbst ist Arbeit am vorliegenden Gerät. Darum sehen wir ihm bisweilen eine Seele.

Selbstportrait mit Schallwellen

Self portrait with sound waves
oil on canvas (2026)

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— Johannes Kreidler (@kreidler.bsky.social) 3. Juni 2026 um 15:06

DRAGS & DROPS 2-5 (excerpts)

vorwärts und rückwärts

Doku über meine Donnerblechmaschine im Zürcher Museum für Gestaltung

Documentary on my installation JET WHISTLES / THE GRAND EXHALATION at the exhibition "Pling! Design Hören" in Museum für Gestaltung Zürich, 22.5.-20.9.2026

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— Johannes Kreidler (@kreidler.bsky.social) 22. Mai 2026 um 12:09