Es macht überall die Runde und ist bereits im Pop-Feuilleton der FAZ angekommen: Die musikalisierte Stoiber-Rede.
Ich danke für diverse Hinweisgeber, möchte an der Stelle aber möglichst ohne Arroganz (die ich mir beim Pop-Feuilleton nur mit viel Mühe verkneifen kann), nur so als Ermunterung zum Kennenlernen sagen: Kinder, das Verfahren kennt die Neue Musik seit Jahren, ja, Jahrzehnten.
Die FAZ und andere merken’s halt leider erst, wenn ein SONG daraus geworden ist. Drüben im Bad Blog hat Hahn das gut auseinandergenommen.
Ähnlich verhält es sich mit Kraftwerk – jedes mal, wenn davon die Rede ist, dass die „Elektronik-Pioniere“ seien, muss ich mich schmerzhaft winden; Kraftwerk haben nur ver-songt, was Stockhausen, Xenakis und Koenig 20 Jahre früher als wirkliche Pioniere im Atonalen ergründet haben.
Nun ja, vielleicht müsste die Neue Musik halt auch gleich ver-songen; einmal die Experimentalversion und gleich dazu die Songversion. Ein Zukunftsmodell?
Heute abend um 23.03h gibt es auf SWR2 ein Kreidler-Special, mit dem Klavierstück 5, Fremdarbeit, Der „Weg der Verzweiflung“ (Hegel) ist der chromatische und diversem Interview-Material. Redaktion: Bernd Künzig.
Seth Kim-Cohen hat den Schlagzeuger angewiesen, die Fußmaschine an einen Wagenheber anzuschließen, der den Boden langsam anwinkelt. Nur der Spieler und die Fußmaschine bleiben angeschnallt.
Die Zeitschrift Fonoforum hat vier junge Komponisten portraitiert (Hefti, Kampe, Thomalla und Kreidler). Der Teil über Kampe und Kreidler steht auch im Netz (was sicherlich eine Wertung impliziert; fragt sich nur, was für eine):