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Zur Finanzkrise

Ich habe ja auch schon darauf gewartet, aber man muss wohl trotz Desaster nachhelfen:

(via rebel.art)

Wie schön sagte gestern einer in der Küchenradio-Sendung: Am besten dran ist jetzt der, der gar kein Geld hat.

Second Life – operntauglich?

Man kann eben nicht alles auf einmal schaffen, aber so langsam bring ich’s doch noch auf, mal in Second Life reinzuschauen – wenigstens auf YouTube. Der Hintergedanke: Kann man so nicht ganze Spielfilme (bzw. Zeichentrickfilme) oder noch besser: Opern inszenieren?

Mein imaginäres Konzert – am 09.10.08 um 20 Uhr in der Villa Elisabeth

Ich darf auf eine vielversprechende Veranstaltung hinweisen:

ZWEI KONZERTE AN EINEM ABEND

1) MEIN IMAGINÄRES KONZERT

Ein Konzert – ganz ohne Klänge.

- 09.10.08 -
- 20 Uhr -
- Villa Elisabeth (Invalidenstr. 3) -
- 10 EUR, erm. 7 (für beide Konzerte) –

Texte von Jorn Ebner, Anja Tuckermann, Bernd Hüppauf, Christina Müller-Gutowski, Ruth Wiesenfeld, Leowee Polyester, James Etherington, Johannes Bauer und Hana Sustkova

Wahrscheinlich erstmals überhaupt hören Sie am 9. Oktober ein Konzert nur mit Worten – in Form einer inszenierten Lesung in der eindrücklichen Villa Elisabeth.
Konzerte, Klänge, Musiken: imaginiert, aufgeschrieben, ge- und erfühlt…

INSZENIERUNG: Christian Kesten

Die Berliner Gesellschaft für Neue Musik (bgnm) hat musikalische Schriftsteller und schriftstellerische Musiker gebeten, ein Konzert nur mit Worten erlebbar zu machen.
Anschließend:

2) TUBES OF BABEL

In einem zweiten Konzert (für das der einmalige Eintritt freilich ebenfalls gilt) hören Sie das virtuose Blechbläserensemble “Zinc & Copper Works” (Daniel Costello, Robin Hayward und Daniel Ploeger ), das mögliche Anknüpfungspunkte zwischen Blechblasinstrumenten und der menschlichen Stimme thematisieren wird… Hören Sie u. a. Werke von Stefan Bartling (Uraufführung) und Luciano Berio (Sequenza für Posaune solo).

Eine Veranstaltung der Berliner Gesellschaft für Neue Musik
im Rahmen ihres Jahresprogramms:
FREUNDLICHE ÜBERNAHME
GRENZGÄNGE ZWISCHEN MUSIK UND SPRACHE

http://www.bgnm.de

Kreidler @ Küchenradio

Heute abend 20h ist das Gespräch mit dem Küchenradio über die ganze “product placements” – Aktion.

Franz Xaver Kroetz in memoriam

Der ehemalige Dramatiker Franz Xaver Kroetz schrieb in den 70ern hervorragende politische Theaterstücke und reiste auch selbst nach Nicaragua, um sich ein Bild des Krieges in der sog. Dritten Welt zu machen.
Zunehmend schrieb er über die eigene Desillusionierung, ehe er ganz das Schreiben aufgab (2005). 1989 bemerkte er in den “Brasilien-Peru-Aufzeichnungen” zum Untergang der DDR:

“Mein Gott, ich will das gar nicht zuende denken, aber
wie war es möglich, den Sozialismus in – historisch- so
kurzer Zeit so in die Scheiße zu reiten? Die Verantwortlichen
gehören an eine Wand gestellt und so lange mit
noch vorhandenen Marx-Engels-Gesamtausgaben
beschmissen, bis sie, wie von Steinen getroffen, tot zusammenklappen.”

Wo er jetzt gelandet ist, nachdem er das Stückeschreiben ganz ad acta gelegt hat, konnte in Wetten Dass..? gesehen werden:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-35850-10.html#backToArticle=582248

In stillem Protest lese ich darum heute abend “Das Nest” von Franz Xaver Kroetz.

Egogoogeln

Egogoogeln, erzählte mir bei “Arbeit 2.0″ jemand in der Kneipe, sei die aktuelle Form der Selbstfindung. Man sucht nach seinem Namen im Netz, das Ergebnis ist seine Identität. Ich praktiziere mit einem Freund schon länger aber auch andere Wer-wird-Millionär-Zuschauerfragen via Google: zum Beispiel sucht man nach seinem Namen + “Arschloch”, und wer mehr Treffer hat ist das größere Arschloch im Netz (“Arschlochgoogeln”). Usw.




Endphase: Origin and Analysis of an Ongoing Project

Ein schöner Text über die Gruppe für konzeptuelle Elektronik-Improvisation “Endphase”, die ich 2004 mit Alberto C. Bernal und Joao Pais gegründet habe und mit der wir bis Ende 2007 viele Projekte durchgeführt haben:

http://cec.concordia.ca/econtact/10_4/bernal_pais_endphase.html

Ich habe die Gruppe Anfang 2008 verlassen, weil für mich die Zeiten der Improvisation zu Ende gehen. Es hat sich aber ein tüchtiger Nachfolger für meine Stelle gefunden und ich wünsche der Gruppe alles Gute für alles Weitere.

Freudscher Verleser

Metallica wollen bis zu acht Prozent mehr Lohn.

gesehen bei: http://twitter.com/ennomane/statuses/915145470

Party Arty

“Product Placements” auf Party Arty. Zur Eröffnung wurde die filmische Dokumentation ausgestrahlt, als Skulptur wurden die Papierberge mit einer Videoinstallation eingerichtet. Ca. 180 Besucher sind am Abend gekommen.

stapel

RAM

Zu der Location (Relais, Köpenicker Straße): Dort gab es einen großen Kühlraum, und anscheinend war der Ort früher ein Restaurant, dessen Besonderheit es war, dass man in Eiseskälte speiste. Dass die Geschäftsidee nicht aufging kann man sich irgendwie denken. Meine Fantasie über unsinnige Gastronomie-Ideen ging da aber natürlich gleich weiter – wie man Gäste auf allerlei Weise drangsalieren kann, als ob das jetzt chic wäre…

Ein Restaurant mit Fernbedienung

Diese Idee hatte ich schon als Kind und immer wenn ich mal wieder vergeblich den Blick einer Bedienung erheischen wollte kam es mir in den Sinn:

http://www.boingboing.net/2008/10/02/restaurant-features.html

Oder ist das jetzt unmenschlich?