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Kategorie Technologik

Das Kreiskeyboard

In meinem Klavierstück 5 war die Hauptidee, dass extrem tieftransponierte Klaviersamples gleichfalls geräuschhaft sind wie extrem hochtransponierte – das kann man folglich zu einer Schlaufe ziehen. Jetzt gibt es das Keyboard dazu.

Obertonpolyphoniegesang und Obertontriangel

Wer’s noch nicht gesehen hat, gerade macht dieses faszinierende Video die Runde, in dem Anna-Maria Hefele zweistimmig mit Obertönen singt:

Und hier erklärt Mathias Kaul seine Triangel mit Obertoneffekten, die wie elektronische Musik klingen:

Früher auf Kulturtechno: Die Frau, die Akkorde singt.

MyBell: die individualisierte Fahrradklingel

Man ahnt es: Die Fahrradklingel wird nun auch digitalisiert. Dann mal loskomponiert – Musik zum Leute erschrecken.

(via Neuerdings)

Yamaha pss-390, circuit bent

Schöne Circuit-Bending-Nummer von Kostia Rapoport aka Luigi Mono.

Wolken spielen Klavier

Was man nicht alles binarisieren kann – Wolken als Klaviercode.

(via Neatorama)

Online-Kurs Musiktheorie

Die Universität Edinburgh bietet einen Online-Kurs für Musiktheorie an. Auch die universitäte Musiklehre geht (endlich) in den Livestream. Wann werden die ersten Kompositionsseminare übertragen?

Fundamentals of Music Theory

This course will introduce students to the theory of music, providing them with the skills needed to read and write Western music notation, as well as to understand, analyse, and listen informedly. It will cover material such as pitches and scales, intervals, clefs, rhythm, form, meter, phrases and cadences, and basic harmony.

https://www.coursera.org/course/musictheory

John Cage über Filesharing, 1985

Letzten Endes muss man dahin kommen, daß man nicht nur gedruckte Veröffentlichungen abschafft, sondern auch den Bedarf an Photokopien, und ein Telefonnetz einrichtet, mit dem jeder jederzeit auf alles, was er will, Zugriff hat.

Aus: Richard Kostelanetz, John Cage im Gespräch zu Musik, Kunst und geistigen Fragen unserer Zeit, S.216.

Früher auf Kulturtechno: John Cage über Filesharing, 1972

Nicht-vegane Musikinstrumente

Öfter ist mir in der letzten Zeit das Thema auf den Schirm gekommen – nicht-vegane Musikinstrumente. Es ist eine Tatsache, dass beim Instrumentenbau (früher noch mehr als heute) tierische Materialien zum Einsatz kommen.
Rein aus Interesse habe ich mal bisschen recherchiert und konnte folgendes in Erfahrung bringen:

Klavier: Früher waren die Tasten aus Elfenbein, noch immer gibt es mehrere hundert (Klein)Teile aus Leder und (evtl. Woll-)Filz.
Streicher: Spielen mit Rosshaarbögen, die Instrumente der alten Musik haben Darmsaiten; alte Bögen haben noch Spitzen aus Elfenbein oder anderen Knochen. Einzelne Teile sind mit Knochenleim verbunden (auch bei anderen Instrumenten).
Trommeln und Pauken: Höherwertige sind mit Tierhaut/fell bespannt.
Dudelsack: Sack ist aus Leder.
Viele Blasinstrumente haben Dichtungen aus Leder. Zur Querflöte schreibt Wikipedia: „In den Klappen sind so genannte Polster eingebaut. Diese bestehen aus elastischem Material (aus einem Karton, einer Schicht Filz und so genannter Fischhaut aus hauchdünnem Schafsdarm)“. Auch Bienenwachs kommt in Oboenmundstücken zur Abdichtung vor.
Gitarren: Der Sattel ist bei hochwertigen Instrumenten aus Knochen.

Ich bin kein Veganer, und ich weiß, dass Veganer zu Recht genervt reagieren, wenn man ihnen Inkonsequenz vorhält – man kann in dieser Welt nicht konsequenter 100%-Veganer sein. Die Liste ist nicht dafür da, Veganern das Hören von Musik mit diesen Instrumenten vorzuwerfen.

Vorher:

Nachher:

„Sind animale Bestandteile für den Bau gebraucht worden, so stellt das Instrument die musikalische Substanz des Schlachtopfers dar.“ (Marius Schneider, Die historischen Grundlagen der musikalischen Symbolik, in: Karbusicky, Sinn und Bedeutung in der Musik, S.80)

MIDI Files als Jump and Run – Levels

Jemand hat eine Programmierung gemacht, die MIDI-Dateien in Jump and Run-Levels übersetzt. Was da genau wie verlevelt wird, erschließt sich mir überhaupt nicht, aber ich will es mal glauben. Leider ist die Software nicht frei zugänglich, ihr könnt es euch schon denken, was der Konzeptualist dann alles durchnudeln würde – Bachfugen, Beethovenklaviersonaten, Czerny-Etüden und natürlich Black MIDI.

Adventures of General Midi is a platformer which generates levels based on the notes in a MIDI file. All the built-in levels were built in Logic, and there is an option to import your own MIDI files.
The game was built from scratch using MaxMsp and Javascript. All the music and sound effects are synthesised in realtime. The music is procedurally generated, based on the notes you land on.

(via create digital music)

Verbotene Schallplatten auf Röntgenaufnahmen

In den 50er Jahren hat man in Russland verbotene Musik auf eine spezielle Weise kopiert: Die Schallplattenrillen wurden auf Röntgenbildern übertragen.
Mehr davon hier.

From the late thirties, discarded x-rays were re-utilized by talented amateurs and the Hungarian Radio as raw material for recording sound due to shortages caused by the war industry. With the help of a special device, music and public addresses were recorded on thick radiographs and then cut into discs of 23-25 centimeters in diameter, sometimes with uneven brims, given a label and a whole in the middle. This disk now had the double function of being both sound record as well as record of the internal human body; images of ribs, skulls and limbs broken by sound waves and shattered by music inscribed onto the surface.

On the x-ray of a skull, for instance, the song of Anna Kapitány ”What A Nice Evening We Have” can be heard, and together the song and the image could create a undeniably morbid association.

(via Kraftfuttermischwerk / Nerdcore)