Lukas Hellermann von der Musikfabrik, dessen Twitteraccount so etwas wie der deutsche „Neue-Musik-Ticker“ ist (Danke!), verweist auf Interpretationen des Minimal-Klassikers „In C“ von Laptoporchester. Leider findet sich im Netz keine wirklich gute Aufnahme, aber da es perfekt zum hier immer wieder angeschlagenen und allseits beliebten Thema „Digitale Neu-Interpretationen von Klassikern der musikalischen Avantgarde“ passt, muss das erwähnt werden. Eine wacklige Impression vom Laptoporchester Berlin folgt:
100 Famous Rock Guitar Riffs in One Take
Wieder mal ein großer Haufen an historischem Material, serialisiert.
(Danke für den Tipp, Caspar!)
Splitscreen Music von 1900
Immer wieder bringe ich hier Splitscreen-Werke; Kutiman ist der bekannteste Splitscreenmusiker des Netzes. Die Technik ist aber praktisch so alt wie das Medium selbst. Hier eine Sequenz vom Pionier Georges Méliès, Anno 1900.
(via smissmiss)
Widerstand zwecklos – Radiosendung über Widerstand in der Kunstmusik
Eine schöne Sendung, noch bis Sonntag in der SWR-Mediathek:
SWR2 JetztMusik Widerstand zwecklos
Von Patrick Hahn
Widerstand. Viele Kompositionen eines Luigi Nono, eines Nicolaus A. Huber, eines Helmut Lachenmann oder eines Mathias Spahlinger schwangen sich seit den 1960er-Jahren als „pièces de résistance“ auf die Barrikaden: gegen gesellschaftliche Normierungstendenzen, utilitaristischen Systemzwang und bequemes „Weiter-so“. Manche ihrer Werke sind inzwischen unter die Klassiker eingereiht, herausragende Sinfonieorchester spielen ihre Musik mit der Geläufigkeit von Beethovensinfonien. Feuerköpfe wie Pierre Boulez, die einst die Institutionen aufmischten, sind inzwischen selbst zur Institution geworden. Eine junge Generation von Komponisten richtet dagegen den Blick stärker auf das Private, die Immanenz, gelegentlich auch das Anekdotische. Fehlt der Wille zum Widerstand? Oder ist der Widerstand abhanden gekommen? Ist der Konzertsaal noch ein Ort, an dem gesellschaftliche Konflikte ausgetragen werden können – oder war er das nie? Eine Spurensuche zwischen den ausgebrannten Vehikeln der musikalischen Banlieus.
Elektronische Musik @ UbuWeb
Das wunderbare UbuWeb hat eine neue Sparte für Elektronische Musik:
This new section of Ubuweb is devoted to technical resources concerning the practice of electronic and experimental sound. This is a place for information about actual methods and techniques, with little writing on aesthetics alone. It takes the form of technical/historical articles, interviews, books, small-press magazines and patents. Regrettably, most previous treatments of electronic music have tended to shy away from the details of the medium itself. In hopes of rendering the subject palatable they have removed much of its flavor, for it is precisely within the box, teeming with currents, where the true beauty resides – the other side of the panel. This first installment offers nearly 300 items, arranged according to the scheme above. There is still much work to do.
Pollock-o-mat
Auf der Webseite http://jacksonpollock.org kann man die berühmte Sudeltechnik ausüben. Von Miltos Manetas (2003).
früher auf Kulturtechno: Mondrianmalen
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(via FFFOUND!)
Ein Haufen Straßenlaternen
Sonja Vordermaier: ‘Streetlampforest’ (2010)
‘Streetlampforest’ is a collection of 30 european streetlamps from different origins and times (Amsterdam, Berlin, Erfurt, Leipzig, Glasgow, Innsbruck, Milano, Hamburg, Prag, Cagnes-sur-mer (France), Sarajevo, Stuttgart, Belgrade, Lippstadt, Munich, Sofia, Trieste,Wolfsburg and Vienna).
(via pietmondriaan)
Cornelius Cardew & Franco Evangelisti, digitally re-enacted
Aus der Reihe „Klassiker der Avantgarde, neuinterpretiert“:
Shawn Feeny hat einen Klassiker der grafischen Notation, „Treatise“ von Cornelius Cardew, mit Sinustönen ausgelesen.
I uploaded an electronic realization of Cornelius Cardew’s massive graphic score, Treatise, that I made back in 2002. Sine waves are generated from the black areas of the score as it scrolls from right to left, with the y-axis corresponding to pitch. An imaginary vertical line in the center of the screen is the „sounding membrane“. Cardew created Treatise in 1963-67. This fairly literal realization is fifteen minutes long, which you may find maddening or mesmerizing.
Danke für den Tipp, Matthew!
Und hier hat Giorgio Sancristoforo „Incontri di fasce sonore“ von Franco Evangelisti neuarrangiert:
Incontri di fasce sonore is one of Franco Evangelisti masterpieces.
Recorded in 1957 at WDR, Cologne, it is one of the classic scores of the integral serial music era.This is a preliminary study to investigate the possibility of playing 1950s serial music with the Buchla synthesizer and Max/MSP.
I’ve programmed 315 mixtures of 7 sinusoidal tones in Max/MSP
carefully following the score’s instructions,
then I’ve played them freely in the Buchla, creating a variation piece.
(via AudioLemon)
Miha Ciglars neue Instrumente
Einblicke in die Arbeit von Miha Ciglar. Auf seiner Webseite gibt es viele Informationen und Videos.





