Heute Nacht um 0.05h sendet DeutschlandRadio Kultur ein Feature von Carolin Naujocks über mein Orchesterstück „Minusbolero“ (Kulturtechno früher). Darin auch ein Interview mit Kreidler.
Typedrummer – Meine „Sätze über musikalische Konzeptkunst“ als Drumloops
Vor ein paar Tagen ging das hier rum, eine Website namens „Typedrummer„, bei der man Buchstaben eintippt, jedem Buchstaben entspricht ein Drumloop.
Dennis Sobolev hat dort meine „Sätze über musikalische Konzeptkunst“ eingegeben:
Adornobettwäsche, Stockhausen- und Lachenmannshirts
(Ohne sich allzu sehr entlasten zu wollen von dem Anspruch der Arbeiten dieser Größen -)
Nachtrag:
(via)
MusikTexte 145 – Themenheft Konzeptualismus
Das lange angekündigte MusikTexte-Themenheft zum Neuen Konzeptualismus ist nun erschienen.
45 Statements wurden abgegeben; das Heft 146 wird sich auch noch mit dem Thema beschäftigen.
Gefragt waren Texte bis maximal 6000 Zeichen. Konzeptualist der ich bin, hat mein Text exakt 6000 Zeichen.
Mein Statement steht online, ebenso wie das von Jennifer Walshe und Peter Ablinger sowie die Vor- und Nachbetrachtung von Rainer Nonnenmann:
Snip:
Infragestellung von Ästhetik und anderen Werten, erweiterter Musikbegriff, Kontext und Kommunikation gehören zum Neuen Konzeptualismus. Nur wenn – um den Begriff nicht beliebig ausdehnen zu lassen – es am Komponisten /an der Komponistin ist, zu entscheiden, ob der nächste Ton a oder as sein soll, dann ist es kein Konzeptualismus – denn das Konzept müsste es bestimmen. Darum zähle ich gut die Hälfte meiner Partituren nicht zur Konzeptmusik, ebenso wie ich Improvisation nicht dazuzähle, weil bei ihr ja ständig individuell entschieden wird.
Dummerweise – damit ist allein meine Dummheit gemeint – ist in der Druckfassung der letzte Satz („Darum zähle ich…“) inhaltlich entstellt. Online ist es korrigiert.
Metabolic Office Battle zwischen Manos Tsangaris und Johannes Kreidler
Im Rahmen der Ausstellung „Schwindel der Wirklichkeit“ in der Akademie der Künste Berlin hat Manos Tsangaris letzten Herbst ein „Metabolisches Büro“ eingerichtet und diverse Künstler zum Abtausch eingeladen. Hier die Aufzeichnung meines Gastspiels, andere gibt es hier.
Von 26’32“ bis 27’46“ läuft im Hintergrund ein pornografischer Film (ein Paar auf einem Klavier..), der in dieser Dokumentation der Akademie der Künste – bewusst – nur andeutungsweise zu sehen ist.
Trauermusik für Boris Becker – MIDI-Realisierungen
2012 habe ich diese Trauermusik für Boris Becker geschrieben:
Nun hat jemand mir nicht bekanntes dieses kleine Notenstück, wie das bei Generalbass ja möglich ist, in mehreren Varianten umgesetzt. Bin geehrt.
Das Original ist hier: http://www.kulturtechno.de/?m=201312
Der Lamentobass bringt melancholische Stimmung, es geht aber gefällig harmonisch dahin und dreht sich rasch nach moll. As-Dur, Es-Dur, c-moll, f-moll und dann der As-Dur 7 mit der Sept im Bass. Als Schussakkord höchst Dissonant, noch dazu ohne Terz, also nicht definiert. Der Barocke Hörer wälzt sich vor Spannung am Boden und beißt die Zähne zusammen. Unsereiner findet‘s zwar nicht besonders „hübsch“ aber vermutlich war die Niederlage Beckers – zumindest für seine Fans – ebenfalls wenig „hübsch“ und dafür Spannungsreich. Kein guter Abschluss, da bleibt viel offen. Fahrstuhl und Samenraub und alle späteren Klatschgeschichten finden in diesem unaufgelösten Akkord Platz.
Aber nun einmal selbst neugierig, wie das wirklich klingt, habe ich – klavierinkompetent und Computeraffin – das Ganze in Capella eingegeben. Klang etwa so wie erwartet. Im zweiten Durchgang hab ich mich einfach mit der Oktavenlage gespielt und im dritten Akkord das g zum g‘ gemacht, damit die Sprünge etwas sanfter werden. Schließlich hab ich in der dritten Wiederholung Durchgangsnoten und Wechselnoten eingefügt und weiters, um einen hübschen Melodienzug zu gewinnen, noch das c‘ zum c“ gewandelt. Damit die Dissonanz nicht gar so zerrüttend stehenbleibt spiele ich das es‘ erst auf den zweiten Schlag im Schlussakkord. Damit bleibt Hoffnung für das nächste mal… Trotzdem klingt der Schlussakkord sch… schpannungsreich wollt ich sagen.
Kreidlerstatements zu „Musik & Protest“
Für die kommende Wanderausstellung „Seismographic Sounds“ (beginnt im Zentrum für Kunst- und Medientechnologie ZKM Karlsruhe im Juni 2015) habe ich zwei kurze Statements zum Thema Musik und Protest gesprochen:
Minusbolero
Habe dazu noch einen kleinen Essay geschrieben.
Früher auf Kulturtechno: Radiobericht über mein Orchesterstück “-Bolero”








