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Warschau, 25. September 2015 (spät nachts)

(Weitere Einblicke in das 5-Stunden-Konzert hier.)

Piano Piece

Viola Etude

Zueignung

Auf Einladung von Manos Tsangaris habe ich zur Ausstellung des Künstlers Terry Fox in der Akademie der Künste Berlin diese Performance gemacht.

The gap between two pieces of music

Suddenly

Mein Donaueschingen-Orchesterstück online

Der Kulturtechno-Geschenktipp: Kreidler-Notationsgrafiken als Poster oder Leinwand

Das Weihnachtsfest naht, und ihr müsst ja schließlich alle euren Liebsten was schenken. Kulturtechno hat den entscheidenden Tipp: Notationsgrafiken von Kreidler!
Als Poster (hochwertiger Druck auf dickem Papier) (signierte Edition, ab 45€) oder als Leinwand (signierte Unikate, ab 500€). Gibt aber auch T-Shirts oder für Größenwahnsinnige die ganze Wandinstallation.
Einfach mal durchklicken und mich kontaktieren (siehe Impressum). Bitte beachten, dass Druck und Versand mindestens eine Woche dauert.

http://www.sheetmusic-kreidler.com/

Update: In einer früheren Version stand für die Poster ein falscher Preis, das war ein Übertragungsfehler, sorry.

Radiosendung „Manierismus in der heutigen Kunstmusik“

Hakan Ulus greift mich in dieser Radiosendung an. Ich weiß allerdings nicht, was schlimmer ist – der Inhalt des einen oder das rhetorische Vermögen der anderen in diesem Gespräch.
Empfehlung: Hört es euch nicht an. Blogeintrag ist nur fürs Archiv.

„Das Manierismusproblem in der Neuen Musik ist aktueller denn je. Im zweiten Dezennium des 21. Jahrhunderts sind die Prozesse der Globalisierung und der Digitalisierung so stark vorangeschritten, dass sich auch in der Neuen Musik Vereinheitlichungen und allgemeine strukturelle Veränderungen abzeichnen. Doch, was bedeutet Manierismus in der Neuen Musik und was wären die kompositorischen Strategien einen solchen zu überwinden? Astrid Rieder und ihr Interviewpartner Hakan Ulus versuchen sich in dieser Radiosendung diesen Fragen zu widmen.“

http://cba.fro.at/295605

Über den Ausdruck „sich in die Luft sprengen“

Nach 9/11 monierte Max Goldt die notorisch gebrauchte Formel in den Nachrichten, dass in den Trümmern die Suche nach Überlebenden „fieberhaft“ erfolge. Es solle aber nicht fieberhaft, sondern professionell und mit klarem Verstand vorgegangen werden, bzw. das auch so kolportiert werden, so Goldt.

Eine Formulierung, über die ich in der letzten Zeit aus aktuellen traurigen Anlässen immer wieder stolpere, ist das standardisierte „sich in die Luft sprengen“ – vor dem Stadion „sprengten sich die Attentäter in die Luft“. Warum in die Luft? Die Luft ist bei dem Vorgang wahrlich der unwesentlichste physikalische Widerstand, vielmehr wurde der eigene Körper und dazu noch möglichst ein paar weitere zerfetzt. Die Leichenteile mögen durch die Luft, an Wände und Decken geflogen sein, die ermorderten Bewusstseine meines Glaubens nach ins Nichts transferiert – soll das dieses „in die Luft“ ausdrücken? –im Gegensatz zum IS-Jargon, demnach die Märtyrer ins Paradies fahren und die Ungläubigen in die Hölle… (Weiß gar nicht, ob’s im Islam überhaupt eine Hölle mit Teufelchen und großen Menschenkochtöpfen und so gibt.) Damit unterstelle ich wahrscheinlich einer einfach nur gedankenlosen Floskel zuviel der weltanschaulichen Intention.
Ein Haus wird gesprengt, das soll dabei möglichst ungefährlich zusammenbrechen. Beim Selbstmordattentat soll es dagegen möglichst spektakulär durch die Luft spritzen, denken sich vielleicht die Terroristen, dem würde der Ausdruck also gerecht. Aber was ist das für eine ‚Gerechtigkeit‘.
Wie das so ist, das vage Unbehagen bricht sich dann als Witz – oder dem Versuch davon – die Bahn. Hab auf Facebook gepostet:

IS-Büroangestellte so: „Ich geh mal raus, mich in die frische Luft sprengen.“

Prompt kam die Mail einer sehr nahestehenden Person, das ginge nicht, pietätlos und höhnisch usw. Ich halte es zwar für einen Witz auf Kosten der hirnverbrannten Terroristen, die wenn überhaupt Verachtung und angesichts ihres Fanatismus auch noch Verhohnepiepelung verdient haben, aber ich hab den ‚Witz‘, der wohl doch nicht so recht funktioniert, wieder runtergenommen.

Trotzdem, die Medien könnten auch sagen: Vor dem Stadion sprengte sich der Terrorist und riss drei weitere Menschen mit in den Tod. In die Luft? Mindestens redundant.