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Kategorie Sonstiges

Zur GEMA-Petition #2

Da die Gegenseite vermehrt laut wird und die GEMA-Petition als “Quatsch” usw. deklariert,  einfach noch mal den Text der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen….dass das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit. mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.

Dem kann ich voll zustimmen, vor allem dem Ruf nach Transparenz. Punkt. Dass da drumherum viel Stimmungsmache, die unseligen 600% etc. ins Feld geführt werden, ist blöd. Dem Kern der Petition kann ich aber beipflichten.

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Bad

Prophetisch? In seinem letzten Stück “Mea Culpa” dieses Frühjahr schlüpfte der todkranke Schlingensief ausgerechnet in die Rolle von Michael Jackson..

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Zum Gruseln

Der König ist tot, es lebe der König

Der Karriereschritt war überfällig, werden sich seine Manager denken. Aber er hat die Kurve noch gekriegt. RIP, Jacko.

P.S. Ich muss an den Film “Die Sehnsucht der Veronika Voss” von Fassbinder denken. Die Geschichte ist nach einem realen Fall: Eine alternde ehemalige Stummfilmdiva verkommt immer mehr, kündigt dann aber – was völlig absurd ist – ihr Comeback an, um sich kurz darauf mit Tabletten das Leben zu nehmen.

Verleser des Tages

“Gesundbrummen” – statt “Gesundbrunnen” (Bahnhof in Berlin).

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Komponistenbesitztümer

Anfang des Frühjahres war ich bei der Konferenz Audiopoverty, deren interessantester Vortrag von Hartmut Möller (von “meiner” Rostocker Hochschule) war: Pekuniäre Verhältnisse von Komponisten. Jetzt sehe ich dass es den Vortrag hier gibt (und hier das Script). Diese Statistik finde ich vor allem interessant, sie zeigt die Besitztümer zu Zeiten des Todes der aufgeführten Komponisten an (was natürlich schwer zu rekonstruieren und zu vergleichen ist, dass das unscharf ist versteht sich):

Nach meiner momentanen Erinnerung an den Vortrag bedeuten die Zahlen etwa, dass Mozart zum Zeitpunkt seines Todes hoch verschuldet war, während Rossini uns als schwerreicher Multimillionär verließ. Interessant auch, dass beispielsweise Schumann doch nicht schlecht situiert war (was ist eigentlich mit Wagner?). Aber hört selbst. Und wenn ihr folgende Anzeigen anklickt, habe ich Chancen in der Liste einst auch im oberen Bereich zu stehen (momentan nicht!!).

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Obama, der Mörder

Hat es sich der Weltsympath damit nicht bei allen Vegetariern verscherzt?

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Free Running

Ich mag ja Artistik eigentlich gar nicht. Zirkusse können wegen mir sofort abgeschafft werden, und Musik von Paganini auch. Aber dieses Video mit Damien Walters haut mich doch um:

(via)

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Filme, die man besser noch ohne Ton anschaut (2)

Warum eigentlich? Ich betrachte es als Kreativ-Technik: Welche Musik könnte dazu erklingen? Oder überhaupt inspiriert es zu einer anderen Musik als der ex hohlo Baucho.

Danke für den Hinweis, Dirk!

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Mendelssohn

Die klassische Musik und ihre Theorie kommen in hier immer etwas zu kurz, dabei ist das eine fester Bestandteil meiner Arbeit. Gerade als betonter Avantgard, der den Anspruch hat, dezidiert Neues in die Welt zu setzen, ist mir unerlässlich, die ganze Musikgeschichte und -Theorie zu kennen, und ich unterrichte sie auch sehr gerne. Außerdem sind es schlicht Geschenke, die die großen Meister hinterlassen haben, und jeder der Musik mag ist dumm, wenn er diese Geschenke ausschlägt.

An dieser Stelle sei jetzt auf das heute beginnende Mendelssohn-Festival der Musikhochschule Rostock verwiesen mit einem sehr schönen Programm.

Felix Mendelssohn Bartholdy ist ein Phänomen. Er hat wunderbare Musik geschrieben, und war zu Lebzeiten schon weltberühmt; trotzdem nennt man ihn erst in der zweiten Reihe, etwa hinterm Zeitgenossen Schumann. Was ist an Schumann besser? Ich glaube es war zunächst die ökonomische Situation, Mendelssohn war von Haus aus steinreich, während Schumann zwar nicht so schlecht situiert, aber doch nicht derart gut gebettet war. Später musste er auch noch acht Kinder durchbringen. Schumann kämpfte außerdem gegen Psyche und Körper zeitlebens an, und diese Spannungszustände fehlen in der durch und durch bürgerlichen Musik Mendelssohns, das vermisst die Musikgeschichte offenbar. Schumann hingegen verkörpert in Reinform den romantischen Geist in Höhen und Tiefen. Nichtsdestotrotz gibt es einige Werke Mendelssohns, die sich daran messen lassen können, etwa die “Variations sérieuses” oder den “Sommernachtstraum”, den “Elias” und das Violinkonzert.

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