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Kategorie @Berlin

Freiheit statt Angst – Trailer

Danke für den Hinweis, Max!

Schöner leben

Juhu, endlich kommen die YouTube-Trailer für Avantgarde-Musik. Martin Schüttler hat einen kleinen Video-Anreger für seine demnächst stattfindende Uraufführung von „Schöner leben 3“ veröffentlicht. Freu mich schon aufs Konzert, werde zeitnah nochmal dafür werben.

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Klang der Seele – die Aktion heute! (Update: bin nicht dabei)

Um 17.45h heute ist in Berlin die Premiere von dem Film, dessen grausiger Trailer ich zuvor gepostet habe.

Alle jungen Komponisten und Sympathisanten, die finden dass heutige Musik etwas anderes ist, kommen und stören die Premiere. Treffpunkt 17.30h vor dem Babylon Berlin, Rosa-Luxemburg-Straße 30
10178 Mitte.

Update: Kann leider nicht dabei sein, war doch etwas zu spontan, hab hier zu Hause zu viel Stress abzubauen.

Nachkommunikation @Berlin

Auch die zweite Musiktheaterbewerbung hat hingehauen und hoffentlich noch dieses Jahr findet „Nachkommunikation – 20 Vertrauensgüter von 3 Musikern in 2 Akten“ in Berlin statt. Das Projekt kam aus dem Operare-Workshop zustande (von dem ich mehrfach bloggte) zusammen mit Hannah Groninger, Gerd Knappe und dem Kammerensemble Neue Musik Berlin. Geplant sind als Veranstaltungsorte der Tiergarten und die (neue) Akademie der Künste. Cheers!

NACHKOMMUNIKATION
20 Vertrauensgüter von 3 Musikern in 2 Akten
für Posaune, Tuba, Schlagzeug, Symphonieorchester als Videozuspielung
Aus anthropologischen Gründen versteht der Mensch hauptsächlich, was er mit Händen greifen und sinnlich überprüfen kann. Eine gute Erdbeere ist rot, frisch und schmeckt süß. Wie erschliesst sich aber die Qualität von Musiktheater?
NACHKOMMUNIKATION ist Musiktheater heute.
Der erste Akt spielt auf einer in künstliches Licht gesetzten Wiese des Tiergartens. Dort bietet eine temporär installierte Tribühne Platz für 110 Personen. Drei Musiker kommunizieren Klang im wörtlichen Sinne. Sie beschrei-ben Vorgänge physikalischer, emotionaler, historischer und tierischer / menschlicher Klangereignisse, schaffen akustische Vorstellungsräume und bündeln sie literarisch in szenische Aktionen. Verläuft der Erste Akt ohne einen einzigen produzierten Klang real gehört zu haben, beginnt der Zweite Akt auf hörbarer musikalischer Ebene. Hier im konventionellem Ambiente der Akademie der Künste begleitet durch ein Symphonieorchester als Videozuspielung, gehen die Musiker ihrer eigentlichen Profession nach. Sie spielen ihre Instrumente in Konzertmanier, wobei sich Worte und szenische Aktion auf die Ebene der Videoleinwand verlagern.
Formal sind Erster und Zweiter Akt miteinan-der verschränkt. Inhaltlich lösen sich im Zweiten Akt Vertrauensgüter ein (die Erdbeere wird gegessen) und „Ton-Bilder“ werden als NACHKOMMUNIKATION sicht- bzw. hörbar.

Modell: Tribühne im Tiergarten

Bisherige Vertrauensgüterliste:
– Ultraschall-Konzert nur für Fledermäuse
– Todesschuss Karl Liebknecht im Tiergarten vor 90 Jahren
– Ein zeitgleiches Glockenläuten in Neuseeland
– Ambiente-Musik aus den in 10km Entfernung vorüberfliegenden Flugzeugen
– Das Brodeln der Lava im Erdinneren
– Analyse der Klangerzeugung von Naturgeräuschen, wie Grillenzirpen
– Aufmerksamkeit auf Funkwellen: Radio, Mobilfunk, Fernsehen, Wlan
– Am selben Abend stattfindende Opernaufführungen werden zitiert
– Unhörbare Nanopartikelbewegungen
– CD als Give-away für zu Hause

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Operare – Nachtrag

Der Operare-Workshop war eine informative Veranstaltung zum neuen Musiktheater, wobei der formale Aspekt – Kulturwirtschaft, Kulturpolitik, Veranstaltungsorga, Steuerberater – etwas zu groß war, andererseits war eigentlich kaum eine Minute davon überflüssig, das Zeug gehört eben dazu, und vielleicht könnte man daraus ja auch was ins Kunstwerk wieder reinholen. An den eher infantilen Gruppenspielchen hätte man sparen können.

Ein Protokoll & Fotos gibts bei http://falkohennig.twoday.net/stories/5633420/

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„complement deformation browser…“ @Ausland / Berlin

Im Ausland wird mein Streichquartett am morgigen Mittwoch, 8.4.09 uraufgeführt. Das Ausland liegt in Berlin-Prenzlauer Berg, Lychenerstr.60, und nicht irgendwo außerhalb der deutschen Grenzen, wie manche denken. Und da spielt das Sonar-Quartett morgen um 21.30h:

Johannes Kreidler (geb.1980): complement deformation browser… (2003) UA

Georg Katzer (geb.1935): tempi fragili (2005)

Kirsten Reese (geb.68): Kapsel (2008) UA

Enno Poppe (geb.1969): Tier (2002)

Mein Stück ist ein halbes „Jugendwerk“, oder das erste große Werk mit dem ich mich endgültig freigeschrieben habe, wenn auch noch mit der Musiksprache die für Freiburg damals und für die ausklingenden 90er Jahre typisch ist. Aber, das kann ich nach der heutigen Probe sagen, sehr gelungen.
Dazu gibt’s noch zu erzählen, dass ich das Stück für den deutschen Hochschulwettbewerb geschrieben habe und den 1.Preis erhielt, nur hat die ausrichtende Hochschule, die Musikhochschule Frankfurt, es nicht hingekriegt dass das Stück beim Preisträgerkonzert gespielt wird. Dafür hat bei selbigem der Präsident der Hochschule, Thomas Rietschel, vollmundig verkündet dass das Stück zu späterem Zeitpunkt von Frankfurter Spielern nicht nur in Frankfurt, sondern auch in Freiburg gespielt werden würde, etc.ppp. Das folgende Trauerspiel hat mir dann zwei Jahre später, nach immer unfreundlicheren Emails von beiden Seiten, der Bratschenprof ausführlich beschrieben, keiner konnte es, die Hochschulstrukturen und -finanzen vermochten es nicht, etc.pppppp. und so bezeichnete man zuletzt Herrn Rietschels Äußerung als „Absichtserklärung“, nicht mehr. So verfährt man in Frankfurt, das stolz ein Institut für Zeitgenössische Musik sein eigen nennt, mit jungen Komponisten. Um so erfreulicher, dass das Stück doch nicht in der Schubladensenke verschwunden ist sondern von Susanne Zapf herausgefischt wurde und nun zur Aufführung kommt. Kommet!

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away!

bin am Umziehen, neue Blogeinträge demnächst wieder…

Fotos von _himbeergeist: #02 SCHULD – Luzi vom Sirius mit Messias

Sehr schöne Fotos von Danny Kurz (www.danny-kurz.com):
Leowee-Theater, unverkennbar ;) :

Alle Fotos hier. (Die Galerie in den Blog einbinden wollte einfach nicht funktionieren.)

Luzi reist vom Sirius auf die Erde, um den menschlichen Schuldkomplex zu erforschen. Unterwegs begegnet sie Major Tom, der mit seiner Raumkapsel Weltflucht begeht, zwei trällernden Todesengeln als Wächtern des Paradieses nach dem Sündenfall und einem Messias.

Bevor Luzi das Schuldgefühl als irdischen Mechanismus der Macht entlarven kann, verstrickt sie sich selbst in das fatale Dilemma des Menschseins.

Bitterböse Litaneien der Rechtfertigung und Reue erklingen neben allerhand Höllengeständnissen in einem bizarren Ambiente aus Elektroakustik, atonalem Gesang und SpokenWords, tänzerischen Gesten und Videoschnipseln.

Wen nach diesem Stück nicht das schlechte Gewissen plagt, der ist selber Schuld!

Weiter im Text auf _himbeergeist:.

Tageslink (Update)

Arno Lücker berichtet in der Neuen Musikzeitung von einem Treffen zur Situation der Berliner Orchester im Roten Salon der Volksbühne, und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Als der Weichspül-Avantgarde-Vorwurf von Otten in Richtung Pamela Rosenberg ging, fasste diese erfreulich offen Rattles große Schwächen im Bereich Neue Musik prägnant in einen Satz: „Mein Chef hat keinen Geschmack!“

Es ist traurig, dass gerade der aktuelle Chefdirigent der Berliner Philharmoniker keinen Mut und kein Gespür für wirklich aufregende Neue Musik hat. Stattdessen glaubt er, mit drittklassiger Kuschelmoderne (Thomas Adès, George Benjamin, Matthias Pintscher und bestimmt bald auch der brave Schwiegermuttertraum Jörg Widmann, der auch noch wirklich ernsthaft glaubt, Bedeutendes zu schaffen – und aus dessen Mund man schon Formulierungen wie „Robert Schumann, Gustav Mahler und ich“ vernommen hat) dem Publikum etwas Gutes zu tun.

Angeblich hat bereits eine Stunde nach Veröffentlichung des Artikels (heute morgen) das Pressebüro der Berliner Philharmoniker bei der NMZ angerufen und die Aussage zu Simon Rattle dementiert. Bringt nur nichts, denn die Aussage bestätigt nichts anderes als die Fakten.

Update: Der Artikel ist (vorläufig) vom Netz, die Anwälte drohen.

Petition gegen geplante Kürzung der Neue-Musik-Mittel in Berlin

Bitte unterzeichnen!

Die Berliner Senatskulturverwaltung plant, von 2009 bis 2012 jährlich
200.000 € in ein Marketingprojekt zur Unterstützung der freien
Neue-Musik-Szene zu investieren.

100.000 € kommen aus EU-Mitteln, die restlichen 100.000 € müssen gegenfinanziert, d.h. also vom Senat aufgebracht werden. Dieser will die Summe nun aus Projektfördermitteln nehmen – d.h. von dem Geld, mit dem bisher die freie Neue-Musik-Szene unterstützt wurde.

Wir fordern den Berliner Senat auf, keine Marketingmaßnahmen zu Lasten
der Projektmittel im Bereich freie Neue Musik zu finanzieren, sondern
diese Mittel ungekürzt für die Finanzierung von Projekten in diesem
Bereich zu verwenden.

http://www.ipetitions.com/petition/PetitionBerlinerSenat2009/index.html