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Kriegslautsprecher

A field loud-speaker is set up to broadcast propaganda to German soldiers, somewhere in Russia, on April 21, 1942.

(via Glaserei)

Früher auf Kulturtechno: Militärische Riesenohren

Blaue Periode

„blue period“ (2009) von Sabine Groß.

Was macht dieses blöde Bild hier?

Arbeiten von Lino Lake.

(via i like this art)

Kreidler @Komponistenforum Mittersill

Morgen. a, 10.9.2011 um 11h halte ich beim Komponistenforum Mittersill den Vortrag „Musik ohne Musik / Musik mit Musik“. Anwesenheitspflicht für alle österreichischen Kulturtechno-Leser!

Mittersill ist die Ortschaft in den österreichischen Alpen, in der Anton Webern 1945 versehentlich erschossen wurde.

16. KomponistInnenforum Mittersill
8. bis 17. September 2011

Symposium „Musik?“
9. und 10. September 2011

Die Frage danach, was Musik ist, ist heute wohl nicht eindeutig zu beantworten. Ist sie die Allgegenwärtige und wie nie zuvor Konsumierte oder doch eher die sich dem Massenkonsum Entziehende und damit die, die in Gefahr ist, zu verschwinden?

Die „Neue Musik“ ist zwar weit gehend etabliert, das aber in ihrer ihr eigenen Unangepasstheit. Obwohl längst in die Programme der Opernhäuser und großen Festivals eingeführt, ist sie doch nur einer relativen Minderheit wirklich zugänglich. Im Kontext des heutigen Wertewandels und der technischen, medialen und gesellschaftlichen zum Teil radikalen Veränderungen gilt es, in Hinblick auf offensichtlich hinfällige Grenzziehungen zwischen den musikalischen Genres, aber auch bezüglich der Veränderung unserer Hör- bzw. Musikkonsumgewohnheiten, Kategorisierungen wie „Ernste Musik“, „Unterhaltungsmusik“, „Popmusik“ und „Neue Musik“ zu hinterfragen. Dazu wollen wir im Symposium diskursiv und im Forum praktisch unseren Beitrag leisten. Die im Forumstitel kürzelhaft gestellte Frage „Musik?“ wollen wir so formulieren: Was ist Musik heute, welche Funktion hat die Musik in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts?

Die SymposiumsteilnehmerInnen
Marko Ciciliani (NL/A)
Maria Gstättner (A)
Michael Iber (D)
Johannes Kreidler (D)
Burkhard Stangl (A)
Daniela Tagger (A)

http://www.kofomi.com/

in hyper intervals @London

Heute abend 8pm spielt das Ensemble Apartment House im Cafe Oto, 18-22 Ashwin Street, Dalston, London E8 3DL in hyper intervals.

Das Konzert hat zum Motto „Micromusic“ und auf dem Programm steht außerdem „5 More String Quartets“ von Phil Niblock und „Atopia (hyperamplified)“ von Yannis Kyriakides. Anwesenheitspflicht für alle britischen Kulturtechno-Leser!

http://soundandmusic.org/projects/listen-micromusic

Tango mit sämtlichen möglichen Permutationen einer Melodie

Die Arbeiten von Tom Johnson sind sehr konstruktivistisch und befassen sich oft mit Sonifikation und totaler Permutations-Quantität.

In „Tango“ (1984) erklingen sämtliche 120 Permutationen einer Melodie im argentinischen Rhythmus. Es spielen „Renoise“:

Hier die Noten des Stücks.

Ich finde daran interessant, dass da alles irgendwie gleich klingt und doch jede Melodie einmalig ist; und der fiese Kontrast zu sowas eigentlich beseeltem wie Tango. Und diese radikale Trockenheit.

Andererseits empfinde ich dann doch als schmälernd, ähnlich wie in Johnsons The Chord Catalogue, dass er die Permutationen systematisch ordnet; soo nüchtern muss es dann doch nicht sein. Darum habe ich letztes Jahr ein Stück mit sämtlichen möglichen dreitönigen Akkorden im Rahmen einer Duodezim gemacht, deren Reihenfolge per Zufall generiert wurde, was es ästhetisch doch wesentlich interessanter macht, vergleichbar Ellsworth Kellys oder Gerhard Richters Farbtafelbildern, und ich werde vielleicht noch ein paar solcher Stücke herstellen.

Früher auf Kulturtechno: “Narayana’s Cows” von Tom Johnson

Sammlung typischer Lokalzeitungsmotive

Peter Piller sammelt Fotos aus Lokalzeitungen, um sie in thematischen Bündeln dazustellen. Eine ungewohnte Art der Verfremdung, einfach weil man solche lapidaren Fotos normalerweise nie zu mehreren sieht.

Peter Piller: Bedeutungsflächen (2006)

kinect studies #2 – by Johannes Kreidler

kinect 3D sensor studies
experimentel kinect music

with
Mikhail Gorbachev and Helmut Kohl
Robert Bozzi – Choice 3
Stanley Kubrick – 2001
Beethoven
Marina Abramović / Ulay – Imponderabilia

Früher auf Kulturtechno: kinect studies #1

Paganini und Bach, gespielt vom YouTube- und YouPorn-Ensemble

Nachtrag zur konkatenativen Synthese:

Cory Arcangel, der zwar gut ist, aber doch etwas unverhältnismäßig gehyped wird, lässt das YouTube-E-Gitarren-Ensemble die 5. Caprice von Niccolò Paganini spielen. Genauer gesagt: von lauter YouTube-Videos, auf denen Gitarrespielen erklärt wird.

[Ein deutliches Surplus hat da doch seine Version von Schönbergs Klavierstücken Op.11, von YouTube-Katzen gespielt.]

Und es war nur eine Frage der Zeit und soll der Vollständigkeit halber nicht fehlen: Hier spielt das YouPorn-Ensemble die Badinerie aus Johann Sebastian Bachs Orchestersuite Nr. 2 h-moll (das untere der beiden Videos) (ich hätte ja wenn schon die Matthäuspassion genommen). Ganz und gar nicht jugendfrei. Bach gehört zensiert.

Interaktiver Mal-Roboter

Benjamin Grosser hat einen Mal-Roboter gebaut. Der Schöpfer dazu:

This machine uses artificial intelligence to paint its own body of work and to make its own decisions. While doing so, it listens to its environment and considers what it hears as input into the painting process. In the absence of someone or something else making sound in its presence, the machine, like many artists, listens to itself.

The system is built from a complex mix of hardware and software components, all networked together and managed from a central control system. This central software utilizes a genetic algorithm (GA) as its decision engine, making choices about what it paints and how it paints it. Audio captured by its shotgun microphone is subject to real-time fast fourier analysis, providing the system with useful data about what it hears. The resulting painting gestures are transformed into codes that can be sent to the cartesian robot that manipulates a paint brush in three dimensions. These codes break down each gesture into a series of primitive moves, describing everything from how much pressure to use on a brush stroke to how to put more paint on the brush.

Tatsächlich würde ich denken, dass ein Gerät, das alle Zwischenformen, von klaren Befehlen des Meschen-Masterminds bis zur selbstständigen Arbeit beherrscht, ein normales Werkzeug heutiger Maler sein könnte. In der Art entwickle ich COIT immer weiter.

(via Triangulation)