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Psst

Heizungscheck

Auf den Punkt

Siehe auch: der Verschwörungstheoriegenerator

Russische Wahlzettel (Auswahl)

The Artist formerly known as Prince

Und dann ergibt plötzlich alles Sinn

Briten eben.

Die Outfits der Queen, farblich sortiert

Post von Wagner

Lieber Johann Sebastian Bach,

manchmal übertrifft ein Genie sogar sich selbst. Jupitersymphonie, Appassionata, Boléro: Meisterkomponisten wuchsen da noch über sich hinaus. Mona Lisa, Sternennacht, Le Déjeuner sur l`herbe: Malen im Zenit. Das Leben des Brian, Und täglich grüßt das Murmeltier, Unterm Dirndl wird gejodelt, na, lassen wir das… Auch Sie sind in diesen Kreis getreten. Ihr Wohltemperiertes Klavier, das ist musikalische Raketenwissenschaft. Ein Tastenwerk am neuesten Gerät, wo kein Präludium dem anderen gleicht, ein Riesenrad von Charakterstücken, und jede Fuge eine kontrapunktische Spitzenleistung. Da haben Sie eine unübertreffliche Marke gesetzt. Doch die Krönung kommt gleich zu Beginn.
Ein Konzeptstück. Gounods „Ave Maria“, aber ohne die Melodie. Nur die Begleitung. Ein „Minusavemaria“. Das ist überirdisch. Das ist titanisch. Das ist vernichtend.
Ich bin es nicht wert, Ihnen die Füße abzulecken.

Herzlichst, Ihr Franz-Joseph Wagner

Re-Post von Wagner

Liebe Komponisten,

der Sommer geht zu Ende. Man sitzt noch einmal im Schlosspark, raucht eine Lucky Strike. Ihr arbeitet an eurer Musik. Dafür wünsche ich euch viel Glück. Aber seht euch auch mal den Sonnenuntergang an, die Enten im Tegeler See. Brauchen die Enten eure Musik?

Herzlichst, F.J. Wagner

Post von Wagner

Lieber Ludwig van Beethoven,

Sie sind der Berserker-Meister, das wissen wir. Ein tauber Desperado, der die Welt in Grund und Boden stampft mit seinen Akkorden. Das Jahrtausendgenie der Musik, dem der Weltgeist persönlich Noten in die Feder flößt.
Aber in Einem vergreifen Sie sich: Als Spätwerk nun auch noch der Fugengott sein wollen, Johann Sebastian vom Thron stoßen, das ist etwas zu viel bemühter Meisterlichkeit.
Ihre Fugen taugen nicht. Wirres Zeug, ungenießbar wie morscher Apfelwein. Hammerklaviersonate, Diabellivariationen, Große Fuge: Diese Polyphonie geht so schlecht ins Ohr wie ein halbvergammeltes Gummi übers Glied. Kontrapunktik hat in der Spätklassik nichts verloren. Oder sind Sie am Ende gar Postmodernist?!

Herzlichst, Ihr Franz-Joseph Wagner