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Computerschlager, 1957

Was für eine Geschichte!

Die amerikanische Kongreß-Bibliothek, die unter anderem auch für Fragen des musikalischen Urheberschutzes zuständig ist, lehnt es nur äußerst selten ab, einem Schlager das Copyright zuzuerkennen. Dem Schlager “Push-Button Bertha” (Druckknopf-Berta) aber, der ihr kürzlich mit der Bitte um Schutz vor Nachahmungen eingereicht worden war, verweigerten die staatlichen Urheberschützer die Aufnahme in das Copyright-Register.

Den Text hätten die Copyright-Wächter der Kongreß-Bibliothek allenfalls noch gutgeheißen, der Musik aber glaubten sie einen Urheberschutz nicht gewähren zu können, denn sie entstammte nicht der Inspiration eines Komponisten, sondern dem mechanischen Datengeber eines mittelgroßen Elektronengehirns namens Berta.

Weiterlesen im Spiegel 26/1957.

Mehr dazu hier.

Tatsächlich begannen also mit der Erfindung des Computers auch die Überlegungen, ihn selbständig Musik komponieren zu lassen.

In der Mai-Ausgabe des Merkur ist ein Text von Harry Lehmann über die Kompositionssoftware von David Cope abgedruckt; der Text ist ein Kapitel aus dem kommenden Buch “Die digitale Revolution der Musik”.

Vielen Dank für den Tipp, Peter Glaser!