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Nina Noeskes Text über Polemik im Musiktheater

Nina Noeske hat einen Text über Polemik im Musiktheater anhand der Beispiele „Freiheit“ von Patrick Frank und „Audioguide“ von mir geschrieben.

Polemisches auf der (virutellen) Neue-Musik-Bühne der Gegenwart.
Ein- und Ausblicke am Beispiel von Johannes Kreidlers Audioguide (2014) und Patrick Franks Freiheit – die eutopische Gesellschaft (2015)

Johannes Kreidler knüpft in seinem exakt siebenstündigen, während der Darmstädter Ferienkurse 2014 uraufgeführten Musiktheaterstück Audioguide just an diese – damals in der Musik, aber auch im (Spiel )Film schon gut ein halbes bis ganzes Jahrhundert alte – Tradition der Instrumentenzerstörung an, wenn nach etwa dreieinhalb Stunden, also in der Mitte des Stückes, unter großer Anteilnahme des Publikums etwa 100 (Billig-) Geigen zertrümmert werden. Bei dieser, so der Komponist im Kommentar zur dritten Fassung (2015) des Werkes, „kathartischen Zerstörung […] als Vereinigung von Lust, Schmerz, Überschreitung und Überwältigung“ handelt es sich, ungeachtet des zweifellos vorhandenen ,reinen Ausdrucks dieser etwa achtminütigen Aktion, um das bew usste, möglicherweise sogar ironische Reenactment eines bestimmten Topos, der hier zu Beginn des dritten Jahrtausends wiederbelebt wird. Zwar richtet sich die Polemik implizit, wie bereits in den 1960er Jahren, gegen überkommene Formen der Musikausübung (wozu auch das Komponieren in seiner tradierten Form zählt), doch tritt hier ein entscheidendes Moment hinzu.

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