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Ornamentale Tonspuren (1931)

Aus: Boykett/Smirnov: Notation und visuelle Musik

Bei der Betrachtung der frühen Tonfilmexperimente war ich erstaunt, wie viel Handarbeit in ihnen steckt. Jede einzelne Klangwelle wurde mit der Hand hergestellt: ausgeschnitten oder gezeichnet. Das Ausmaß dieser Datenmanipulation, die an den individuellen Feinheiten des Klanges feilt, scheint im genauen Gegensatz zur Komposition zu stehen, die mei-ner Meinung nach von der Zusammenstellung großformatiger, stimmiger Strukturen handelt, die Dynamik, Bewegung, Gefühle und all die Dinge großartiger Musik – bis auf ihre tatsächliche Aufführung – besitzen. Es ergeben sich hier die verschiedensten interessanten Aspekte aus der Tatsache, dass in der Musikwelt die einzelne Person Instrumentenerfin-der und Konstrukteur, Musikerin und Komponistin sein konnte, oder vielleicht sogar sein musste.

Update, von der Athener Documenta:

Mit Dank an NN!

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