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Kategorie Technologik

Audioaufnahmen von vor über 125 Jahren

Voices recorded by inventor Alexander Graham Bell more than 125 years ago are being heard now, thanks to digital imaging technology.

„It’s not high fidelity, but you can definitely figure out what they’re saying,“ said Carl Haber of Lawrence Berkeley National Laboratory, one of the scientists working on the project in a laboratory at the Library of Congress.

The early audio recordings were made during an intensely competitive time, when scientists were racing to improve on Thomas Edison’s phonograph, which was invented in 1877.

(via the verge)

Hyper – Stille Post

Anleitung: Bei Google Bildsuche mit einem schwarzen Bild beginnen und nach ähnlichen Bildern suchen; das nächstbeste Suchergebnis nehmen und davon dann wiederum ähnliche Bilder suchen und das nächstbeste Ergebnis nehmen, usw. Hier hat das Sebastian Schmieg 2951 mal gemacht. Besser kann man den Suchalgorithmus nicht veranschaulichen.

Mehr Videos dieser Art hier.

(via kottke)

Konzerthallen für elektronische Musik

Constant Nieuwenhuys, Concert Hall for Electronic Music, New Babylon, 1958-61 (via Glaserei).

Das Kugelauditorium des deutschen Pavillons auf der Expo 1970 in Osaka. Architektur: Fritz Bornemann, nach Ideen von Karlheinz Stockhausen.

Schallwellen als Waffe

Bei dieser Technik der Firma Raytheon geht es nicht darum, möglichst lauten Schall zu erzeugen, sondern mit einer gepulsten Druckwelle die oberen Atemwege eines Menschen nachhallen zu lassen, wodurch die Atmung behindert und das Ziel handlungsunfähig gemacht wird.

Aber ist das Opfer, das André Rieu hört, nicht auch ziemlich handlungsunfähig?

(via gizmodo)

Digitalfotografie ist Literatur

Obige Aussage stammt vom Fotografen Andreas-Müller Pohle, der damit betonen will, dass jedem Digitalfoto ein Algorithmus zugrundeliegt.

Andreas Müller-Pohle: Digitale Partituren II [nach Nicéphore Niépce]. 8 Tafeln im Format 66×66 cm, 1995: „Die ,Digitalen Partituren‘ nehmen sich den digitalen Code des Urbilds der Analogfotografie zum Gegenstand: Am Ende der Fotografie (ihrer Vollendung) geht das Projekt zurück auf deren Anfang, auf das erste erhalten gebliebene Lichtbild, auf Nicéphore Niépces ,Blick aus dem Arbeitszimmer‘ des Maison du Gras in Saint-Loup-de-Varennes von (vermutlich) 1826. In sieben Millionen Bytes, die jedes durch ein alphanumerisches Zeichen repräsentiert werden, findet sich, auf jeweils acht quadratischen Tafeln, die vollständige binäre Beschreibung dieses Bildes – eine Beschreibung, die uns zeigt: Digitale Bilder repräsentieren vor allen Dingen die Realität der ihnen zugrundeliegenden Theorien und wissenschaftlichen Konzepte.“

Hier ein Interview (Taz).

Charts Music @Deutschlandfunk

Heute, 8.1. um 15.05h strahlt Deutschlandfunk die Sendung „Töne und Fakten – Der Forschungszweig Sonifikation zwischen Kunst und Alltagsnutzen“ von Torsten Möller aus. Darin komme auch ich zu Wort und mein Stück „Charts Music“ wird besprochen.

Es sind hübsche Melodien, die der Komponist Johannes Kreidler dem Ohr bietet. Weniger hübsch sind die Informationen, die dahinter stecken: Börsenkurse zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise sind in den Tonhöhen-Verläufen zu hören oder auch die Anzahl toter Soldaten im Irak-Krieg.

Kreidlers „Charts Music“ ist nur eine mögliche Form der Sonifikation, der Umwandlung von Daten in Klänge. Fernab der Musik- und Klangkunstsphäre informiert das Ticken des Geigerzählers über radioaktive Gefährdung. Und der Handwerker ist längst auf die Idee gekommen, Hohlräume durch Wandklopfen zu erkunden. Am Bielefelder Forschungsinstitut CITEC arbeiten Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an akustischen Darstellungen von Gehirnströmen, an einem tönenden Stuhl zur Vorbeugung von Haltungsschäden oder auch an wortlosen „Wettervorhörsagen“. Man ist sich nicht nur in Bielefeld darüber im Klaren, dass Musik, Klänge oder Geräusche Wort und Schrift nicht ablösen werden. Aber auch darüber, dass viele Möglichkeiten und Perspektiven des Hörens brachliegen.

Livestrom:
http://www.dradio.de/streaming/dlf.m3u

Die Lautsprecherisierung der Welt

Mit dem kleinen und handlichen Vibroy Vibrations System sollen Alltagsgegenstände in Lautsprecher verwandelt werden, die zum Teil einen besser Klang liefern als die in den Geräten wie Tablet, Netbook oder Notebook integrierten Lautsprecher.

(via Trends der Zukunft)

Laptop als Instrument – jetzt vollständig online

Die Radiodiskussion „Laptop als Instrument?“ (Kulturtechno berichtete) steht nun auch vollständig online, danke Dir, Mathias!

Präpariertes Hören: Richard Wagner

 

Das präparierte Hören interessiert mich schon länger – wenn der Hörer bewusst vor dem eigentlichen Hören informiert (oder auch desinformiert) wird. Auch in den Kommentaren ist es jüngst angesprochen worden – allgemeinhin gilt es ja als Defizit der Musik, wenn es erforderlich ist, dass noch etwas dazu gewusst werden soll. In dem Zusammenhang sind die Ausführungen zur Theaterbeleuchtung in Friedrich Kittlers Berliner Vorlesungen „Optische Medien“ interessant:

Die Einführung des Gaslichts in Theater hatte im 19. Jahrhundert nicht nur den Effekt, daß die Zahl der Theaterbrände und Theatertoten vor Einführung des Eisernen Vorhangs, der genau davor schützen sollte, in historisch unerhörte Höhen schob, sondern das Gaslicht warf auch ein theoretisches Problem auf: Man brauchte mit dem Licht nicht mehr zu geizen, konnte die Bühne also so hell machen, wie man wollte, und stand folglich vor der Frage, ob es im Zuschauerraum, wie seit Jahrhunderten üblich, weiterhin Lichtquellen vom Typ der berühmten Theaterkronleuchter geben solle – um das Drama oder die Oper sehen zu können, waren sie ja nicht mehr nötig. Die Antwort, die der bekannte Architekt Garnier beim Bau der neuen Pariser Großen Oper gab, ist bezeichnend: Laut Garnier wäre eine Verdunklung des Zuschauerraums, wie es sie schon in einigen italienischen Opernhäusern gab, zwar möglich, aber nicht tunlich. Erstens müßten die Opernbesucher ja weiterhin imstande sein, während des strahlend unverständlichen Gesangs im Libretto der jeweiligen Oper mitzulesen, um die Handlung einigermaßen zu verstehen.
[…]
In Bayreuth wurde der verdunkelte Raum erstrebt. Auch das war ein damals ganz überraschendes Stilmittel. […] Für die Zuschauer mußte Wagner vor der Uraufführung Zettel mit der Warnung ausgeben, sie sollten den Text schon vorher durchlesen, bei der Aufführung sei es zu spät und finster.

Aktuell schreibt auch die SZ über Audioguides in Museen.

Alexander Schubert / Stefan Prins: Komponieren bedeutet, ein Instrument bauen

Aktuelle Arbeiten von zwei Kollegen, Alexander Schubert und Stefan Prins, bei denen mal wieder deutlich wird, wie heutzutage erst am Medium komponiert wird:

„Your Fox’s A Dirty Gold“ – performed by Frauke Aulbert:

„Piano Hero #1“ – performed by Frederik Croene: