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Kategorie Museum für moderne Kunst

„American Pixels“ von Jörg M. Colberg. Kompressionsgrade als Bildgestaltungsmittel

„American Pixels“ von Jörg M. Colberg. Unterschiedliche Kompressionen für unterschiedliche Bildteile als Gestaltungsmittel.

(via Triangulation)

Splitscreen Video Porträt der Queen

“Content is Queen” von Sergio Albiac erinnert an Salvador Dalis Lincoln-Pixelporträt, nur hier mit Bewegtbild-Material von YouTube, und hier die britische Queen. Der Betrachter sollte zwischendurch das Video mal aus einigen Metern Entfernung ansehen, man erkennt die Queen dann verblüffend gut.

Für die, die nicht so viel Platz vor dem Schreibtisch haben – das Video in 10% Größe:

(via today and tomorrow)

Thomas Wenk: Taurus Kassettenrekorder-Duo

Zufällig auf YouTube entdeckt: Thomas Wenk hat einen Zusammenschnitt seines Kassettenrekorder-Duos von 2002 online gestellt. Ich erinnere mich noch gut, das Stück geht knapp 15 Minuten, und war bei der Uraufführung ein großer Erfolg.

Andy Warhol und David Hasselhoff verzehren zeitgleich Hamburger

Es liegt doch nichts näher, als die beiden berühmtesten Hamburger-Verspeisungs-Performances zu synchronisieren. Von Christoph Steinweber.

Walter Zimmermann: „Dit“ ~ Cello meets Audioarchiv

Der/die (?) unermüdliche Stanchinsky, Meisteruploader von Neuer Musik auf YouTube (bislang über 800 Werke online gestellt), hat ein kleines Stück von Walter Zimmermann hochgeladen, das ich sehr mag und worüber ich in meinem Aufsatz „Zum Materialstand der Gegenwartsmusik“ geschrieben habe:

Auf die an zahlreiche Komponisten ergangene Anfrage für ein Stück, das zur barocken in-nomine-Tradition Bezug nehmen soll, hat Walter Zimmermann „Dit“ für Cello und Zuspielung eingereicht, bei dem der Instrumentalist die uralte Gesangsaufnahme eines West-Guinesen synchron imitiert.[24] Was bei dieser rätselhaften Wahl das fremde Lied und das Violoncello aus dem Kontext der Neuen Musik miteinander und dann noch mit der altenglischen Cantus-firmus-Überlieferung zu tun haben, letzten Endes gar mit dem gesamten Kommissions-Projekt, erschließt erst die verbale Interpretation.

Der Interpret dieser Aufnahme ist vermutlich Lukas Fels.

Monade/Nomade 1
Dit
Für Violoncello und Tonband (1999)
Für Werner Heider zum 70sten

Dit wurde geschrieben für das In Nomine-Projekt des ensemble recherche. Hier sieht sich der Interpret mit der Aufgabe konfrontiert, zu der Tonbandaufzeichnung (von Artur Simon) eines Liedes aus Mailal (West-Neuguinea) so exakt wie möglich im Unisono eine tongetreue Transkription dieses Gesangs zu spielen und zu singen, der wie die Antiphon des John Taverner den Tonumfang einer None besitzt. Obwohl die Eipo Papuas missioniert wurden und am Weihnachtsfest 1980 unter dem Einfluss der Unevangelized Fields Mission ihre Heiligtümer verbrannten, ist dieser Gesang nur zufällig in seinem Tonumfang identisch mit dem In Nomine cantus firmus.

(via New Music reBlog)

Ästhetisierungen von Roman Pfeffer

Ich mag ja Kunst, die Zahlen, Mengen, Statistiken ästhetisiert, also ästhetisch wahrnehmbar macht. Herrlich das begehbare deutsche Durchschnittsgrundstück von Timm Ulrichs.

Roman Pfeffer hat da auch ein paar schöne Arbeiten gemacht:

„Wissenswertes über das Wissen der Welt
Gesamtausgabe des 30-bändigen Brockhauslexikons, geteilt in Farbe und Papier“ (2006)

„One Million Euro
2000 Stück 500 Euro Banknoten geteilt in Papier und Druckerfarbe“ (2008)

„Grillparzer komprimiert
Die Menge der Tinte eines Achtzeilers komprimiert auf ein Quadrat“ (2006)

Und diese Arbeit verfolgt eine ähnliche Idee wie mein John Cage: 4’33“ divided by 16:

„Portait of a man with a size of 181cm“ (2009)

(Und das hier geht in die Richtung meines Requiems.)

Ulysses – digitales Re-enactment

Auch Belletristik kann im Digitalen neu inszeniert werden: Das letzte Kapitel des Romans Ulysses von James Joyce, dem Jahrhundertavantegardewerk von 1918-1920, ist ein Stream of Consciousness, ein innerer Monolog jenseits der traditionellen Grammatik und Erzählform.

Diesen Stream setzt jemand nach und nach in einen Facebook-Stream (da Joyce nun über 70 Jahre tot ist und seine Werke somit urheberrechtlich frei sind):

https://www.facebook.com/marion.bloom

Wikipedia über Molly Bloom.

(via Sascha Lobo)

Remake von Carl Andres „Lever“

Schon öfters war hier in letzter Zeit das „Re-enactment“ historischer Avantgarde-Werke Thema (etwa hier und hier und hier, hier das Re-enactment der Avantgarde als Vortragsthema). Jetzt bin ich darauf gestoßen, dass in Düsseldorf 2008 eine ganze Ausstellung diesem Thema gewidmet war: „Die Wahrnehmung von Ideen führt zu neuen Ideen –
Re-Makes aus dem Fundus der Konzeptkunst“ (Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 2.8.-28.9.2008).
Daraus ein – in der Ausstellung (von der Filmterminologie übernommen) „Re-Make“ genannt – schönes Werk: Die Künstlergruppe Claire Fontain hat Carls Andres „Lever“ von 1966 neuinterpretiert. Andres Werk sah die linienförmige Anordnung von 137 Ziegelsteinen vor – gänzlich abstrakt gedacht.

Im Re-Make von Claire Fontain 2007 sind diese Ziegelsteine mit dem Umschlag des Buches „Differenz/Wiederholung“ von Gilles Deleuze versehen.

Duchamp was here

Irgendwoher muss ein Readymade ja kommen!

(via Anne Ko)

RIP Max Mathews

Der Co-Komponist des wohl bedeutendsten Requiems des 20. Jahrhunderts ist tot.

http://www.youtube.com/watch?v=px0c4Tgg6gg#t=3m35s

Wikipedia über den Pionier der Computermusik.